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Gewerke

Website für Elektriker: Was sie braucht, damit das Telefon klingelt

Welche Seiten eine Elektriker-Website braucht, welche Fragen Kunden vorher stellen und wie Anfragen direkt aufs Handy kommen. Mit Checkliste und Beispiel.

Armin FranzAktualisiert am 7 Min. Lesezeit
Armin Franz hält einen Farbfächer in die Landschaft am Fluss
Kurz gesagt

Eine Website für Elektriker braucht eine eigene Seite pro Leistung, also Wallbox, Photovoltaik, Smart Home und Elektroinstallation, dazu eine Telefonnummer, die am Handy direkt wählt, und echte Fotos vom Team. Anfragen sollten sofort auf deinem Handy landen. Ein schönes Design allein bringt keinen einzigen Anruf.

In diesem Artikel
  1. Was braucht eine Website für Elektriker, damit Kunden anrufen?
  2. Welche Leistungsseiten braucht ein Elektrobetrieb?
  3. Welche Fragen stellen Kunden, bevor sie einen Elektriker anrufen?
  4. Warum ist der Eintrag im Installateurverzeichnis ein Verkaufsargument?
  5. Wie kommen Anfragen von der Website direkt aufs Handy?
  6. Was kostet eine Website für einen Elektrobetrieb?
  7. Welche Fehler kosten Elektriker die meisten Anfragen?
  8. Lohnt sich eine Spezialisierung auf der Website?
  9. Häufige Fragen

Was braucht eine Website für Elektriker, damit Kunden anrufen?

Du bist Elektriker und das Telefon bleibt trotz Website still? Meist fehlen eigene Leistungsseiten, eine klickbare Nummer und echte Fotos statt Stockbildern.

Wer einen Elektriker sucht, hat selten Zeit. Die Sicherung fliegt, die Wallbox soll vor der Lieferung des E-Autos hängen, oder der Bauherr braucht ein Angebot für die Elektroinstallation. Diese Leute scannen deine Seite in wenigen Sekunden und entscheiden dann: anrufen oder zurück zu Google.

Darum zählt nicht, wie modern die Seite aussieht, sondern ob sie drei Fragen sofort beantwortet: Macht ihr das? Kommt ihr zu mir? Wie erreiche ich euch jetzt?

Diese Bausteine gehören auf jede Elektriker-Website

  • Klare Überschrift: "Elektriker in Neumarkt und 25 km Umkreis" statt "Willkommen bei Elektro Müller".
  • Klickbare Telefonnummer: oben rechts, auf dem Handy mit einem Tipp gewählt.
  • Einzugsgebiet: Orte namentlich nennen, in denen du arbeitest.
  • Leistungsseiten: jede Leistung eine eigene Unterseite mit eigenem Titel.
  • Echte Fotos: du, dein Team, dein Transporter, ein sauber verdrahteter Zählerschrank.
  • Kurzes Formular: Name, Telefonnummer, Anliegen. Mehr nicht.

Welche Leistungsseiten braucht ein Elektrobetrieb?

Jede Leistung, für die du mehr Aufträge willst, bekommt eine eigene Seite. Typisch sind Wallbox, Photovoltaik mit Speicher, Smart Home, Elektroinstallation und Prüfungen.

Leistungsseiten im Überblick

Leistungsseiten im Überblick
LeistungsseiteWer sucht danachWas auf die Seite muss
WallboxE-Auto-Fahrer, oft kurz vor der LieferungAblauf vom Vor-Ort-Termin bis zur Anmeldung beim Netzbetreiber, typische Dauer
Photovoltaik und SpeicherHausbesitzer, die rechnenWas du selbst machst und was ein Partner macht, Fotos echter Anlagen
Smart HomeBauherren und TechnikfansWelche Systeme du kannst, Beispiel eines umgesetzten Hauses
Elektroinstallation AltbauKäufer älterer HäuserWann eine Sanierung nötig ist, wie lange das Haus ohne Strom ist
Prüfung und E-CheckVermieter, GewerbeWas geprüft wird, was du danach schriftlich bekommst
Gewerbe und GebäudetechnikHausverwaltungen, BetriebeAnsprechpartner, Referenzobjekte, Reaktionszeit
Beispielhafte Aufteilung. Welche Seiten du wirklich brauchst, hängt davon ab, welche Aufträge du mehr willst.

Eine Seite, die alles auf einmal anbietet, rankt für nichts davon. Warum das so ist und wie du die Seiten aufbaust, steht im Ratgeber zu Leistungsseiten.

Welche Fragen stellen Kunden, bevor sie einen Elektriker anrufen?

Meist sind es dieselben fünf: Macht ihr auch kleine Aufträge, wann habt ihr Zeit, was kostet die Anfahrt, muss das angemeldet werden, und wer kommt?

Jede dieser Fragen, die deine Seite schon beantwortet, spart dir ein Telefonat. Ein Beispiel: Wer eine Wallbox will, fragt fast immer, ob man die anmelden muss. Die Antwort steht in der Niederspannungsanschlussverordnung. Nach § 19 NAV müssen Ladeeinrichtungen dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme mitgeteilt werden. Liegt die Leistung je Anlage über 12 kVA, braucht es vorher seine Zustimmung.

Schreib so etwas in einfachen Worten auf deine Wallbox-Seite, mit dem Satz: "Die Anmeldung übernehmen wir für dich." Das ist ein Grund, dich anzurufen und nicht den Elektromarkt.

Warum ist der Eintrag im Installateurverzeichnis ein Verkaufsargument?

Weil an der Hausanlage grundsätzlich nur Betriebe arbeiten dürfen, die bei einem Netzbetreiber eingetragen sind. Das unterscheidet dich sichtbar von Bastlern und Billiganbietern.

Zeig, was dich von Bastlern unterscheidet

Laut § 13 Abs. 2 NAV dürfen Arbeiten an der elektrischen Anlage nur der Netzbetreiber oder ein Installationsunternehmen ausführen, das in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Nenn auf deiner Seite, bei welchem Netzbetreiber du eingetragen bist, und dazu Meisterbrief und Innung. Das ist Vertrauen, das kein Wettbewerber ohne Eintrag ehrlich behaupten kann.

Wie kommen Anfragen von der Website direkt aufs Handy?

Indem Formular, Google-Profil und WhatsApp auf dieselbe Nummer und dasselbe Postfach zeigen und jede neue Anfrage eine Nachricht auf dein Handy auslöst.

Ein Bild, das ich bei Gründern oft sehe: Die Seite ist online, aber nach drei Wochen kamen kaum Anrufe über Google. Der Grund ist meist banal. Website, Google-Profil und WhatsApp laufen nebeneinander her, und Anfragen landen in einem Postfach, das auf der Baustelle niemand öffnet.

So verbindest du die Kanäle in vier Schritten

  1. Eine Nummer überall

    Website, Google-Profil, Fahrzeugbeschriftung und Visitenkarte zeigen dieselbe Mobilnummer.

  2. Formular mit Benachrichtigung

    Jede Anfrage schickt dir eine Nachricht aufs Handy, nicht nur eine E-Mail ins Büro.

  3. WhatsApp-Knopf auf der Seite

    Viele Kunden schicken lieber ein Foto vom Sicherungskasten, als anzurufen. Mehr dazu im Ratgeber WhatsApp auf der Website.

  4. Testanfrage schicken

    Vor dem Start einmal selbst anfragen und prüfen, ob alles auf dem Handy ankommt.

Wie gut das funktioniert, sehe ich bei meinen Kunden. Bei einem Fahrzeuglackierer aus der Oberpfalz kommt jede Online-Buchung als WhatsApp-Nachricht aufs Handy, und die Telefonate sind deutlich weniger geworden. Die ganze Geschichte steht bei den Fallstudien.

Was kostet eine Website für einen Elektrobetrieb?

Selbst gebaut unter 1.000 Euro, als Einsteigerpaket 1.000 bis 3.000 Euro, maßgeschneidert ab 3.000 Euro. Den Unterschied machen eigene Texte und Fotos.

Viele Gründer stecken ihr Startkapital zuerst in Meisterprüfung, Messgeräte und Werkzeug. Verständlich. Dann ist eine kleine, saubere Seite mit drei Leistungsseiten oft der bessere Start als ein großer Auftritt, der erst in einem halben Jahr fertig ist. Was am Anfang reicht, steht im Ratgeber Website zur Gründung.

Die Preisklassen und was jeweils drinsteckt, habe ich offen auf der Seite Was kostet eine Website? erklärt.

Welche Fehler kosten Elektriker die meisten Anfragen?

Eine Startseite ohne Leistungsseiten, ein Firmenname als einzige Überschrift, Stockfotos von Kabeln und eine Telefonnummer, die man am Handy nicht antippen kann.

  • "Ihr Partner rund um Strom": sagt nichts, und genau so klingen hundert andere Seiten.
  • Menü aus Sprungmarken: alles auf einer langen Seite, darum keine Chance auf "Wallbox installieren" plus Ort.
  • Kein Einzugsgebiet: Google und Kunden wissen nicht, ob du nach Amberg oder nur bis zum Ortsschild fährst.
  • Leeres Google-Profil: ohne Fotos, Leistungen und Bewertungen. Wie du das änderst, steht im Ratgeber lokal bei Google gefunden werden.
  • Mit KI gebaut und nie angepasst: Kunden merken das schneller, als man denkt.

Lohnt sich eine Spezialisierung auf der Website?

Ja, wenn du in einem Bereich mehr Aufträge willst. Wer Wallbox, Photovoltaik oder Smart Home sichtbar nach vorn stellt, wird genau dafür gefunden.

Du musst deshalb keine Leistung streichen. Du entscheidest nur, was oben auf der Startseite steht. Wenn du dich ganz auf Gebäudeautomation konzentrierst, lies den Ratgeber für Smart-Home-Betriebe.

Häufige Fragen

Armin Franz sitzt lächelnd an einem Holztisch vor einem hellen Sprossenfenster

Armin Franz

Webdesigner für Handwerksbetriebe in Bayern

Ich baue Websites für Handwerksbetriebe und sorge dafür, dass sie bei Google und in KI-Suchen gefunden werden. In diesem Ratgeber schreibe ich auf, was ich aus Kundengesprächen und eigenen Projekten weiß.

Mehr über mich

Quellen

  1. § 13 Niederspannungsanschlussverordnung (NAV), Installateurverzeichnis, abgerufen am 04.11.2026
  2. § 19 NAV, Mitteilung von Ladeeinrichtungen, abgerufen am 04.11.2026
  3. Armin Franz: Fallstudien (Alpha Lackierungen, Bozic Gebäudeautomation), abgerufen am 04.11.2026
  4. Armin Franz: Was kostet eine Website?, abgerufen am 04.11.2026