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Kosten und Angebot

Branchenbuch-Eintrag: Was kostet er und lohnt sich das?

Branchenbuch-Eintrag: Was er kostet, ob er bei Google hilft, welche Einträge kostenlos sind und woran du Adressbuchschwindel erkennst. Stand November 2026.

Armin FranzAktualisiert am 7 Min. Lesezeit
Armin Franz im Anzug erklärt etwas mit offenen Händen vor einer Glasfassade
Kurz gesagt

Für die meisten kleinen Betriebe lohnt sich ein bezahlter Branchenbuch-Eintrag selten. Die wichtigen Einträge wie das Google-Unternehmensprofil und die Grundeinträge großer Verzeichnisse sind kostenlos. Ein besseres Google-Ranking kannst du laut Google nicht kaufen. Zahl nur für Portale, über die nachweislich Anfragen kommen.

In diesem Artikel
  1. Lohnt sich ein bezahlter Eintrag in einem Branchenportal?
  2. Was kostet ein Eintrag im Branchenbuch?
  3. Helfen Branchenbuch-Einträge bei Google?
  4. Welche kostenlosen Einträge sollte jeder Betrieb haben?
  5. Woran erkennst du Abzocke bei Branchenbuch-Angeboten?
  6. Was tun, wenn du ein solches Formular schon unterschrieben hast?
  7. Wann kann sich ein bezahlter Eintrag doch lohnen?
  8. Häufige Fragen

Lohnt sich ein bezahlter Eintrag in einem Branchenportal?

Für die meisten kleinen Betriebe selten. Google-Unternehmensprofil und Grundeinträge sind kostenlos. Bezahlte Pakete lohnen sich nur, wenn nachweislich Anfragen darüber kommen.

Viele Betriebe zahlen jedes Jahr für Einträge, von denen sie nicht wissen, ob sie etwas bringen. Oft wurden sie am Telefon verkauft, mit dem Versprechen, bei Google besser dazustehen. Bevor du verlängerst oder neu abschließt, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf das, was ein Eintrag wirklich leisten kann.

Was kostet ein Eintrag im Branchenbuch?

Grundeinträge sind bei vielen Verzeichnissen kostenlos. Erweiterte Pakete kosten monatlich und laufen oft als Jahresabo, das sich nach einer Testphase automatisch verlängert.

Einträge und worauf du achtest

Einträge und worauf du achtest
EintragKostenWorauf achten
Google-UnternehmensprofilkostenlosEintrag in Google Suche und Maps, Bewertungen, Fotos, Leistungen. Der wichtigste Eintrag.
Grundeintrag in großen Verzeichnissenmeist kostenlosName, Adresse und Telefon exakt wie auf deiner Website
Erweitertes Paketmonatlich, oft im JahresaboTestphasen laufen oft automatisch ins Abo über. "Besseres Ranking" meint meist das Verzeichnis, nicht Google.
Premium mit Beratungindividuelles AngebotFrag nach der Zahl der Anfragen, nicht nach Klicks oder Aufrufen
Google-Unternehmensprofil laut Google, abgerufen am 4. November 2026. Die übrigen Zeilen sind eine allgemeine Einordnung ohne Preise einzelner Anbieter.

Wichtig bei erweiterten Paketen: Besseres Ranking heißt oft besseres Ranking im Verzeichnis selbst, nicht bei Google. Und Testangebote laufen häufig automatisch in ein Jahresabo über. Wenn du testest, trag dir die Kündigungsfrist sofort in den Kalender ein.

Helfen Branchenbuch-Einträge bei Google?

Ein wenig, indirekt. Google bewertet lokale Bekanntheit auch daran, wie viele Websites auf dich verweisen. Ein besseres Google-Ranking kaufst du damit aber nicht.

Laut Google-Hilfe basieren lokale Suchergebnisse hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Zur Bekanntheit zählt Google unter anderem die Anzahl der Websites, die auf dein Unternehmen verweisen, sowie Rezensionen und Bewertungen. Und Google schreibt ausdrücklich: Ein besseres lokales Ranking kann nicht eingefordert werden, auch nicht gegen Bezahlung.

Ein kostenloser Grundeintrag mit korrektem Namen, Adresse und Telefonnummer erfüllt diesen Zweck genauso wie ein bezahlter. Warum einheitliche Daten zählen, steht in Firmendaten überall gleich: Warum Name, Adresse und Telefon zählen.

Welche kostenlosen Einträge sollte jeder Betrieb haben?

Das Google-Unternehmensprofil zuerst, dann die Grundeinträge der großen Verzeichnisse, Apple Maps, Bing und die Mitgliederlisten deiner Innung oder Kammer.

Die Einträge, die sich für fast jeden Betrieb lohnen

  • Google-Unternehmensprofil: der wichtigste Eintrag überhaupt, laut Google kostenlos. Anleitung: Google-Unternehmensprofil erstellen.
  • Apple Maps und Bing: werden oft vergessen. Mehr dazu in Apple Maps und Bing Places.
  • Grundeinträge großer Verzeichnisse: mit exakt denselben Daten wie auf deiner Website.
  • Innung, Kammer, Verbände: Mitgliederverzeichnisse sind seriöse Verweise auf deine Seite.
  • Lieferanten und Hersteller: viele führen Fachbetriebs- oder Partnerlisten.

Woran erkennst du Abzocke bei Branchenbuch-Angeboten?

An Schreiben, die wie eine Rechnung aussehen, amtlich klingenden Namen, Wappen oder Adlern, dem Wort kostenlos in großer Schrift und knappen Zahlungsfristen mit Drohungen.

Typische Merkmale laut IHK

  • Sieht aus wie eine Rechnung: mit beigelegtem Überweisungsträger, obwohl du nichts bestellt hast.
  • Amtlich klingender Name: etwa mit Wörtern wie Register oder Handelsregister.
  • Hoheitliche Symbole: Adler, Europasterne, Wappen.
  • Grundeintrag oder kostenlos groß gedruckt: Die Kosten stehen im Kleingedruckten.
  • Druck per Frist: Sonst werde dein Eintrag gelöscht oder nicht veröffentlicht.

Die IHK Frankfurt beschreibt diese Masche als Adressbuchschwindel: Durch Unterschrift oder Zahlung kommt ein teurer und meist nutzloser Vertrag zustande. Unterschreib nichts, was du nicht bestellt hast, und zahl keine Rechnung, deren Absender du nicht kennst.

Was tun, wenn du ein solches Formular schon unterschrieben hast?

Nicht einfach zahlen. Die IHK rät, den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anzufechten und hilfsweise zu kündigen, mit nachweisbarem Zugang, und bei Mahnbescheid einen Anwalt einzuschalten.

So reagierst du laut IHK

  1. Ruhe bewahren

    Laut IHK werden die Drohungen überwiegend nicht wahr gemacht.

  2. Anfechten und hilfsweise kündigen

    Wegen arglistiger Täuschung, schriftlich.

  3. Zugang nachweisen

    Per E-Mail, Fax und Einwurfeinschreiben oder Einschreiben mit Rückschein.

  4. Bei der IHK oder Kammer nachfragen

    Die kennen viele Absender schon.

  5. Bei Mahnbescheid oder Klage

    Einen auf gewerblichen Rechtsschutz spezialisierten Anwalt einschalten. Einem Mahnbescheid solltest du fristgerecht widersprechen.

Keine Rechtsberatung

Dieser Abschnitt gibt einen allgemeinen Überblick, Stand 4. November 2026. Er ersetzt keine Beratung durch eine Anwältin oder einen Anwalt. Im Zweifel frag deine Handwerkskammer oder einen Fachanwalt.

Wann kann sich ein bezahlter Eintrag doch lohnen?

Wenn das Portal in deiner Branche wirklich genutzt wird und du nachweisen kannst, dass Anfragen darüber kommen. Teste befristet und miss jede Anfrage.

Frag jeden Neukunden, wie er dich gefunden hat. Wenn nach drei Monaten keine einzige Anfrage über das Portal kam, kündige. Das Geld steckst du besser in die eigene Website, die gehört dir und arbeitet für dich, solange es sie gibt. Wie sich Zeitungsanzeigen und Online-Werbung im Vergleich schlagen, steht in Anzeige in der Lokalzeitung oder online werben.

Wie viel das bringen kann, zeigt die Kanzlei Webersberger in Fürth. Vorher gab es nur den Eintrag im Telefonbuch und Empfehlungen. Heute steht auf der eigenen Website der Schwerpunkt Betreuungsrecht vorn, und laut Fallstudie nennt ChatGPT die Kanzlei für Betreuungsrecht in Fürth als besonders einschlägig. Welche Fehler deine eigene Startseite gerade Anfragen kosten, zeigt dir der kostenlose Website-Check in unter einer Minute. Mehr seriöse Verweise auf deine Seite findest du in Verlinkungen für Handwerker.

Häufige Fragen

Armin Franz sitzt lächelnd an einem Holztisch vor einem hellen Sprossenfenster

Armin Franz

Webdesigner für Handwerksbetriebe in Bayern

Ich baue Websites für Handwerksbetriebe und sorge dafür, dass sie bei Google und in KI-Suchen gefunden werden. In diesem Ratgeber schreibe ich auf, was ich aus Kundengesprächen und eigenen Projekten weiß.

Mehr über mich

Quellen

  1. Google Unternehmensprofil, abgerufen am 04.11.2026
  2. Google-Hilfe: Lokales Ranking bei Google verbessern, abgerufen am 04.11.2026
  3. IHK Frankfurt am Main: Adressbuchschwindel und Formularfalle, abgerufen am 04.11.2026
  4. Armin Franz: Fallstudien, abgerufen am 04.11.2026