WordPress, Baukasten oder Profi-System: Was passt zu deinem Betrieb?
WordPress oder Baukasten? Sachlicher Vergleich für Betriebe: Kosten, Pflegeaufwand, Freiheit und Umzug. Mit fünf Fragen, die dir die Wahl leichter machen.
Ein Baukasten passt, wenn du selbst eine einfache Seite bauen willst und wenig Technik möchtest. WordPress passt, wenn du viel Freiheit brauchst und jemand Updates und Sicherungen zuverlässig übernimmt. Ein betreutes Profi-System passt, wenn du Anfragen willst, aber keine Zeit für Technik hast. Am Ende zählt, wer sich kümmert.
In diesem Artikel
- WordPress, Baukasten oder Profi-System: Was passt zu meinem Betrieb?
- Wie verbreitet sind WordPress und Baukästen?
- Was kostet ein Baukasten im Vergleich zu WordPress?
- Wie viel Pflege braucht WordPress wirklich?
- Kann ich später das System wechseln?
- Was ist mit einem betreuten Profi-System gemeint?
- Worauf kommt es mehr an als auf das System?
- Häufige Fragen
WordPress, Baukasten oder Profi-System: Was passt zu meinem Betrieb?
Baukasten, wenn du selbst einfach bauen willst. WordPress, wenn du Freiheit brauchst und jemand pflegt. Ein betreutes System, wenn du Anfragen willst, aber keine Technik.
Wenn du dich zwischen WordPress, Wix, Jimdo und einem Angebot vom Webdesigner entscheiden sollst, hörst du von jedem etwas anderes. Der eine schwört auf WordPress, der nächste baut alles im Baukasten, und jeder Anbieter findet sein eigenes System am besten.
Ich mache es dir einfacher. Die Frage ist nicht, welches System das beste ist. Die Frage ist, wer sich darum kümmert, und wie viel Zeit du selbst hineinstecken willst.
Wie verbreitet sind WordPress und Baukästen?
Laut W3Techs läuft WordPress auf 39,5 Prozent aller Websites, Wix auf 5,3 und Jimdo auf 0,3 Prozent. Verbreitung sagt aber wenig über Eignung.
Die Zahlen stammen vom 4. November 2026 und gelten weltweit. Dass so viele Seiten mit WordPress laufen, heißt vor allem: Es gibt viele Erweiterungen und viele Dienstleister. Es heißt nicht, dass WordPress für einen Betrieb mit drei Mitarbeitern automatisch richtig ist.
Die drei Wege im Überblick
| Kriterium | Baukasten | WordPress | Betreutes Profi-System |
|---|---|---|---|
| Wer baut | meist du selbst | du oder ein Dienstleister | dein Webdesigner |
| Technik und Updates | macht der Anbieter | musst du selbst oder ein Dienstleister erledigen | macht der Anbieter |
| Gestaltungsfreiheit | im Rahmen der Vorlagen | sehr hoch, über Themes und Plugins | hoch, individuell gebaut |
| Laufender Aufwand für dich | Inhalte pflegen | Inhalte plus Updates oder Wartungsvertrag | Material liefern |
| Umzug zu anderem Anbieter | Design bleibt meist zurück | ganze Installation umziehbar | je nach Vertrag und System |
| Passt, wenn | du Zeit hast und eine einfache Seite willst | du viele Sonderfunktionen brauchst | du Anfragen willst, aber keine Technik |
Was kostet ein Baukasten im Vergleich zu WordPress?
Baukästen kosten meist einen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Eurobetrag im Monat. WordPress selbst ist frei, dazu kommen Hosting, Theme, Plugins und Wartung.
Viele Einstiegspreise gelten nur für die ersten Monate. Vergleich deshalb immer den regulären Monatspreis danach und prüf, ob Domain und Postfach dauerhaft dabei sind. Was eine WordPress-Seite über die Jahre kostet, steht in Was kostet eine WordPress-Website?.
WordPress ist Open-Source-Software unter der GPL-Lizenz. Die Software selbst kostet also nichts. Die Kosten stecken in Hosting, Premium-Themes, kostenpflichtigen Plugins und in der Zeit für Pflege. Eine ehrliche Aufstellung steht in Was kostet eine WordPress-Website.
Wie viel Pflege braucht WordPress wirklich?
Regelmäßige Updates von WordPress, Theme und Plugins, ungenutzte Plugins löschen und Sicherungen anlegen. Ältere Versionen bekommen laut WordPress keine Sicherheitsupdates mehr.
Das steht so in der offiziellen WordPress-Dokumentation zur Absicherung. Für dich heißt das: Entweder du kümmerst dich selbst regelmäßig darum, oder du schließt einen Wartungsvertrag ab. Eine WordPress-Seite ohne Pflege ist ein Risiko, keine Ersparnis.
Was Wartung kostet und wann sie sich lohnt, steht in Website-Wartung: Was kostet sie. Was du selbst monatlich tun solltest, egal mit welchem System, in Website aktuell halten.
Kann ich später das System wechseln?
Die Domain nimmst du mit. Das Design eines Baukastens meist nicht, WordPress ziehst du komplett um. Texte und Fotos solltest du immer selbst gespeichert haben.
Was ist mit einem betreuten Profi-System gemeint?
Ein gehostetes System, das dein Webdesigner einrichtet und betreut. Server, Updates und Sicherungen liegen beim Anbieter, du lieferst Inhalte und bekommst Änderungen erledigt.
So arbeite ich selbst: Ich baue auf einer gehosteten Plattform, bei der ich keine Plugins aktualisieren muss. Meine Zeit geht in Texte, Aufbau und Anfragewege statt in Sicherheitsupdates. Der Nachteil ehrlich dazu: Du bist an die Plattform gebunden, deshalb gehört in den Vertrag, dass Domain und Inhalte dir gehören.
Worauf kommt es mehr an als auf das System?
Auf Texte, echte Fotos, eine Seite pro Leistung und jemanden, der sich kümmert. Ein gutes System mit schwachen Inhalten bringt keine Anfragen.
Die Entscheidung in fünf Fragen
- Wie viel Zeit hast du im Monat?
Unter einer Stunde: Lass bauen und betreuen. Mehrere Abende: Ein Baukasten kann reichen.
- Was soll die Seite können?
Visitenkarte, Anfragen, Terminbuchung, Stellenanzeigen, Shop? Je mehr, desto wichtiger ist ein Profi.
- Wer kümmert sich um Updates?
Bei WordPress muss diese Frage beantwortet sein, bevor du startest.
- Wem gehören Domain und Inhalte?
Dir. Lass dir das schriftlich bestätigen, egal welches System.
- Was kostet es über drei Jahre?
Einmalig plus laufend, nicht nur der Einstiegspreis.
Warum eine Seite pro Leistung so viel ausmacht, steht in Leistungsseiten. Und was eine Website vom Profi in welcher Preisklasse kostet, zeige ich offen auf Was kostet eine Website: vier Preisklassen ehrlich einsortiert, dazu sieben Warnsignale, an denen du schlechte Angebote erkennst.
Häufige Fragen
Nicht von sich aus. Die meisten Probleme entstehen durch veraltete Plugins und Themes oder fehlende Updates. Wer WordPress, Theme und Plugins aktuell hält, ungenutzte Plugins löscht und regelmäßig sichert, senkt das Risiko deutlich.
Ja, technisch ist das möglich. Was zählt, sind die Inhalte: eine Seite pro Leistung, gute Titel und Beschreibungen, echte Fotos und ein gepflegtes Google-Profil. Fehlt das, hilft auch das beste System nicht.
Für Texte und Bilder nicht. Für Einrichtung, Sicherheit, Geschwindigkeit und saubere Updates ist ein erfahrener Dienstleister aber sinnvoll, wenn du dich selbst nicht damit beschäftigen willst.
Deine Texte und Fotos gehören dir. Design und Technik bleiben beim Anbieter. Endet das Abo, ist die Seite in der Regel offline. Speichere deine Inhalte deshalb immer auch außerhalb des Baukastens.
CMS steht für Content-Management-System, also ein Programm, mit dem du Inhalte einer Website ohne Programmierkenntnisse bearbeitest. WordPress ist ein CMS, Baukästen wie Wix oder Jimdo bringen ihr eigenes mit.
Quellen
- W3Techs: Usage statistics of content management systems, abgerufen am 04.11.2026
- WordPress.org: About (Open Source, GPL), abgerufen am 04.11.2026
- WordPress Developer Resources: Hardening WordPress, abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Fallstudien (Kanzlei Webersberger), abgerufen am 04.11.2026