Website zur Gründung im Handwerk: Was am Anfang wirklich reicht
Website zur Gründung im Handwerk: das Minimum für den Start, die richtige Reihenfolge, ehrliche Kosten und wie Anfragen sofort auf deinem Handy landen.
Zur Gründung reicht eine kleine, ehrliche Website: Überschrift mit Leistung und Ort, zwei bis drei Hauptleistungen, ein Foto von dir, Einzugsgebiet, antippbare Telefonnummer und Anfrageweg, dazu Impressum und Datenschutzerklärung. Wichtiger als viele Seiten sind eine eigene Domain, ein Google-Unternehmensprofil und Anfragen, die sofort auf deinem Handy landen.
In diesem Artikel
- Brauche ich zur Gründung sofort eine Website?
- Was muss am Anfang wirklich auf die Website?
- In welcher Reihenfolge gehst du vor?
- Was kostet eine Website zur Gründung?
- Wie landen Anfragen sofort auf deinem Handy?
- Selbst bauen, mit KI oder vom Profi?
- Wie wirst du als Gründer bei Google gefunden?
- Häufige Fragen
Brauche ich zur Gründung sofort eine Website?
Ja, eine kleine. Wer dich empfohlen bekommt, googelt dich zuerst. Findet er nichts, wirkst du unprofessionell. Eine einfache, ehrliche Seite reicht.
Wenn dein Startkapital gerade in Meisterprüfung, Messgeräte und Werkzeug geflossen ist, bleibt für die Website wenig übrig. Trotzdem willst du ab dem ersten Tag im Umkreis von 20 bis 30 Kilometern gefunden werden. Genau so hat es mir ein Elektriker kurz nach seiner Gründung erzählt.
Am Anfang brauchst du keine große Website. Du brauchst eine kleine, die stimmt, und die richtigen Dinge drumherum. Hier steht, was das ist und in welcher Reihenfolge.
Was muss am Anfang wirklich auf die Website?
Wer du bist, was du machst, wo du arbeitest und wie man dich erreicht. Dazu ein echtes Foto, Impressum und Datenschutzerklärung. Alles andere kann warten.
Das Minimum zum Start
- Überschrift mit Leistung und Ort: „Elektriker in Neumarkt und Umgebung“ statt deines Firmennamens.
- Zwei bis drei Hauptleistungen: die Arbeiten, mit denen du Geld verdienen willst, jeweils mit kurzem Text.
- Ein echtes Foto von dir: Als Gründer bist du die Marke. Kunden wollen sehen, wer kommt.
- Einzugsgebiet mit Orten: Nenn die Orte, in die du fährst.
- Qualifikation: Meisterbrief, Ausbildung, Erfahrung. Das ersetzt anfangs die fehlenden Referenzen.
- Anfrageweg: antippbare Telefonnummer und ein kurzes Formular oder WhatsApp.
- Pflichtseiten: Impressum nach § 5 DDG und Datenschutzerklärung.
Was warten kann
- Blog und Ratgeber: erst, wenn das Tagesgeschäft läuft.
- Karriereseite: sobald du wirklich jemanden suchst.
- Eingebundener Instagram-Feed: bremst die Seite und bringt am Anfang wenig.
- Aufwendige Animationen: kosten Geld und Ladezeit, bringen keine Anfrage.
In welcher Reihenfolge gehst du vor?
Erst Domain und E-Mail-Adresse, dann das Google-Unternehmensprofil, dann die Website, dann Anfragewege aufs Handy. Bewertungen sammelst du ab dem ersten zufriedenen Kunden.
Die Gründer-Reihenfolge
- Domain sichern
Am besten dein Firmenname oder Name plus Gewerk. Achte darauf, dass du selbst als Inhaber eingetragen bist.
- E-Mail-Adresse einrichten
info@deinbetrieb.de wirkt anders als eine Freemail-Adresse auf dem Angebot.
- Google-Unternehmensprofil anlegen
Kostenlos, mit Servicegebiet, Kategorie, Telefonnummer und Fotos.
- Website online stellen
Das Minimum von oben, sauber am Handy, mit Impressum und Datenschutzerklärung.
- Anfragewege testen
Formular absenden, Nummer antippen. Kommt alles sofort auf dein Handy?
- Erste Bewertungen sammeln
Nach jedem gelungenen Auftrag freundlich um eine Google-Bewertung bitten, ohne Gegenleistung.
Was kostet eine Website zur Gründung?
Selbst gebaut meist unter 1.000 Euro, als Einsteiger-Paket vom Profi 1.000 bis 3.000 Euro. Dazu kommen laufend Domain, Hosting und E-Mail.
Drei Wege für Gründer
| Weg | Einmalig | Laufend | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| Selbst bauen im Baukasten | unter 1.000 €, plus deine Abende | meist ein einstelliger bis niedriger zweistelliger Eurobetrag im Monat für den Tarif | du Zeit hast und gern schreibst |
| Einsteiger-Paket vom Profi | 1.000 bis 3.000 € | je nach Anbieter | du schnell starten willst und Texte abgeben möchtest |
| Maßgeschneidert | ab 3.000 € | je nach Anbieter | du von Anfang an mehrere Zielgruppen oder Leistungen hast |
Viele Baukästen locken mit einem Einstiegspreis, der nur für die ersten Monate gilt. Rechne mit dem regulären Preis danach und prüf, ob Domain und Postfach dauerhaft im Tarif stecken. Was ein Baukasten gegenüber WordPress bedeutet, steht in WordPress oder Baukasten.
Was hinter den Preisklassen steckt und was du für welchen Betrag bekommst, erkläre ich auf der Seite Was kostet eine Website.
Wie landen Anfragen sofort auf deinem Handy?
Formular und Terminbuchung schicken jede Anfrage als E-Mail oder WhatsApp-Nachricht aufs Handy, die Telefonnummer ist antippbar. Prüf das, bevor die Seite online geht.
Wie du WhatsApp sauber einbindest, steht in WhatsApp auf der Website.
Selbst bauen, mit KI oder vom Profi?
Selbst oder mit KI geht schnell, wirkt aber oft austauschbar. Fehlt dir Zeit fürs Texten, ist ein Profi-Paket oft günstiger als monatelanges Basteln.
Ein Beispiel aus meiner Arbeit: Domenik Bozic kam frisch aus der Meisterschule und startete gerade mit Elektrotechnik und Gebäudeautomation. Erfahrung mit Marketing hatte er keine, Zeit auch nicht. Er bekam Website, E-Mail-Postfach und Einrichtung als Fertigpaket, getrennt nach seinen Zielgruppen Eigenheim und Gewerbe. In der Fallstudie nennt er es selbst ein Rundum-sorglos-Paket.
Was KI-Baukästen heute können und wo sie an Grenzen stoßen, steht in Website mit KI erstellen.
Wie wirst du als Gründer bei Google gefunden?
Über ein vollständiges Google-Unternehmensprofil, eine Seite pro Hauptleistung mit Ortsbezug und die ersten echten Bewertungen. Rechne mit Wochen bis Monaten, nicht mit Tagen.
Google schreibt selbst, dass manche Änderungen nach Stunden wirken, andere erst nach Monaten. Das Profil ist dabei oft der schnellste Hebel, weil es bei Suchen in deiner Nähe direkt erscheint. Die Schritte dazu stehen in Google-Unternehmensprofil erstellen und Lokal bei Google gefunden werden.
Du willst wissen, was für deinen Start wirklich nötig ist? Im Erstgespräch klären wir, für welche Arbeit dich Kunden finden sollen und welche Schritte du jetzt brauchst und welche warten können. Passt es nicht, sage ich dir das.
Häufige Fragen
Für die ersten Wochen besser als nichts. Auf Dauer fehlt dir aber der Platz für Leistungen, Ablauf, Belege und Fragen. Außerdem holen KI-Suchen ihre Antworten vor allem aus Websites. Profil und Website arbeiten zusammen am besten.
Ja. Sobald du eine geschäftliche Website betreibst, gelten die Pflichtangaben nach § 5 DDG: unter anderem Name, Anschrift, E-Mail und bei Handwerkern meist die zuständige Kammer. Im Zweifel frag deine Handwerkskammer.
Ja, das lohnt sich vom ersten Angebot an. Eine Adresse mit deinem Firmennamen wirkt verlässlicher als eine Freemail-Adresse und bleibt dir, auch wenn du den Anbieter wechselst. Bei vielen Hosting-Paketen ist ein Postfach schon dabei.
Für den Start reichen Startseite, eine Seite pro Hauptleistung, eine kurze Seite über dich, Kontakt, Impressum und Datenschutzerklärung. Neue Seiten kommen dazu, wenn du neue Leistungen oder Referenzen hast.
Quellen
- § 5 DDG, Allgemeine Informationspflichten, abgerufen am 04.11.2026
- Google Search Central: SEO-Startleitfaden, abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Was kostet eine Website (Preisklassen), abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Fallstudien (Alpha Lackierungen, Bozic Gebäudeautomation), abgerufen am 04.11.2026