Zu viel Text auf der Website? So wird sie leichter, ohne Google zu verlieren
Zu viel Text auf der Website? Google hat keine Wunschwortzahl. So wird deine Seite leichter und bildstärker, ohne Sichtbarkeit zu verlieren. Mit Beispiel.
Zu viel Text ist selten das Problem, Text ohne Bezug zur Frage des Lesers schon. Google sagt selbst, dass es keine bevorzugte Wortzahl gibt. Du machst deine Seite leichter, indem du Floskeln und Wiederholungen streichst, Antworten unter klare Überschriften stellst, Listen und Bilder nutzt und Details aufklappbar machst, statt Inhalte zu löschen.
In diesem Artikel
- Ist zu viel Text auf der Website schlecht?
- Braucht Google viel Text, um eine Seite zu finden?
- Woran erkennst du, dass deine Website zu textlastig ist?
- Wie machst du eine Website leichter, ohne bei Google zu verlieren?
- Darf Text in aufklappbaren Bereichen stehen?
- Was können Bilder und Videos statt Text leisten?
- Wie viel Text braucht eine Leistungsseite für Handwerker?
- Häufige Fragen
Ist zu viel Text auf der Website schlecht?
Nicht die Länge ist das Problem, sondern Text, der keine Frage des Lesers beantwortet. Eine lange Seite mit klaren Antworten schlägt eine kurze voller Floskeln.
Ein Inhaber erzählte mir, dass er erst eine Website und danach eine teure SEO-Betreuung bezahlt hatte, ohne spürbare Wirkung. Sein Wunsch für die neue Seite: bildstark, weniger Text, ein Video im Kopf.
Der Wunsch ist verständlich. Aber die Lösung ist nicht, einfach zu kürzen. Das Problem ist selten die Länge, sondern fehlende Relevanz. Wer Text streicht, der Kundenfragen beantwortet, verliert Anfragen und Sichtbarkeit. Wer Text streicht, der nur für eine Suchmaschine geschrieben wurde, gewinnt.
Braucht Google viel Text, um eine Seite zu finden?
Nein. Google schreibt ausdrücklich, dass es keine bevorzugte Wortzahl hat. Google braucht genug Inhalt, um zu verstehen, was du anbietest, wo und für wen.
In Googles Leitfaden für hilfreiche Inhalte steht die Frage, ob du auf eine bestimmte Wortzahl hin schreibst, weil du gehört hast, Google bevorzuge eine. Die Antwort von Google dazu: Nein, tun wir nicht.
Was Google sehr wohl braucht: klare Aussagen zu Leistung und Ort, Antworten auf die Fragen deiner Kunden und Belege aus erster Hand. Das geht in 400 gut gewählten Wörtern oft besser als in 2.000 aufgeblähten.
Woran erkennst du, dass deine Website zu textlastig ist?
An Textwänden ohne Zwischenüberschriften, an Absätzen, die am Handy einen ganzen Bildschirm füllen, und an Abschnitten, die nur Ortsnamen und Suchbegriffe aufzählen.
Fünf Warnzeichen
- Textwand: Fünf Absätze ohne eine einzige Zwischenüberschrift.
- SEO-Block am Seitenende: Wir sind Ihr Malerbetrieb in Bayreuth, Kulmbach, Pegnitz, Bindlach und Umgebung. Für Menschen geschrieben ist das nicht.
- Wiederholungen: Dieselbe Aussage steht auf jeder Unterseite, leicht umformuliert.
- Floskeln: Qualität, Zuverlässigkeit, Leidenschaft. Drei Sätze ohne Information.
- Antwort ganz unten: Was es kostet und wie es abläuft, steht erst im letzten Absatz.
Die Nielsen Norman Group fand schon 1997, dass 79 % der Testpersonen Webseiten überfliegen statt Wort für Wort zu lesen. Wer überfliegt, braucht Überschriften, die allein die Kernaussage tragen. Dann darf darunter ruhig mehr stehen.
Wie machst du eine Website leichter, ohne bei Google zu verlieren?
Erst prüfen, welche Seiten und Suchanfragen heute Klicks bringen. Dann Floskeln streichen, umstrukturieren und Details aufklappbar machen, statt Inhalte zu löschen.
In fünf Schritten zur leichteren Seite
- In die Search Console schauen
Welche Seiten bringen Klicks, für welche Suchanfragen? Diese Antworten bleiben auf jeden Fall stehen.
- Streichen, was keiner fragt
Floskeln, Wiederholungen, Ortsnamen-Listen und Sätze über dich, die keinem Kunden helfen.
- Fragen als Überschriften
Was kostet ein neues Dach? Wie lange dauert es? Darunter je zwei, drei Sätze Antwort.
- Listen und Tabellen
Ablauf als Schritte, Preise als Tabelle, Leistungen als Liste mit Haken.
- Bilder mit Aussage
Ein Vorher-Nachher-Bild mit Bildunterschrift ersetzt einen ganzen Absatz Beschreibung.
Vorher und nachher: derselbe Inhalt
| Vorher | Nachher |
|---|---|
| Seit über 25 Jahren steht unser Familienbetrieb mit Leidenschaft und Kompetenz für hochwertige Malerarbeiten aller Art im Raum Bayreuth. | Überschrift: Malerarbeiten in Bayreuth und 30 km Umkreis |
| Wir führen Innen- und Außenarbeiten, Fassaden, Lackierungen, Tapezierarbeiten und vieles mehr fachgerecht und termingerecht aus. | Liste: Innenräume, Fassade, Lackieren, Tapezieren, jeweils mit Link zur Leistungsseite |
| Kontaktieren Sie uns gerne für ein unverbindliches Angebot, wir freuen uns auf Ihre Anfrage. | Knopf: Kostenlose Besichtigung anfragen. Darunter: Antwort am selben Werktag. |
Darf Text in aufklappbaren Bereichen stehen?
Ja. Google erlaubt für die Handy-Version ausdrücklich ausklappbare Bereiche und Tabs, solange dieselben Hauptinhalte da sind. Die Seite bleibt kurz, die Antworten bleiben.
Gerade für häufige Fragen ist das ideal: Die Frage ist sichtbar, die Antwort klappt auf. Wichtig ist nur, dass die Kernaussage nicht versteckt wird. Was der Kunde sofort wissen muss, Leistung, Ort, Preisrahmen, Kontakt, steht offen da.
Was können Bilder und Videos statt Text leisten?
Sie zeigen, was Worte nur behaupten: Team, Ablauf, Ergebnis. Für Google brauchen sie aber Worte daneben, also Bildunterschrift, Alternativtext und passende Überschrift.
Ein Foto von deinem Team ersetzt den Absatz über eure Werte. Ein Vorher-Nachher-Paar ersetzt die Beschreibung, wie sauber ihr arbeitet. Aber ein Bild allein sagt Google nicht, dass es eine Badsanierung in Kulmbach zeigt. Dafür braucht es ein, zwei Sätze daneben.
Wie du Texte schreibst, die kurz sind und trotzdem verkaufen, steht in Website-Texte für Handwerker. Und was auf eine einzelne Leistungsseite gehört, erklärt Leistungsseiten: Warum jede Leistung eine eigene Seite braucht.
Wie viel Text braucht eine Leistungsseite für Handwerker?
So viel, dass ein Kunde ohne Anruf versteht, was du machst, wo, wie es abläuft und was es ungefähr kostet. Meist reichen kurze Abschnitte.
Kürz nie eine Seite, die gerade gut gefunden wird, ohne vorher in die Search Console zu schauen. Steht eine neue Seite an, hilft dir Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust. Und wenn du wissen willst, wie deine Startseite gerade auf Besucher wirkt: Der kostenlose Website-Check zeigt dir ohne Anmeldung in unter einer Minute, welche Fehler Anfragen kosten.
Häufige Fragen
Es gibt keine Mindestzahl. Google sagt selbst, dass es keine bevorzugte Wortzahl hat. Es kommt darauf an, ob die Seite die Frage des Suchenden vollständig und verständlich beantwortet. Bei einer Leistungsseite sind das oft einige hundert Wörter.
Texte, die nur Suchbegriffe und Ortsnamen aneinanderreihen, helfen Besuchern nicht und wirken unseriös. Google rät, Inhalte für Menschen zu schreiben. Besser sind echte Abschnitte zu deinem Einzugsgebiet mit Projekten aus den Orten.
Nur, wenn sie weder Besucher noch Links haben und inhaltlich veraltet sind. Gut gefundene Artikel aktualisierst du lieber. Gelöschte Seiten mit Besuchern leitest du auf die passendste andere Seite weiter.
Für die Suche meistens ja. Google versteht Bilder vor allem über den Text drumherum. Eine bildstarke Seite funktioniert gut, wenn jede Leistung trotzdem eine Überschrift, ein paar klare Sätze und beschriebene Bilder hat.
Viele überfliegen zuerst. Wer ernsthaft interessiert ist, liest dann gezielt weiter, etwa zu Preis und Ablauf. Deshalb brauchst du beides: Überschriften für Überflieger und genug Details für die, die kurz vor der Anfrage stehen.
Quellen
- Google Search Central: Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, abgerufen am 04.11.2026
- Nielsen Norman Group: How Users Read on the Web (1997), abgerufen am 04.11.2026
- Google Search Central: Best Practices für die Mobile-First-Indexierung, abgerufen am 04.11.2026
- Google Search Central: SEO-Startleitfaden, abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Fallstudien und Kundenstimmen, abgerufen am 04.11.2026