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KI und Website

Website-Texte mit KI schreiben: Wo es hilft und wo nicht

KI schreibt Website-Texte in Sekunden, doch ohne dein Material klingen sie wie bei allen. So nutzt du ChatGPT richtig: Vorgehen, Prompt-Vorlage, Grenzen.

Armin FranzAktualisiert am 6 Min. Lesezeit
Armin Franz sitzt nachdenklich mit der Hand am Kinn am Schreibtisch
Kurz gesagt

KI schreibt dir Website-Texte in Sekunden, aber ohne dein Material werden sie austauschbar. Gut klappt es so: Du gibst Stichpunkte, Sprachnachrichten und echte Kundenfragen hinein, die KI formuliert, kürzt und ordnet. Aufbau, Auswahl und alles Erlebte bleiben bei dir. Jede Zahl und jede Leistung prüfst du selbst, bevor sie online geht.

In diesem Artikel
  1. Kann ich Website-Texte komplett von KI schreiben lassen?
  2. Wo hilft KI beim Texten wirklich?
  3. Wo schadet KI deinen Website-Texten?
  4. Wie schreibe ich mit KI Texte, die nach mir klingen?
  5. Wie sieht ein guter Prompt für eine Leistungsseite aus?
  6. Merkt Google, dass ein Text von KI stammt?
  7. Darf ich Texte von Mitbewerbern in die KI geben?
  8. Was passiert mit meinen Daten, wenn ich ChatGPT nutze?
  9. Häufige Fragen

Kann ich Website-Texte komplett von KI schreiben lassen?

Technisch ja, sinnvoll selten. Ohne dein Material schreibt die KI Allgemeinplätze, die genauso auf jeder Seite deiner Mitbewerber stehen könnten.

Bitte ChatGPT um einen Text für einen Malerbetrieb, und du bekommst „Qualität, Zuverlässigkeit und Leidenschaft für Farbe“. Das ist nicht falsch. Es sagt nur nichts, was ein Kunde für seine Entscheidung braucht.

Google beschreibt das Problem in seinem Leitfaden für KI-Suchen ziemlich genau: Inhalte, die nur wiederholen, was andere schon gesagt haben oder leicht von einem KI-Modell erstellt werden könnten, bieten wenig Wert. Meine Regel deshalb: Kein Text ohne eigenes Material darunter.

Wo hilft KI beim Texten wirklich?

Bei Fleißarbeit: Sprachnachrichten in lesbaren Text verwandeln, lange Texte kürzen, Inhalte gliedern und Varianten für Überschriften, Seitentitel und Meta-Beschreibungen entwerfen.

  • Sprachnachricht zu Text: Du erzählst zwei Minuten, wie ein Badumbau bei dir abläuft. Die KI macht daraus einen sauberen Abschnitt.
  • Kürzen: Aus 400 Wörtern werden 150, ohne dass Fakten verloren gehen.
  • Gliedern: Welche Fragen gehören auf eine Leistungsseite, in welcher Reihenfolge?
  • Varianten: Fünf Vorschläge für eine Überschrift, von denen du die stumpfste nimmst.
  • Ton angleichen: Alte Texte von Sie auf Du umstellen oder Fachsprache verständlich machen.

Wo schadet KI deinen Website-Texten?

Wenn sie Fakten erfindet, Floskeln stapelt oder deinen Ton glattbügelt. Leser merken das schnell, und Google rät ausdrücklich zur Prüfung jedes KI-Inhalts.

  • Erfundene Fakten: Google weist darauf hin, dass KI-Modelle wahrscheinliche Wortfolgen vorhersagen und keine Fakten nachschlagen. Ein Notdienst, den du nicht anbietest, ist schnell im Text.
  • Floskel-Stapel: „Ihr kompetenter Partner für alle Fragen rund um“ liest niemand zu Ende.
  • Alles in Aufzählungen: KI packt gern jeden Gedanken in Stichpunkte. Eine Seite, die durch eine Geschichte führt, überzeugt besser.
  • Typische Muster: Gedankenstriche überall, dreifache Aufzählungen, „nicht nur, sondern auch“. Leser erkennen das inzwischen.

Wie schreibe ich mit KI Texte, die nach mir klingen?

Erst Material sammeln, dann eine klare Vorgabe schreiben, dann formulieren lassen und zum Schluss jeden Satz selbst prüfen und kürzen.

Vier Schritte vom Material zum fertigen Text

  1. Material sammeln

    Sprachnachrichten, alte Angebote, Bewertungen, die drei häufigsten Kundenfragen, echte Preisrahmen. Das ist der Rohstoff.

  2. Vorgabe schreiben

    Zielgruppe, Ort, Leistung, Ton, Länge und was die KI nicht erfinden darf. Die Vorlage steht unten.

  3. Formulieren lassen

    Lass dir zwei Varianten geben und nimm die bessere als Grundlage.

  4. Prüfen und entrümpeln

    Jede Zahl, jede Leistung, jeder Ort muss stimmen. Floskeln streichen, Sätze kürzen, laut vorlesen.

Wie sieht ein guter Prompt für eine Leistungsseite aus?

Er enthält Zielgruppe, Ort, Leistung, echte Fakten, den gewünschten Ton und klare Verbote. Je mehr eigenes Material drinsteckt, desto weniger klingt der Text nach KI.

Prompt-Vorlage zum Kopieren

  1. Rolle: „Du bist Texter für einen Handwerksbetrieb. Schreib in Du-Form, kurze Sätze, ohne Werbefloskeln.“
  2. Betrieb: „Malerbetrieb Muster, Meisterbetrieb, 6 Mitarbeiter, arbeitet in Bayreuth und 30 km Umkreis.“ Setz deine echten Daten ein.
  3. Leistung: „Seite über Fassadenanstrich. Ablauf: Besichtigung, Angebot in 3 Tagen, Gerüst, 4 bis 6 Arbeitstage.“
  4. Kundenfragen: „Beantworte diese drei Fragen jeweils zuerst in zwei Sätzen: …“
  5. Belege: „Nutze nur diese Fakten und diese Bewertung wörtlich: …“
  6. Verbote: „Erfinde keine Zahlen, Zertifikate oder Leistungen. Wenn dir eine Angabe fehlt, frag nach.“

Merkt Google, dass ein Text von KI stammt?

Darauf kommt es laut Google nicht an. Bewertet wird, ob der Inhalt hilfreich und originell ist. Massenhaft erzeugte Seiten ohne Mehrwert gelten aber als Spam.

Google schreibt: Die angemessene Nutzung von KI verstößt nicht gegen die Richtlinien. Verboten ist, Inhalte vor allem zu erzeugen, um Rankings zu manipulieren. Was das konkret heißt, steht im Ratgeber Bestraft Google KI-Texte?.

Darf ich Texte von Mitbewerbern in die KI geben?

Zum Vergleich ja, zum Umschreiben nein. Fremde Texte sind urheberrechtlich geschützt, und zusammengestückelte Inhalte ohne Mehrwert wertet Google als Spam.

Schriftwerke gehören nach § 2 Urheberrechtsgesetz zu den geschützten Werken. Und Googles Spam-Richtlinien nennen ausdrücklich das Zusammenfügen von Inhalten verschiedener Seiten ohne eigenen Mehrwert als Beispiel für Missbrauch. Schau dir fremde Seiten an, um Lücken zu finden. Schreiben musst du aus deinem eigenen Betrieb.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich ChatGPT nutze?

Bei privaten Konten können Eingaben zum Training genutzt werden, das lässt sich abschalten. Kundendaten gehören trotzdem grundsätzlich nicht in den Prompt.

Die Einstellung heißt in der englischen Oberfläche „Improve the model for everyone“ und liegt unter Settings, Data Controls. Was Betriebe sonst noch beachten sollten, steht im Ratgeber ChatGPT im Betrieb: Datenschutz.

Und wenn dir die Zeit für das alles fehlt: Auf meiner Seite Was kostet eine Website? erkläre ich, warum gute Werbetexte zu den drei Posten gehören, die den Preis machen. Welche Fehler deine Startseite gerade Anfragen kosten, zeigt der kostenlose Website-Check.

Häufige Fragen

Armin Franz sitzt lächelnd an einem Holztisch vor einem hellen Sprossenfenster

Armin Franz

Webdesigner für Handwerksbetriebe in Bayern

Ich baue Websites für Handwerksbetriebe und sorge dafür, dass sie bei Google und in KI-Suchen gefunden werden. In diesem Ratgeber schreibe ich auf, was ich aus Kundengesprächen und eigenen Projekten weiß.

Mehr über mich

Quellen

  1. Google Search Central: Leitfaden zu KI-generierten Inhalten, abgerufen am 04.11.2026
  2. Google Search Central: Google Suche und KI-generierte Inhalte (08.02.2023), abgerufen am 04.11.2026
  3. Google Search Central: Website für generative KI-Funktionen optimieren, abgerufen am 04.11.2026
  4. Google Search Central: Spam-Richtlinien, abgerufen am 04.11.2026
  5. § 2 Urheberrechtsgesetz, Geschützte Werke, abgerufen am 04.11.2026
  6. OpenAI Help Center: Data Controls FAQ, abgerufen am 04.11.2026