Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust: Die Checkliste
Website-Relaunch Checkliste: alte Adressen sichern, 301-Weiterleitungen, Inhalte behalten, Search Console prüfen. Schritt für Schritt nach Google.
Damit ein Website-Relaunch keine Rankings kostet, sicherst du vorher alle alten Adressen und die Seiten mit den meisten Klicks, leitest jede alte Adresse per 301 auf die passende neue weiter, behältst gut gefundene Inhalte und prüfst am Starttag Sperren, Formulare und Sitemap. Danach beobachtest du die Search Console einige Wochen lang.
In diesem Artikel
- Wie gelingt ein Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust?
- Warum verlieren Websites nach einem Relaunch ihre Rankings?
- Was musst du vor dem Relaunch sichern?
- Wie richtest du Weiterleitungen beim Relaunch richtig ein?
- Welche Inhalte darfst du beim Relaunch nicht löschen?
- Was musst du am Tag des Relaunchs prüfen?
- Wie lange dauert es, bis sich Rankings nach dem Relaunch erholen?
- Häufige Fragen
Wie gelingt ein Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust?
Mit einer Liste aller alten Adressen, einer dauerhaften Weiterleitung für jede davon, behaltenen Inhalten und einer gründlichen Prüfung am Starttag und in den Wochen danach.
Die neue Seite ist schön, alle sind zufrieden. Drei Wochen später ruft kaum noch jemand an. In der Search Console stehen Hunderte Fehler, weil die alten Adressen ins Leere laufen. Genau das passiert, wenn beim Relaunch nur ans Design gedacht wird.
Ein Relaunch ist aber auch eine Chance. Deine Domain hat bei Google schon eine Geschichte, die du mitnimmst. Du musst nur dafür sorgen, dass Google und deine Kunden den Weg zur neuen Seite finden.
Warum verlieren Websites nach einem Relaunch ihre Rankings?
Meist, weil alte Adressen ohne Weiterleitung verschwinden, gut gefundene Texte gelöscht werden oder die neue Seite versehentlich für Google gesperrt bleibt.
Die fünf typischen Ranking-Killer
- Alte Adressen ohne Weiterleitung: Aus /badsanierung wird /leistungen/bad, und die alte Adresse zeigt einen Fehler.
- Alles auf die Startseite umgeleitet: Google rät ausdrücklich davon ab, viele alte Adressen auf eine unpassende Seite zu schicken.
- Texte gekürzt oder gelöscht: Die Seite, die für Heizungsnotdienst gefunden wurde, gibt es nicht mehr.
- Sperre vergessen: Die Testseite war für Suchmaschinen gesperrt, und die Sperre geht mit live.
- Interne Links zeigen ins Leere: Menüs und Texte verweisen noch auf alte Adressen.
Was musst du vor dem Relaunch sichern?
Eine Liste aller alten Adressen, die Seiten mit den meisten Klicks laut Search Console, deine Texte und Bilder und alle Links von außen.
Vor dem Relaunch
- Alle Adressen sammeln
Aus der Sitemap, der Search Console, deinem Websystem und gern mit einem Crawler. Google empfiehlt, die Liste aus mehreren Quellen zusammenzusetzen.
- Wichtigste Seiten markieren
In der Search Console unter Leistung die Seiten nach Klicks sortieren. Diese Seiten bekommen besondere Sorgfalt.
- Inhalte sichern
Texte, Bilder, Bewertungen, Formulare. Alles exportieren, bevor das alte System abgeschaltet wird.
- Externe Links notieren
Google-Unternehmensprofil, Branchenportale, Social Media, Handwerkskammer. Diese Links sollen später direkt auf die neuen Adressen zeigen.
- Messwerte festhalten
Klicks, Impressionen und Anfragen der letzten drei Monate. Nur so siehst du später, ob etwas fehlt.
Wie richtest du Weiterleitungen beim Relaunch richtig ein?
Jede alte Adresse leitet dauerhaft per 301 oder 308 direkt auf die passende neue Adresse weiter. Ohne Umwege und nicht alles auf die Startseite.
Beispiel einer Weiterleitungsliste
| Alte Adresse | Neue Adresse | Hinweis |
|---|---|---|
| /badsanierung.html | /badsanierung | Gleicher Inhalt, neue Adresse |
| /leistungen/heizung-sanitaer | /heizung | Alte Seite aufgeteilt: Ziel ist die Seite mit dem größten Teil des alten Inhalts |
| /referenzen?id=17 | /referenzen/bad-kulmbach | Einzelne Projekte einzeln weiterleiten |
| /aktuelles/messe-2019 | /ueber-uns | Alter Beitrag ohne Nachfolger, nächstpassende Seite |
| /impressum.php | /impressum | Auch Pflichtseiten weiterleiten |
Google schreibt dazu: Weiterleitungen so lange wie möglich behalten, in der Regel mindestens ein Jahr. Aktualisiere außerdem alle internen Links auf die neuen Adressen, damit Besucher und Google nicht ständig umgeleitet werden.
Wechselst du zusätzlich die Domain, gibt es in der Search Console das Tool zur Adressänderung. Laut Google brauchst du es aber nur beim Umzug auf eine andere Domain oder Subdomain, nicht beim Wechsel von http auf https oder bei neuen Pfaden.
Welche Inhalte darfst du beim Relaunch nicht löschen?
Alles, was heute Klicks oder Anfragen bringt. Diese Seiten darfst du verbessern und neu gestalten, aber ihr Thema und ihre wichtigsten Aussagen sollten erhalten bleiben.
Ein häufiger Gedanke beim Relaunch: weniger Text, mehr Bilder. Das kann gut sein. Wenn aber genau der Abschnitt verschwindet, für den Google dich bisher gefunden hat, fehlt er danach auch in den Suchergebnissen. Wie du Texte entschlackst, ohne an Sichtbarkeit zu verlieren, steht in Zu viel Text auf der Website?
Was musst du am Tag des Relaunchs prüfen?
Dass keine Sperre für Suchmaschinen aktiv ist, die Weiterleitungen greifen, Formulare und Telefonlinks funktionieren und die neue Sitemap in der Search Console eingereicht ist.
Checkliste für den Starttag
- Sperren entfernen
Kein noindex im Quelltext, keine Sperre in der robots.txt, die von der Testphase übrig ist.
- Weiterleitungen testen
Die zehn wichtigsten alten Adressen im Browser eingeben. Landest du direkt auf der richtigen neuen Seite?
- Sitemap einreichen
Neue Sitemap in der Search Console einreichen. Warnungen zu Weiterleitungen in der alten Sitemap kannst du laut Google ignorieren.
- Formulare und Telefon
Eine echte Anfrage abschicken und auf dem Handy die Nummer antippen.
- Externe Links umstellen
Website-Adresse im Google-Unternehmensprofil und in Portalen auf die neuen Adressen setzen.
- Messung prüfen
Kommt in der Statistik ein echter Besuch an?
Wie du die Search Console einrichtest und liest, falls du sie noch nicht nutzt, erklärt Google Search Console für Betriebe.
Wie lange dauert es, bis sich Rankings nach dem Relaunch erholen?
Google sagt, dass die Sichtbarkeit beim Umzug vorübergehend schwanken kann. Bei mittelgroßen Seiten kann es einige Wochen dauern, bis die neuen Adressen erscheinen.
Plane deshalb drei Monate Beobachtung ein. Schau in den ersten vier Wochen wöchentlich in die Search Console: Tauchen unter Seiten neue Fehler auf? Fallen einzelne Seiten bei den Klicks deutlich ab? Dann prüfst du genau dort die Weiterleitung und den Inhalt.
Wenn du wissen willst, wo deine aktuelle Startseite schon heute Anfragen verliert, bevor du über einen Relaunch nachdenkst: Der kostenlose Website-Check zeigt es dir ohne Anmeldung in unter einer Minute.
Häufige Fragen
Ein Relaunch ist selten günstiger als ein Neubau, weil bestehende Inhalte gesichtet, sortiert und weitergeleitet werden müssen. Der Vorteil liegt woanders: Deine Domain hat bei Google schon eine Geschichte. Mehr dazu in Website-Relaunch: Was kostet er?
Nur mit gutem Grund, etwa nach einer Umfirmierung. Ein Domainwechsel ist der aufwendigste Umzug. Wenn du wechselst, leitest du jede alte Adresse weiter und nutzt in der Search Console das Tool zur Adressänderung.
Eine 301 sagt: Diese Seite ist dauerhaft umgezogen. Eine 302 sagt: nur vorübergehend. Für einen Relaunch empfiehlt Google dauerhafte Weiterleitungen wie 301 oder 308, damit die neue Adresse die alte ersetzt.
Für Seiten ohne Besucher, ohne Rankings und ohne Links von außen ist das in Ordnung. Google entfernt Adressen mit 404 oder 410 nach und nach aus dem Index. Alles mit Klicks oder Links leitest du besser weiter.
In der ruhigsten Zeit deines Jahres, nicht kurz vor der Hauptsaison. Wenn die Sichtbarkeit ein paar Wochen schwankt, soll das nicht genau dann passieren, wenn die meisten Kunden suchen.
Quellen
- Google Search Central: Websiteumzug mit URL-Änderungen, abgerufen am 04.11.2026
- Google Search Central: Wie HTTP-Statuscodes die Google Suche beeinflussen, abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Fallstudien und Kundenstimmen, abgerufen am 04.11.2026