Zum Inhalt springen
Kosten und Angebot

Hosting für kleine Betriebe: Was ist nötig, was ist zu viel?

Hosting für kleine Unternehmen: Serverstandort, DSGVO-Vertrag, SSL, Backups und typische Kosten. Was ein Betrieb braucht und was zu viel ist.

Armin FranzAktualisiert am 8 Min. Lesezeit
Armin Franz im Anzug erklärt etwas mit offenen Händen vor einer Glasfassade
Kurz gesagt

Für eine kleine Firmenwebsite reicht normales Webhosting für etwa 5 bis 15 € im Monat. Wichtig sind Server in der EU, ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung, SSL, tägliche Backups und erreichbarer Support. Teures verwaltetes Hosting oder eigene Server brauchen Handwerksbetriebe nur in Ausnahmefällen.

In diesem Artikel
  1. Welches Hosting braucht ein kleiner Betrieb?
  2. Was kostet Hosting für eine Firmenwebsite?
  3. Muss der Server deiner Website in Deutschland stehen?
  4. Brauchst du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Hoster?
  5. Warum sind SSL und Backups bei jeder Website Pflicht?
  6. Welches Hosting ist für eine kleine Firmenwebsite zu viel?
  7. Macht schnelleres Hosting deine Website besser?
  8. Wie wechselst du den Hoster, ohne dass die Website ausfällt?
  9. Häufige Fragen

Welches Hosting braucht ein kleiner Betrieb?

Normales Webhosting mit Servern in der EU, SSL, Backups und Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Dafür reichen meist 5 bis 15 € im Monat.

Was dein Hosting können muss

  • Server in der EU: am einfachsten in Deutschland, dann gibt es beim Datenschutz die wenigsten Fragen.
  • Vertrag zur Auftragsverarbeitung: Der Hoster verarbeitet Daten deiner Besucher in deinem Auftrag. Dafür braucht es einen Vertrag.
  • SSL-Zertifikat: Die Seite läuft verschlüsselt über https. Bei vielen Hostern ist ein einfaches Zertifikat dabei.
  • Backups: Täglich, mit einfacher Wiederherstellung.
  • Postfächer: Ein paar Adressen mit deiner Domain, damit du kein Extra-Abo brauchst.
  • Erreichbarer Support: Auf Deutsch, per Telefon oder E-Mail.

Mehr brauchst du für eine Seite mit zehn bis dreißig Unterseiten in aller Regel nicht. Alles darüber hinaus ist Komfort oder für Shops und Portale gedacht.

Was kostet Hosting für eine Firmenwebsite?

Normales Webhosting kostet meist etwa 5 bis 15 € im Monat. Verwaltetes Hosting mit Betreuung liegt laut Richtwerten bei 15 bis 60 €.

Worauf du beim Tarif achtest

Worauf du beim Tarif achtest
MerkmalDarauf achtenWarum
Preis nach der AktionWas kostet der Tarif ab dem zweiten Jahr?Einstiegspreise gelten oft nur für einige Monate
LaufzeitMonatlich kündbar oder Mindestlaufzeit?Lange Laufzeiten binden dich auch bei Problemen
EinrichtungsgebührFällt eine einmalige Gebühr an?Macht kurze Laufzeiten teurer
DomainDauerhaft dabei oder nur im ersten Jahr?Sonst kommt ein Extra-Posten dazu
PostfächerWie viele, mit wie viel Speicher?Spart ein separates E-Mail-Abo
SSL-ZertifikatIm Tarif enthalten?Sonst zahlst du extra oder die Seite läuft ohne https
ServerstandortDeutschland oder EU?Macht den Datenschutz einfacher
Allgemeine Einordnung ohne Preise einzelner Anbieter. Prüf jeden Punkt im Tarifvergleich und im Kleingedruckten deines Anbieters.

Für einen kleinen Betrieb gilt: Speicherplatz ist kein Thema mehr. Eine Handwerker-Website mit Fotos braucht selten mehr als ein paar Gigabyte. Achte lieber auf den Preis nach der Aktion und darauf, ob Domain und Postfach dauerhaft dabei sind.

Muss der Server deiner Website in Deutschland stehen?

Gesetzlich nicht zwingend. Mit einem Server in Deutschland oder der EU machst du es dir beim Datenschutz aber am einfachsten, ohne Übermittlung in Drittländer.

Die DSGVO verlangt, dass dein Hoster ausreichende Garantien für den Schutz der Daten bietet. Steht der Server außerhalb der EU, kommen zusätzliche Regeln für die Übermittlung dazu. Für einen kleinen Betrieb ist ein deutscher oder europäischer Anbieter deshalb die entspanntere Wahl. Wie du das in deiner Datenschutzerklärung beschreibst, steht in Datenschutzerklärung für die Firmenwebsite.

Brauchst du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Hoster?

Ja. Dein Hoster verarbeitet Daten deiner Besucher, etwa IP-Adressen und Formulardaten, in deinem Auftrag. Dafür verlangt Art. 28 DSGVO einen Vertrag.

Nach Art. 28 Abs. 3 DSGVO regelt dieser Vertrag unter anderem Gegenstand, Dauer und Zweck der Verarbeitung und dass der Hoster nur nach deiner Weisung handelt. Die großen Hoster bieten den Vertrag meist zum Abschluss im Kundenmenü an. Lad ihn herunter und leg ihn ab, das dauert zwei Minuten.

Warum sind SSL und Backups bei jeder Website Pflicht?

SSL verschlüsselt die Verbindung, sonst warnen Browser vor deiner Seite. Backups retten dich, wenn etwas kaputtgeht oder die Seite gehackt wird.

Ein SSL-Zertifikat ist laut Sellwerk bei vielen Hostern kostenlos dabei, separat kostet es etwa 50 bis 200 € im Jahr. Für eine Firmenwebsite reicht das einfache. Bei Backups zählt nicht, ob es sie gibt, sondern ob du sie im Ernstfall schnell zurückspielen kannst. Frag deinen Hoster, wie das geht, bevor du es brauchst.

Bei WordPress ist das besonders wichtig: Patchstack zählte 2025 im WordPress-Umfeld 11.334 neue Schwachstellen. Mehr dazu in Website-Wartung: Was kostet sie und brauchst du sie?.

Welches Hosting ist für eine kleine Firmenwebsite zu viel?

Eigene Server, teures verwaltetes Hosting ohne Bedarf und Pakete mit hunderten Datenbanken. Für eine Handwerker-Website zahlst du dort für Leistung, die nie genutzt wird.

Hier zahlst du oft zu viel

  • Dedizierter Server: laut Sellwerk 80 bis 500 € im Monat. Für Firmenwebsites mit ein paar hundert Besuchern am Tag nicht nötig.
  • Verwaltetes Hosting ohne Grund: 15 bis 60 € im Monat lohnen sich nur, wenn niemand sonst die Technik betreut.
  • Riesige Pakete: 500 GB und 500 Datenbanken klingen gut, bringen aber keine einzige Anfrage mehr.
  • Hosting über die Agentur mit Aufschlag: Frag, was du für den Aufpreis bekommst. Betreuung ist ein guter Grund, ein reiner Weiterverkauf nicht.

Macht schnelleres Hosting deine Website besser?

Nur bis zu einem Punkt. Meist bremsen große Bilder, Skripte und Plugins mehr als der Server. Ein schlanker Aufbau bringt oft mehr.

Hier hat nicht der Hoster den Unterschied gemacht, sondern der Aufbau der Seite. Wie du die Geschwindigkeit deiner Seite selbst prüfst, steht in Website-Geschwindigkeit testen und verbessern.

Wie wechselst du den Hoster, ohne dass die Website ausfällt?

Neues Hosting einrichten, Website und Postfächer kopieren, testen, dann die Domain umziehen. Erst wenn alles läuft, kündigst du den alten Vertrag.

Hoster-Wechsel ohne Ausfall

  1. Bestand sichern

    Vollständiges Backup der Website und Export aller Postfächer.

  2. Neues Hosting einrichten

    Website hochladen, Postfächer anlegen, SSL aktivieren.

  3. Testen

    Seite über eine Vorschau-Adresse prüfen, Formular einmal echt absenden.

  4. Domain umziehen

    Mit dem AuthInfo-Code vom alten Anbieter. Details in Was kostet eine Domain und worauf musst du achten?.

  5. Altvertrag kündigen

    Erst wenn Website und E-Mails beim neuen Hoster laufen.

Du willst wissen, wo deine Seite heute steht? Der kostenlose Website-Check prüft deine Startseite ohne Anmeldung in unter einer Minute und zeigt dir, welche Fehler Anfragen kosten.

Häufige Fragen

Armin Franz sitzt lächelnd an einem Holztisch vor einem hellen Sprossenfenster

Armin Franz

Webdesigner für Handwerksbetriebe in Bayern

Ich baue Websites für Handwerksbetriebe und sorge dafür, dass sie bei Google und in KI-Suchen gefunden werden. In diesem Ratgeber schreibe ich auf, was ich aus Kundengesprächen und eigenen Projekten weiß.

Mehr über mich

Quellen

  1. Art. 28 DSGVO Auftragsverarbeiter, abgerufen am 04.11.2026
  2. Sellwerk: Was kostet eine Website für KMU?, Stand 17.08.2026, abgerufen am 04.11.2026
  3. Patchstack: State of WordPress Security in 2026, abgerufen am 04.11.2026
  4. Armin Franz: Fallstudien, abgerufen am 04.11.2026