Suchbegriffe und Keywords finden: Wonach deine Kunden wirklich suchen
Keywords finden ohne teure Tools: Kundengespräche, Google-Autovervollständigung, Search Console und Keyword-Planer. Mit Vorlage für deine Begriffsliste.
Die besten Suchbegriffe findest du an vier Stellen: in den Fragen, die Kunden dir am Telefon stellen, in Googles Autovervollständigung, in der Search Console deiner Website und im kostenlosen Keyword-Planer von Google Ads. Ordne jeden Begriff genau einer Seite zu: Kaufabsicht auf die Leistungsseite, Fragen in einen Ratgeber.
In diesem Artikel
- Wie finde ich die Suchbegriffe meiner Kunden?
- Warum sind Kundengespräche die beste Quelle?
- Wie nutze ich die Google-Autovervollständigung?
- Was zeigt mir die Search Console über Suchbegriffe?
- Ist der Google Keyword-Planer kostenlos?
- Welche Suchbegriffe bringen wirklich Aufträge?
- Wie viele Suchbegriffe gehören auf eine Seite?
- Fachbegriff oder Kundensprache: Was nehme ich?
- Häufige Fragen
Wie finde ich die Suchbegriffe meiner Kunden?
An vier Stellen: in Kundengesprächen, in Googles Autovervollständigung, in der Search Console deiner Website und im kostenlosen Keyword-Planer. Teure Tools brauchst du dafür nicht.
Ein typisches Problem auf Handwerker-Websites ist nicht ein fehlendes Keyword-Tool. Es ist die falsche Sprache. Auf der Seite steht „Elektroinstallation nach DIN VDE“, der Kunde sucht „Steckdose geht nicht mehr“. Beides beschreibt dieselbe Arbeit, nur eins davon wird gesucht.
Darum fängst du nicht beim Tool an, sondern beim Telefon.
Warum sind Kundengespräche die beste Quelle?
Weil Kunden am Telefon die Wörter benutzen, die sie auch bei Google eintippen. Die drei Fragen vor jeder Zusage sind fast immer gute Suchbegriffe.
Notiere eine Woche lang
- Wie beschreibt der Kunde sein Problem? Wörtlich, nicht übersetzt in Fachsprache.
- Was fragt er vor der Zusage? Typisch: Was kostet das, wie lange dauert es, wann habt ihr Zeit?
- Was ist sein größter Einwand? Zu teuer, zu viel Dreck, schlechte Erfahrung mit dem letzten Betrieb.
- Wo kommt er her? Ortsnamen, die immer wieder fallen.
Wie nutze ich die Google-Autovervollständigung?
Tipp deine Leistung in die Google-Suche und schau, was Google vorschlägt. Laut Google spiegeln die Vorschläge echte Suchanfragen wider und berücksichtigen Sprache und Standort.
So gehst du vor
- Leistung eintippen
Zum Beispiel „Wallbox“ und kurz warten, ohne Enter.
- Ergänzen
„Wallbox Kosten“, „Wallbox Förderung“, „Wallbox installieren lassen“. Jedes Mal notieren, was vorgeschlagen wird.
- Ort dazu
„Wallbox installieren Bayreuth“ zeigt, ob mit Ortsnamen gesucht wird.
- Ähnliche Fragen
In den Suchergebnissen zeigt Google oft einen Block mit weiteren Fragen. Auch die notieren.
Die Autovervollständigung sagt dir, dass etwas gesucht wird, nicht wie oft. Google schreibt selbst, dass auch wachsendes Interesse an einem Thema eine Rolle spielen kann. Für eine grobe Menge nimmst du den Keyword-Planer.
Was zeigt mir die Search Console über Suchbegriffe?
Bei welchen echten Suchanfragen deine Website schon erschien, wie oft und mit wie vielen Klicks. Für diese Begriffe hält Google dich bereits für passend.
Das ist der wertvollste Fundort, weil er nichts schätzt. Im Leistungsbericht siehst du unter Suchanfragen die Begriffe. Mit einem Filter für Fragewörter findest du sogar die Fragen, mit denen Leute auf deiner Seite gelandet sind. Die Anleitung mit dem fertigen Filter steht in Google Search Console einrichten.
Bei kleinen Websites ist die Liste kurz. Meine eigene Seite hatte in 16 Monaten 7.046 Impressionen, fast nur für lokale Suchen. Dann ergänzt du mit Autovervollständigung und Kundengesprächen.
Ist der Google Keyword-Planer kostenlos?
Ja. Google bezeichnet ihn als kostenlos. Er gehört zu Google Ads, du brauchst also ein Ads-Konto. Er zeigt Ideen, ungefähre monatliche Suchanfragen und Gebotsschätzungen.
Für Betriebe reicht er, um grob zu sehen, ob „Badsanierung“ oder „Bad renovieren“ häufiger gesucht wird. Die Zahlen sind für Werbung gedacht, nicht als exakte Statistik. Nimm sie als Richtung, nicht als Wahrheit.
Welche Suchbegriffe bringen wirklich Aufträge?
Begriffe mit Kaufabsicht, also Leistung plus Ort, Kosten oder „lassen“. Fragen ohne Kaufabsicht bringen Vertrauen und Sichtbarkeit, aber selten sofort einen Auftrag.
Zwei Arten von Suchbegriffen
| Kaufabsicht | Frage oder Information | |
|---|---|---|
| Beispiel | Wallbox installieren lassen Kulmbach | Wie viel kW braucht eine Wallbox? |
| Wer sucht | Jemand, der jetzt einen Betrieb sucht | Jemand, der sich erst informiert |
| Gehört auf | Deine Leistungsseite | Einen Ratgeber oder die häufigen Fragen |
| Verlinkung | Ziel aller Ratgeber zu diesem Thema | Verlinkt hinauf auf die Leistungsseite |
Wie viele Suchbegriffe gehören auf eine Seite?
Ein Hauptbegriff pro Seite, dazu ein paar natürliche Varianten. Jeder Hauptbegriff gehört auf genau eine Seite, sonst konkurrieren deine eigenen Seiten miteinander.
Schreib dir eine einfache Tabelle: Seite, Hauptbegriff, Art der Seite. Der Hauptbegriff gehört in den Seitentitel, die Hauptüberschrift und die ersten Sätze. Wie ein guter Titel aussieht, steht in Seitentitel und Beschreibung. Wie du daraus die Struktur deiner Website baust, in SEO für Handwerker.
Fachbegriff oder Kundensprache: Was nehme ich?
Kundensprache in Überschrift und Einstieg, den Fachbegriff erklärt im Text. So findet dich der Laie, und der Kenner sieht, dass du weißt, wovon du redest.
Ein Beispiel: Überschrift „Wallbox installieren lassen“, im Text dann „Ladestation nach Norm, angemeldet beim Netzbetreiber“. Die Fragen, die du gesammelt hast, kommen als häufige Fragen ans Ende der Seite. Warum das auch für KI-Suchen zählt, steht in FAQ auf der Website.
Leg deine fertige Begriffsliste neben deine Website: Zu jedem wichtigen Begriff sollte es eine passende Seite geben. Welche Fehler deine Startseite außerdem Anfragen kosten, zeigt dir der kostenlose Website-Check in unter einer Minute.
Häufige Fragen
Für einen Handwerksbetrieb meistens nicht. Kundengespräche, Autovervollständigung, Search Console und Keyword-Planer decken das Wesentliche ab. Kostenpflichtige Tools lohnen sich eher für Agenturen oder große Websites mit vielen Seiten.
Nein. Google erkennt viele Tippfehler und Varianten selbst. Absichtlich falsch geschriebene Wörter auf der Website wirken auf Kunden unprofessionell und bringen dir keinen erkennbaren Vorteil.
Einmal im Monat einen Blick in die Search Console und einmal im Jahr die ganze Liste durchgehen. Neue Leistungen, neue Förderungen oder neue Technik bringen oft neue Suchbegriffe mit sich.
Dann suchen Kunden meist nach dem Problem statt nach der Lösung. Ein Smart-Home-Betrieb wird vielleicht seltener direkt gesucht, aber oft über Fragen wie Heizkosten sparen oder Rollläden automatisch steuern gefunden.
Quellen
- Google Blog: Google Suche 101, wie automatische Vervollständigungen entstehen, Beitrag vom 05.07.2021, abgerufen am 04.11.2026
- Google Business: Keyword-Planer von Google Ads nutzen, abgerufen am 04.11.2026
- Search Console Help: Performance report (Search results), abgerufen am 04.11.2026
- Google Search Central: SEO-Leitfaden für Einsteiger, abgerufen am 04.11.2026