Website-Wartung: Was kostet sie und brauchst du sie?
Website-Wartung: Was kostet sie im Monat, was gehört rein und wann brauchst du sie wirklich? Mit Preisspannen, Sicherheitszahlen und 30-Minuten-Routine.
Website-Wartung kostet laut Richtwerten meist 30 bis 80 € im Monat, mit Inhaltspflege bei Agenturen auch 100 € und mehr. Bei WordPress brauchst du sie, weil ständig Sicherheitslücken in Plugins auftauchen. Beim Homepage-Baukasten übernimmt der Anbieter die Technik, dort reicht meist die Pflege deiner Inhalte.
In diesem Artikel
- Was kostet Website-Wartung im Monat?
- Was gehört zur Wartung einer Website?
- Brauchst du überhaupt einen Wartungsvertrag?
- Was passiert, wenn du deine Website nicht wartest?
- Kannst du die Wartung deiner Website selbst machen?
- Woran erkennst du einen guten Wartungsvertrag?
- Was ist der Unterschied zwischen Wartung und Pflege?
- Häufige Fragen
Was kostet Website-Wartung im Monat?
Ein Wartungsvertrag kostet laut Richtwerten meist 30 bis 80 € im Monat. Mit Inhaltspflege sind es bei Agenturen auch 100 € und mehr.
Die Spannen stammen aus den genannten Ratgebern, abgerufen am 4. November 2026. Es sind Richtwerte, keine Statistik. Prüf vor dem Abschluss, was im Angebot konkret enthalten ist.
Was Wartung laut verschiedenen Quellen kostet
| Quelle | Preis im Monat | Was gemeint ist |
|---|---|---|
| Sellwerk-Ratgeber, 2026 | 30 bis 80 € | Wartungsvertrag für Updates, Backups und Sicherheit, netto |
| trusted.de, 2024 | 100 bis 400 € | Wartung und Pflege durch eine Agentur, optional |
Die Spanne ist groß, weil Wartung nicht gleich Wartung ist. Manche meinen damit nur, dass einmal im Monat jemand auf Aktualisieren klickt. Andere prüfen Formulare, testen Backups und pflegen neue Inhalte ein. Vergleich deshalb nie nur den Preis, sondern die Leistungsliste.
Was gehört zur Wartung einer Website?
Updates von System, Theme und Plugins, regelmäßige Backups, eine Sicherheitsprüfung, ein Funktionstest von Formularen und ein kurzer Blick auf Rechtstexte und Ladezeit.
Was ein guter Wartungsvertrag abdeckt
- Updates: System, Theme und Plugins, mit Test danach.
- Backups: täglich oder wöchentlich, mit geprüfter Wiederherstellung.
- Sicherheit: Überwachung auf bekannte Lücken und ungewöhnliche Zugriffe.
- Formulare testen: Kommt eine Testanfrage wirklich im Postfach an?
- Erreichbarkeit: Meldung, wenn die Seite ausfällt oder das SSL-Zertifikat abläuft.
- Kleine Änderungen: Öffnungszeiten, ein neues Foto, eine neue Stelle.
Brauchst du überhaupt einen Wartungsvertrag?
Bei WordPress und ähnlichen Systemen ja, außer du machst die Updates selbst. Beim Homepage-Baukasten übernimmt der Anbieter die Technik, da reicht meist Inhaltspflege.
Es hängt am System. Bei einem Baukasten wie Jimdo oder Wix kümmert sich der Anbieter um Server und Software, du zahlst dafür das Abo. Bei WordPress bist du selbst verantwortlich. Ein Vergleich der Systeme steht in WordPress, Baukasten oder Profi-System, die Kosten von WordPress im Detail in Was kostet eine WordPress-Website wirklich?.
Was passiert, wenn du deine Website nicht wartest?
Sicherheitslücken bleiben offen, Formulare fallen unbemerkt aus, und die Seite wird langsamer. Im schlimmsten Fall wird sie gehackt und verteilt Schadsoftware an deine Besucher.
Die Zahlen von Patchstack zeigen, warum das kein theoretisches Risiko ist: 2025 kamen im WordPress-Umfeld 11.334 neue Schwachstellen dazu, 91 % davon in Plugins. Bei 46 % gab es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch keine Lösung vom Entwickler. Stark ausgenutzte Lücken wurden im Median nach rund fünf Stunden massenhaft angegriffen.
Das zweite Risiko ist leiser. Ein Formular, das nach einem Update keine Mails mehr verschickt, merkt niemand. Bei Alpha Lackierungen kommt jede Online-Buchung als WhatsApp-Nachricht aufs Handy. Fällt so eine Verbindung aus, gehen Termine verloren, ohne dass es jemand sieht. Genau dafür ist ein regelmäßiger Funktionstest da.
Kannst du die Wartung deiner Website selbst machen?
Ja, wenn du dir einmal im Monat eine halbe Stunde nimmst und weißt, wie du ein Backup zurückspielst. Ohne dieses Wissen sind Updates ein Glücksspiel.
Deine Monatsroutine in 30 Minuten
- Backup machen
Vor jedem Update ein vollständiges Backup, und prüfen, dass es fertig ist.
- Updates einspielen
Erst Plugins und Theme, dann das System. Bei großen Versionssprüngen lieber einen Tag warten.
- Seite testen
Startseite, zwei Unterseiten und am Handy öffnen. Formular einmal echt absenden.
- Ungenutztes löschen
Plugins, die du nicht brauchst, deaktivieren und entfernen.
- Notieren
Datum und was du gemacht hast. Das hilft, wenn später etwas nicht stimmt.
Wie du die Seite inhaltlich frisch hältst, ohne viel Zeit zu verlieren, steht in Website aktuell halten: Was in 30 Minuten im Monat reicht.
Woran erkennst du einen guten Wartungsvertrag?
Die Leistungen stehen schriftlich drin, es gibt eine feste Reaktionszeit, du bekommst einen kurzen Bericht, und der Vertrag ist mit überschaubarer Frist kündbar.
Warnsignale im Wartungsvertrag
- Keine Leistungsliste: Für Wartung zahlen, ohne zu wissen, was gemacht wird.
- Kein Bericht: Du siehst nie, ob Updates eingespielt oder Backups getestet wurden.
- Lange Bindung: Mehrjährige Laufzeit ohne Kündigungsmöglichkeit.
- Änderungen nicht geregelt: Unklar, ob ein neuer Text im Preis ist oder extra kostet.
- Keine Reaktionszeit: Ist die Seite gehackt, wartest du im Zweifel tagelang.
Diese Punkte gehören auch ins ursprüngliche Angebot. Die vollständige Checkliste findest du in Webdesign-Angebot prüfen.
Was ist der Unterschied zwischen Wartung und Pflege?
Wartung hält die Technik sicher und funktionsfähig. Pflege hält die Inhalte aktuell. Beides ist wichtig, wird aber oft getrennt angeboten und abgerechnet.
Technik ohne Pflege heißt: Die Seite läuft, erzählt aber von Leistungen, die du nicht mehr anbietest, und zeigt Fotos von vor fünf Jahren. Pflege ohne Technik heißt: Die Inhalte sind frisch, aber die Seite ist angreifbar. Eine Seite, die nie wieder angefasst wird, verliert an Wert. Kläre deshalb, wer sich um was kümmert.
Welche Kosten für Wartung im Gesamtbild deiner Website stehen, zeigt Welche laufenden Kosten hat eine Website im Monat?. Und wie ich das bei meinen Projekten löse, besprechen wir am besten im Erstgespräch.
Häufige Fragen
Meist wird nach Aufwand abgerechnet. Sellwerk nennt Stundensätze von 60 bis 120 € beim Freelancer und 80 bis 150 € bei Agenturen. Frag vorher, in welchen Schritten abgerechnet wird und ob es einen Mindestbetrag gibt.
Für eine Firmenwebsite, die sich selten ändert, reicht oft ein tägliches automatisches Backup beim Hoster plus eines vor jedem Update. Wichtig ist, dass mehrere ältere Stände aufbewahrt werden und du weißt, wie du eines zurückspielst.
Nur wenn es vereinbart ist. Ohne Wartungsvertrag endet seine Pflicht meist mit der Abnahme. Kläre deshalb schon im Angebot, wer sich nach dem Start um Updates und Sicherheit kümmert.
Für die Technik nicht, die übernimmt der Anbieter. Sinnvoll kann aber ein Pflegevertrag sein, wenn du selbst keine Zeit für neue Inhalte, Fotos oder Stellenanzeigen hast.
Das hängt von Laufzeit und Kündigungsfrist im Vertrag ab. Achte schon beim Abschluss auf eine überschaubare Frist und darauf, dass du bei Kündigung alle Zugänge und ein aktuelles Backup bekommst.
Quellen
- Sellwerk: Was kostet eine Website für KMU?, Stand 17.08.2026, abgerufen am 04.11.2026
- trusted.de: Website-Kosten, Stand 15.04.2024, abgerufen am 04.11.2026
- Patchstack: State of WordPress Security in 2026, abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Was kostet eine Website?, abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Fallstudien, abgerufen am 04.11.2026