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Website-Praxis

Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust: Die Checkliste

Website-Relaunch Checkliste: alte Adressen sichern, 301-Weiterleitungen, Inhalte behalten, Search Console prüfen. Schritt für Schritt nach Google.

Armin FranzAktualisiert am 7 Min. Lesezeit
Armin Franz im Anzug erklärt etwas mit offenen Händen vor einer Glasfassade
Kurz gesagt

Damit ein Website-Relaunch keine Rankings kostet, sicherst du vorher alle alten Adressen und die Seiten mit den meisten Klicks, leitest jede alte Adresse per 301 auf die passende neue weiter, behältst gut gefundene Inhalte und prüfst am Starttag Sperren, Formulare und Sitemap. Danach beobachtest du die Search Console einige Wochen lang.

In diesem Artikel
  1. Wie gelingt ein Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust?
  2. Warum verlieren Websites nach einem Relaunch ihre Rankings?
  3. Was musst du vor dem Relaunch sichern?
  4. Wie richtest du Weiterleitungen beim Relaunch richtig ein?
  5. Welche Inhalte darfst du beim Relaunch nicht löschen?
  6. Was musst du am Tag des Relaunchs prüfen?
  7. Wie lange dauert es, bis sich Rankings nach dem Relaunch erholen?
  8. Häufige Fragen

Wie gelingt ein Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust?

Mit einer Liste aller alten Adressen, einer dauerhaften Weiterleitung für jede davon, behaltenen Inhalten und einer gründlichen Prüfung am Starttag und in den Wochen danach.

Die neue Seite ist schön, alle sind zufrieden. Drei Wochen später ruft kaum noch jemand an. In der Search Console stehen Hunderte Fehler, weil die alten Adressen ins Leere laufen. Genau das passiert, wenn beim Relaunch nur ans Design gedacht wird.

Ein Relaunch ist aber auch eine Chance. Deine Domain hat bei Google schon eine Geschichte, die du mitnimmst. Du musst nur dafür sorgen, dass Google und deine Kunden den Weg zur neuen Seite finden.

Warum verlieren Websites nach einem Relaunch ihre Rankings?

Meist, weil alte Adressen ohne Weiterleitung verschwinden, gut gefundene Texte gelöscht werden oder die neue Seite versehentlich für Google gesperrt bleibt.

Die fünf typischen Ranking-Killer

  • Alte Adressen ohne Weiterleitung: Aus /badsanierung wird /leistungen/bad, und die alte Adresse zeigt einen Fehler.
  • Alles auf die Startseite umgeleitet: Google rät ausdrücklich davon ab, viele alte Adressen auf eine unpassende Seite zu schicken.
  • Texte gekürzt oder gelöscht: Die Seite, die für Heizungsnotdienst gefunden wurde, gibt es nicht mehr.
  • Sperre vergessen: Die Testseite war für Suchmaschinen gesperrt, und die Sperre geht mit live.
  • Interne Links zeigen ins Leere: Menüs und Texte verweisen noch auf alte Adressen.

Was musst du vor dem Relaunch sichern?

Eine Liste aller alten Adressen, die Seiten mit den meisten Klicks laut Search Console, deine Texte und Bilder und alle Links von außen.

Vor dem Relaunch

  1. Alle Adressen sammeln

    Aus der Sitemap, der Search Console, deinem Websystem und gern mit einem Crawler. Google empfiehlt, die Liste aus mehreren Quellen zusammenzusetzen.

  2. Wichtigste Seiten markieren

    In der Search Console unter Leistung die Seiten nach Klicks sortieren. Diese Seiten bekommen besondere Sorgfalt.

  3. Inhalte sichern

    Texte, Bilder, Bewertungen, Formulare. Alles exportieren, bevor das alte System abgeschaltet wird.

  4. Externe Links notieren

    Google-Unternehmensprofil, Branchenportale, Social Media, Handwerkskammer. Diese Links sollen später direkt auf die neuen Adressen zeigen.

  5. Messwerte festhalten

    Klicks, Impressionen und Anfragen der letzten drei Monate. Nur so siehst du später, ob etwas fehlt.

Wie richtest du Weiterleitungen beim Relaunch richtig ein?

Jede alte Adresse leitet dauerhaft per 301 oder 308 direkt auf die passende neue Adresse weiter. Ohne Umwege und nicht alles auf die Startseite.

Beispiel einer Weiterleitungsliste

Beispiel einer Weiterleitungsliste
Alte AdresseNeue AdresseHinweis
/badsanierung.html/badsanierungGleicher Inhalt, neue Adresse
/leistungen/heizung-sanitaer/heizungAlte Seite aufgeteilt: Ziel ist die Seite mit dem größten Teil des alten Inhalts
/referenzen?id=17/referenzen/bad-kulmbachEinzelne Projekte einzeln weiterleiten
/aktuelles/messe-2019/ueber-unsAlter Beitrag ohne Nachfolger, nächstpassende Seite
/impressum.php/impressumAuch Pflichtseiten weiterleiten
Beispieldaten. Google empfiehlt dauerhafte Weiterleitungen per 301 oder 308 und kurze Ketten, idealerweise höchstens drei Schritte.

Google schreibt dazu: Weiterleitungen so lange wie möglich behalten, in der Regel mindestens ein Jahr. Aktualisiere außerdem alle internen Links auf die neuen Adressen, damit Besucher und Google nicht ständig umgeleitet werden.

Wechselst du zusätzlich die Domain, gibt es in der Search Console das Tool zur Adressänderung. Laut Google brauchst du es aber nur beim Umzug auf eine andere Domain oder Subdomain, nicht beim Wechsel von http auf https oder bei neuen Pfaden.

Welche Inhalte darfst du beim Relaunch nicht löschen?

Alles, was heute Klicks oder Anfragen bringt. Diese Seiten darfst du verbessern und neu gestalten, aber ihr Thema und ihre wichtigsten Aussagen sollten erhalten bleiben.

Ein häufiger Gedanke beim Relaunch: weniger Text, mehr Bilder. Das kann gut sein. Wenn aber genau der Abschnitt verschwindet, für den Google dich bisher gefunden hat, fehlt er danach auch in den Suchergebnissen. Wie du Texte entschlackst, ohne an Sichtbarkeit zu verlieren, steht in Zu viel Text auf der Website?

Was musst du am Tag des Relaunchs prüfen?

Dass keine Sperre für Suchmaschinen aktiv ist, die Weiterleitungen greifen, Formulare und Telefonlinks funktionieren und die neue Sitemap in der Search Console eingereicht ist.

Checkliste für den Starttag

  1. Sperren entfernen

    Kein noindex im Quelltext, keine Sperre in der robots.txt, die von der Testphase übrig ist.

  2. Weiterleitungen testen

    Die zehn wichtigsten alten Adressen im Browser eingeben. Landest du direkt auf der richtigen neuen Seite?

  3. Sitemap einreichen

    Neue Sitemap in der Search Console einreichen. Warnungen zu Weiterleitungen in der alten Sitemap kannst du laut Google ignorieren.

  4. Formulare und Telefon

    Eine echte Anfrage abschicken und auf dem Handy die Nummer antippen.

  5. Externe Links umstellen

    Website-Adresse im Google-Unternehmensprofil und in Portalen auf die neuen Adressen setzen.

  6. Messung prüfen

    Kommt in der Statistik ein echter Besuch an?

Wie du die Search Console einrichtest und liest, falls du sie noch nicht nutzt, erklärt Google Search Console für Betriebe.

Wie lange dauert es, bis sich Rankings nach dem Relaunch erholen?

Google sagt, dass die Sichtbarkeit beim Umzug vorübergehend schwanken kann. Bei mittelgroßen Seiten kann es einige Wochen dauern, bis die neuen Adressen erscheinen.

Plane deshalb drei Monate Beobachtung ein. Schau in den ersten vier Wochen wöchentlich in die Search Console: Tauchen unter Seiten neue Fehler auf? Fallen einzelne Seiten bei den Klicks deutlich ab? Dann prüfst du genau dort die Weiterleitung und den Inhalt.

Wenn du wissen willst, wo deine aktuelle Startseite schon heute Anfragen verliert, bevor du über einen Relaunch nachdenkst: Der kostenlose Website-Check zeigt es dir ohne Anmeldung in unter einer Minute.

Häufige Fragen

Armin Franz sitzt lächelnd an einem Holztisch vor einem hellen Sprossenfenster

Armin Franz

Webdesigner für Handwerksbetriebe in Bayern

Ich baue Websites für Handwerksbetriebe und sorge dafür, dass sie bei Google und in KI-Suchen gefunden werden. In diesem Ratgeber schreibe ich auf, was ich aus Kundengesprächen und eigenen Projekten weiß.

Mehr über mich

Quellen

  1. Google Search Central: Websiteumzug mit URL-Änderungen, abgerufen am 04.11.2026
  2. Google Search Central: Wie HTTP-Statuscodes die Google Suche beeinflussen, abgerufen am 04.11.2026
  3. Armin Franz: Fallstudien und Kundenstimmen, abgerufen am 04.11.2026