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Google und lokal gefunden werden

Suchbegriffe und Keywords finden: Wonach deine Kunden wirklich suchen

Keywords finden ohne teure Tools: Kundengespräche, Google-Autovervollständigung, Search Console und Keyword-Planer. Mit Vorlage für deine Begriffsliste.

Armin FranzAktualisiert am 6 Min. Lesezeit
Armin Franz steht nachdenklich vor bunten Häusern in der Altstadt
Kurz gesagt

Die besten Suchbegriffe findest du an vier Stellen: in den Fragen, die Kunden dir am Telefon stellen, in Googles Autovervollständigung, in der Search Console deiner Website und im kostenlosen Keyword-Planer von Google Ads. Ordne jeden Begriff genau einer Seite zu: Kaufabsicht auf die Leistungsseite, Fragen in einen Ratgeber.

In diesem Artikel
  1. Wie finde ich die Suchbegriffe meiner Kunden?
  2. Warum sind Kundengespräche die beste Quelle?
  3. Wie nutze ich die Google-Autovervollständigung?
  4. Was zeigt mir die Search Console über Suchbegriffe?
  5. Ist der Google Keyword-Planer kostenlos?
  6. Welche Suchbegriffe bringen wirklich Aufträge?
  7. Wie viele Suchbegriffe gehören auf eine Seite?
  8. Fachbegriff oder Kundensprache: Was nehme ich?
  9. Häufige Fragen

Wie finde ich die Suchbegriffe meiner Kunden?

An vier Stellen: in Kundengesprächen, in Googles Autovervollständigung, in der Search Console deiner Website und im kostenlosen Keyword-Planer. Teure Tools brauchst du dafür nicht.

Ein typisches Problem auf Handwerker-Websites ist nicht ein fehlendes Keyword-Tool. Es ist die falsche Sprache. Auf der Seite steht „Elektroinstallation nach DIN VDE“, der Kunde sucht „Steckdose geht nicht mehr“. Beides beschreibt dieselbe Arbeit, nur eins davon wird gesucht.

Darum fängst du nicht beim Tool an, sondern beim Telefon.

Warum sind Kundengespräche die beste Quelle?

Weil Kunden am Telefon die Wörter benutzen, die sie auch bei Google eintippen. Die drei Fragen vor jeder Zusage sind fast immer gute Suchbegriffe.

Notiere eine Woche lang

  • Wie beschreibt der Kunde sein Problem? Wörtlich, nicht übersetzt in Fachsprache.
  • Was fragt er vor der Zusage? Typisch: Was kostet das, wie lange dauert es, wann habt ihr Zeit?
  • Was ist sein größter Einwand? Zu teuer, zu viel Dreck, schlechte Erfahrung mit dem letzten Betrieb.
  • Wo kommt er her? Ortsnamen, die immer wieder fallen.

Wie nutze ich die Google-Autovervollständigung?

Tipp deine Leistung in die Google-Suche und schau, was Google vorschlägt. Laut Google spiegeln die Vorschläge echte Suchanfragen wider und berücksichtigen Sprache und Standort.

So gehst du vor

  1. Leistung eintippen

    Zum Beispiel „Wallbox“ und kurz warten, ohne Enter.

  2. Ergänzen

    „Wallbox Kosten“, „Wallbox Förderung“, „Wallbox installieren lassen“. Jedes Mal notieren, was vorgeschlagen wird.

  3. Ort dazu

    „Wallbox installieren Bayreuth“ zeigt, ob mit Ortsnamen gesucht wird.

  4. Ähnliche Fragen

    In den Suchergebnissen zeigt Google oft einen Block mit weiteren Fragen. Auch die notieren.

Vorschläge sind keine Zahlen

Die Autovervollständigung sagt dir, dass etwas gesucht wird, nicht wie oft. Google schreibt selbst, dass auch wachsendes Interesse an einem Thema eine Rolle spielen kann. Für eine grobe Menge nimmst du den Keyword-Planer.

Was zeigt mir die Search Console über Suchbegriffe?

Bei welchen echten Suchanfragen deine Website schon erschien, wie oft und mit wie vielen Klicks. Für diese Begriffe hält Google dich bereits für passend.

Das ist der wertvollste Fundort, weil er nichts schätzt. Im Leistungsbericht siehst du unter Suchanfragen die Begriffe. Mit einem Filter für Fragewörter findest du sogar die Fragen, mit denen Leute auf deiner Seite gelandet sind. Die Anleitung mit dem fertigen Filter steht in Google Search Console einrichten.

Bei kleinen Websites ist die Liste kurz. Meine eigene Seite hatte in 16 Monaten 7.046 Impressionen, fast nur für lokale Suchen. Dann ergänzt du mit Autovervollständigung und Kundengesprächen.

Ist der Google Keyword-Planer kostenlos?

Ja. Google bezeichnet ihn als kostenlos. Er gehört zu Google Ads, du brauchst also ein Ads-Konto. Er zeigt Ideen, ungefähre monatliche Suchanfragen und Gebotsschätzungen.

Für Betriebe reicht er, um grob zu sehen, ob „Badsanierung“ oder „Bad renovieren“ häufiger gesucht wird. Die Zahlen sind für Werbung gedacht, nicht als exakte Statistik. Nimm sie als Richtung, nicht als Wahrheit.

Welche Suchbegriffe bringen wirklich Aufträge?

Begriffe mit Kaufabsicht, also Leistung plus Ort, Kosten oder „lassen“. Fragen ohne Kaufabsicht bringen Vertrauen und Sichtbarkeit, aber selten sofort einen Auftrag.

Zwei Arten von Suchbegriffen

Zwei Arten von Suchbegriffen
KaufabsichtFrage oder Information
BeispielWallbox installieren lassen KulmbachWie viel kW braucht eine Wallbox?
Wer suchtJemand, der jetzt einen Betrieb suchtJemand, der sich erst informiert
Gehört aufDeine LeistungsseiteEinen Ratgeber oder die häufigen Fragen
VerlinkungZiel aller Ratgeber zu diesem ThemaVerlinkt hinauf auf die Leistungsseite
Ausgedachte Beispiele. Grundsatz aus meiner Arbeit: Kein Suchbegriff wird auf zwei Seiten gleichzeitig bedient.

Wie viele Suchbegriffe gehören auf eine Seite?

Ein Hauptbegriff pro Seite, dazu ein paar natürliche Varianten. Jeder Hauptbegriff gehört auf genau eine Seite, sonst konkurrieren deine eigenen Seiten miteinander.

Schreib dir eine einfache Tabelle: Seite, Hauptbegriff, Art der Seite. Der Hauptbegriff gehört in den Seitentitel, die Hauptüberschrift und die ersten Sätze. Wie ein guter Titel aussieht, steht in Seitentitel und Beschreibung. Wie du daraus die Struktur deiner Website baust, in SEO für Handwerker.

Fachbegriff oder Kundensprache: Was nehme ich?

Kundensprache in Überschrift und Einstieg, den Fachbegriff erklärt im Text. So findet dich der Laie, und der Kenner sieht, dass du weißt, wovon du redest.

Ein Beispiel: Überschrift „Wallbox installieren lassen“, im Text dann „Ladestation nach Norm, angemeldet beim Netzbetreiber“. Die Fragen, die du gesammelt hast, kommen als häufige Fragen ans Ende der Seite. Warum das auch für KI-Suchen zählt, steht in FAQ auf der Website.

Leg deine fertige Begriffsliste neben deine Website: Zu jedem wichtigen Begriff sollte es eine passende Seite geben. Welche Fehler deine Startseite außerdem Anfragen kosten, zeigt dir der kostenlose Website-Check in unter einer Minute.

Häufige Fragen

Armin Franz sitzt lächelnd an einem Holztisch vor einem hellen Sprossenfenster

Armin Franz

Webdesigner für Handwerksbetriebe in Bayern

Ich baue Websites für Handwerksbetriebe und sorge dafür, dass sie bei Google und in KI-Suchen gefunden werden. In diesem Ratgeber schreibe ich auf, was ich aus Kundengesprächen und eigenen Projekten weiß.

Mehr über mich

Quellen

  1. Google Blog: Google Suche 101, wie automatische Vervollständigungen entstehen, Beitrag vom 05.07.2021, abgerufen am 04.11.2026
  2. Google Business: Keyword-Planer von Google Ads nutzen, abgerufen am 04.11.2026
  3. Search Console Help: Performance report (Search results), abgerufen am 04.11.2026
  4. Google Search Central: SEO-Leitfaden für Einsteiger, abgerufen am 04.11.2026