Pressebereich, Downloads und Kataloge: Was gehört auf die Website?
Pressebereich und Downloads für Betriebe: welche PDFs sich lohnen, was in den Pressebereich gehört, wann Barrierefreiheit zählt, wie alles aktuell bleibt.
Auf die Website gehören nur Downloads, die Kunden vor oder nach dem Auftrag wirklich brauchen: Katalog, Preisliste, Datenblätter, Pflegehinweise, Checklisten. Ein Pressebereich lohnt sich, wenn Journalisten oder Partner über dich berichten sollen. Wichtige Inhalte gehören aber als Text auf die Seite, nicht nur ins PDF, und jede Datei braucht ein Datum.
In diesem Artikel
- Welche Downloads gehören auf eine Handwerker-Website?
- Sollen wichtige Inhalte als PDF oder als Text auf die Seite?
- Lohnt sich ein Pressebereich für kleine Betriebe?
- Was gehört in einen Pressebereich?
- Müssen PDFs auf der Website barrierefrei sein?
- Wie hältst du Downloads aktuell?
- Wie zeigst du Presseberichte, ohne anzugeben?
- Häufige Fragen
Welche Downloads gehören auf eine Handwerker-Website?
Nur solche, die Kunden vor oder nach dem Auftrag wirklich brauchen: Katalog oder Preisliste, Datenblätter, Pflegehinweise, Checklisten. Alles andere lenkt ab oder veraltet.
Wenn auf deiner Website ein Downloadbereich mit zwölf PDFs liegt, von denen die Hälfte Jahre alt ist, hilft das niemandem. Kunden finden nicht, was sie suchen, und stoßen auf Preise oder Produkte, die es nicht mehr gibt.
Ein guter Downloadbereich ist klein. Jede Datei beantwortet eine konkrete Frage, trägt ein Datum und ist am Handy lesbar. Und ein Pressebereich ist kein Prestigeobjekt, sondern ein Werkzeug, das dir Mails und Telefonate spart.
Welcher Download für wen?
| Download | Für wen | Achte auf |
|---|---|---|
| Katalog oder Prospekt | Kunden, die in Ruhe vergleichen wollen | Datum, aktuelle Produkte, kleine Dateigröße |
| Preisliste | Kunden mit Standardleistungen | Gültigkeitsdatum, Preise inklusive MwSt. für Privatkunden |
| Datenblätter und Zertifikate | Architekten, Gewerbekunden, Planer | aktuelle Fassung, Herkunft klar |
| Pflegehinweise | Kunden nach dem Auftrag | verständlich, mit Fotos |
| Checkliste zur Vorbereitung | Kunden vor dem Auftrag | eine Seite, zum Ausdrucken |
| Pressematerial | Journalisten, Kammern, Partner | Fotos in Druckqualität, Ansprechpartner |
Sollen wichtige Inhalte als PDF oder als Text auf die Seite?
Als Text auf die Seite. Google findet PDFs zwar, aber am Handy lesen sie sich schlecht, und Besucher landen ohne Menü und Anfrageknopf.
Google listet PDF offiziell als indexierbaren Dateityp. Das Problem ist nicht die Auffindbarkeit, sondern was danach passiert: Wer über Google direkt im PDF landet, sieht weder deine Leistungen noch einen Knopf zum Anfragen. Deshalb gilt: Die Seite ist das Original, das PDF die Kopie zum Mitnehmen.
Manchmal ist eine Funktion auf der Seite sogar besser als jedes PDF:
Lohnt sich ein Pressebereich für kleine Betriebe?
Ja, wenn Journalisten, Kammern, Partner oder Veranstalter über dich berichten sollen. Ein kleiner Bereich mit Steckbrief, Fotos und Ansprechpartner spart dir viele Rückfragen.
Was gehört in einen Pressebereich?
Ein kurzer Steckbrief, Fotos in Druckqualität mit Bildnachweis, das Logo, ein Ansprechpartner mit Telefonnummer und Links zu Berichten, die schon über dich erschienen sind.
Der Pressebereich in sechs Bausteinen
- Steckbrief: Name, Gewerk, Gründungsjahr, Inhaber, Mitarbeiterzahl, Einzugsgebiet, Besonderheit in einem Satz.
- Fotos: Inhaber, Team, Werkstatt, typische Arbeiten. In hoher Auflösung, mit Bildnachweis.
- Logo: als Vektordatei und als PNG.
- Ansprechpartner: Name, Telefon, E-Mail. Journalisten haben wenig Zeit.
- Berichte über dich: Titel, Medium, Datum und Link zum Original.
- Aktuelles: Jubiläum, Ausbildungsplätze, Auszeichnung, Projekt mit regionaler Bedeutung.
Gib nur Fotos frei, deren Nutzung du auch an die Presse weitergeben darfst, und kläre das mit deinem Fotografen. Für Fotos mit Mitarbeitern oder Kunden brauchst du deren Einwilligung, siehe Fotos von Kunden und Mitarbeitern zeigen. Zeitungsartikel verlinkst du besser, statt sie als Scan einzustellen.
Müssen PDFs auf der Website barrierefrei sein?
Für reine Informationsseiten von Handwerksbetrieben gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz laut ZDH nicht. Barrierearme PDFs sind trotzdem sinnvoll, weil mehr Menschen sie lesen können.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025 für bestimmte Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, also weniger als zehn Beschäftigte und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme, sind laut IHK ausgenommen. Anders kann es aussehen, wenn Verbraucher über deine Seite einen Vertrag schließen oder einen Termin buchen. Die Details stehen in Barrierefreiheit auf der Website.
So wird ein PDF barrierearm
- Mit Tags erstellen: Überschriften, Listen und Tabellen als solche auszeichnen, zum Beispiel beim Export aus Word.
- Lesereihenfolge prüfen: vor allem bei mehrspaltigen Prospekten.
- Alternativtexte: für Bilder und Grafiken, dekorative Bilder als solche markieren.
- Titel und Sprache: Dokumenttitel und Sprache in den Eigenschaften eintragen.
- Echter Text statt Scan: Ein eingescanntes Blatt kann weder ein Vorleseprogramm noch eine Suchmaschine lesen.
Dieser Abschnitt gibt einen allgemeinen Überblick, Stand 04.11.2026. Er ersetzt keine Beratung durch eine Anwältin oder einen Anwalt. Im Zweifel frag deine Handwerkskammer oder einen Fachanwalt.
Wie hältst du Downloads aktuell?
Jedes PDF bekommt ein Datum im Dateinamen und auf der ersten Seite. Einmal im Quartal prüfst du alle Dateien und löschst, was nicht mehr stimmt.
Eine veraltete Preisliste ist schlimmer als keine. Das erzeugt Diskussionen am Telefon und kostet Vertrauen. Was bei Preisangaben rechtlich gilt, steht in Preise auf der Website angeben. Wie du die Quartalsrunde in deine Routine einbaust, zeigt Website aktuell halten.
Wie zeigst du Presseberichte, ohne anzugeben?
Kurz und mit Beleg: Titel, Medium, Datum und Link zum Original. Presse wirkt am stärksten direkt neben der Leistung, um die es im Bericht geht.
Ein Bericht in der Lokalzeitung über deine Restaurierung gehört auf die Leistungsseite Restaurierung, nicht nur in den Pressebereich. Belege wirken dort, wo die Behauptung steht. Mehr dazu in Vertrauen auf der Website. Und wer lieber zeigt als schreibt, findet in Video auf der Website die Alternative zu langen Texten und Prospekten.
Du willst wissen, welche Downloads und welcher Pressebereich zu deinem Betrieb passen? Im Erstgespräch klären wir, für welche Arbeit dich Kunden finden sollen, was deine jetzige Seite davon schon schafft und welche Schritte du wirklich brauchst.
Häufige Fragen
Nur mit Erlaubnis des Herstellers, denn Texte und Bilder darin sind in der Regel geschützt. Viele Hersteller stellen Material für Händler und Partner bereit. Sicherer ist oft ein Link auf den Katalog beim Hersteller.
Ja, Google kann PDFs indexieren. Gib jedem PDF einen aussagekräftigen Dokumenttitel und echten Text statt eingescannter Seiten. Wichtige Inhalte sollten trotzdem zusätzlich als normale Seite auf deiner Website stehen.
Bei einer wirklich wertvollen Checkliste kann das sinnvoll sein. Frag dann nur das Nötigste ab, meist reicht die E-Mail-Adresse. Preislisten, Datenblätter und Pflegehinweise sollten dagegen frei zugänglich sein.
Nicht unbedingt. Eine Pressebereich-Seite mit Steckbrief, Ansprechpartner und einem Ordner mit Fotos zum Herunterladen ist meist praktischer, weil du sie jederzeit aktuell halten kannst.
So klein wie möglich. Exportiere Prospekte für die Website mit reduzierter Bildgröße und biete die Druckversion nur bei Bedarf an. Viele Besucher laden Dateien unterwegs über das Handy herunter.
Quellen
- Google Search Central: Von Google indexierbare Dateitypen, abgerufen am 04.11.2026
- ZDH: Praxis Recht, Barrierefreiheit von Webseiten (Stand August 2026), abgerufen am 04.11.2026
- IHK Gera: Welche Unternehmen fallen unter das BFSG?, abgerufen am 04.11.2026
- e-recht24: Digitale Barrierefreiheit für Handwerker, abgerufen am 04.11.2026
- Universität Potsdam: Hinweise zu barrierefreien PDF-Dokumenten, abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Fallstudien (Manufaktur Mücke), abgerufen am 04.11.2026