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Website-Praxis

Fotos für die Website: So gelingen sie mit dem Handy

Reichen Handyfotos für die Firmenwebsite? Ja, wenn du Licht, Motiv und Ausschnitt planst. Anleitung für Handwerker, typische Fehler und Rechtliches.

Armin FranzAktualisiert am 6 Min. Lesezeit
Armin Franz prüft einen Farbfächer für die Gestaltung einer Website
Kurz gesagt

Für die meisten Handwerker-Websites reichen Handyfotos, wenn sie geplant sind: Tageslicht, aufgeräumter Hintergrund, Menschen bei echter Arbeit und eine saubere Linse. Echte Fotos von dir und deinem Team wirken glaubwürdiger als jedes Bild aus der Datenbank. Für das Hauptbild und das Teamfoto kann sich ein Fotograf trotzdem lohnen.

In diesem Artikel
  1. Reichen Handyfotos für eine Handwerker-Website?
  2. Welche Fotos braucht eine Handwerker-Website?
  3. Wie machst du mit dem Handy gute Fotos für die Website?
  4. Wie wirkt ein Foto sympathisch und nicht gestellt?
  5. Brauchst du die Erlaubnis von Mitarbeitern und Kunden?
  6. Wie bereitest du Handyfotos für die Website vor?
  7. Wann lohnt sich doch ein Fotograf?
  8. Häufige Fragen

Reichen Handyfotos für eine Handwerker-Website?

Ja, wenn du sie planst statt nebenbei zu knipsen. Ein ehrliches Foto von dir bei der Arbeit wirkt glaubwürdiger als jedes Hochglanzbild aus der Datenbank.

Kunden wollen sehen, wer bei ihnen klingelt. Ein Bild aus der Datenbank mit lächelnden Models im Blaumann sagt ihnen: Hier versteckt sich jemand. Ohne echte Bilder fehlt Besuchern der Beweis, dass es dich wirklich gibt.

Das heißt nicht, dass jedes Foto geht. Ein schnell geknipstes Baustellenfoto mit Kabelsalat und Kaffeebecher im Vordergrund schadet mehr, als es hilft. Der Unterschied liegt nicht in der Kamera, sondern in zehn Minuten Vorbereitung.

Welche Fotos braucht eine Handwerker-Website?

Ein Teamfoto, ein Porträt vom Chef, Fotos bei der Arbeit, Details und fertige Projekte. Mit diesen fünf Motiven deckst du fast jede Seite ab.

Deine Fotoliste

  • Teamfoto: Alle zusammen vor Werkstatt oder Firmenwagen. Für Startseite und Über uns.
  • Porträt vom Chef: Freundlich, Blick in die Kamera, Arbeitskleidung. Für Über uns und Kontakt.
  • Bei der Arbeit: Hände am Werkstück, konzentrierter Blick. Für jede Leistungsseite.
  • Details: Eine saubere Fuge, eine Lötstelle, eine Holzverbindung. Zeigt Sorgfalt ohne ein Wort.
  • Fertige Projekte: Am besten mit Vorher-Bild aus derselben Position.
  • Werkstatt und Fahrzeuge: Zeigt, dass es euch wirklich gibt.

Am stärksten sind Paare aus vorher und nachher. Bei Alpha Lackierungen tragen genau solche Bilder der Arbeiten die Website. Wie du sie aufnimmst, steht in Vorher-Nachher-Bilder: die stärkste Werbung für Handwerker.

Wie machst du mit dem Handy gute Fotos für die Website?

Linse putzen, Tageslicht nutzen, Hintergrund aufräumen, auf Augenhöhe fotografieren und nicht zoomen, sondern näher rangehen. Dann viele Aufnahmen machen und die beste nehmen.

Zehn Minuten, die den Unterschied machen

  1. Linse putzen

    Am T-Shirt-Zipfel. Ein fettiger Fingerabdruck macht jedes Foto milchig, und auf der Baustelle ist die Linse fast immer schmutzig.

  2. Licht suchen

    Weiches Tageslicht von der Seite ist ideal. Direkte Mittagssonne macht harte Schatten. Drinnen ans Fenster gehen, Deckenlicht aus.

  3. Aufräumen

    Eimer, Kabel, Kaffeebecher, Folie: alles aus dem Bild, was nicht zur Arbeit gehört.

  4. Raster einschalten

    In den Kamera-Einstellungen das Gitter aktivieren. Das Wichtigste auf eine der Linien setzen, nicht genau in die Mitte.

  5. Hinbewegen statt zoomen

    Digitaler Zoom kostet Schärfe. Lieber zwei Schritte näher ran.

  6. Quer und hoch

    Jedes Motiv in beiden Formaten. Breite Bilder brauchst du am Rechner, hohe auf dem Handy.

  7. Serie machen

    Zehn Aufnahmen pro Motiv. Eine davon ist fast immer richtig gut.

Wie wirkt ein Foto sympathisch und nicht gestellt?

Wenn Menschen etwas Echtes tun, statt zu posieren. Lass dein Team arbeiten, sprich mit ihnen und drück ab, wenn jemand lacht.

Typische Fehler und wie es besser geht

Typische Fehler und wie es besser geht
HäufigBesser
Alle stehen steif in einer ReiheKleine Gruppe, leicht versetzt, jemand lacht über etwas
Sonnenbrille, Kappe, Gesicht im SchattenGesichter im Licht, Augen sichtbar
Foto von oben aus der HandAuf Augenhöhe, Handy ruhig mit beiden Händen
Blick aus dem Bild herausBlick in Richtung Überschrift oder Knopf auf der Seite
Jedes Foto mit anderem FilterAlle Fotos am selben Tag, im selben Licht, ohne Filter

Ein Trick aus dem Webdesign: Die Fotos einer Seite sollen wirken, als wären sie vom selben Fotografen am selben Tag. Deshalb lieber einen Vormittag fest einplanen als über Monate verteilt sammeln.

Brauchst du die Erlaubnis von Mitarbeitern und Kunden?

Ja, wenn Personen erkennbar sind. Bildnisse dürfen nach Paragraf 22 Kunsturhebergesetz grundsätzlich nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet werden.

Einwilligung schriftlich einholen

Lass dir die Einwilligung für Fotos auf der Website schriftlich geben, auch von Mitarbeitern. Kläre auch, was passiert, wenn jemand den Betrieb verlässt. Für Fotos in Kundenhäusern frag vorher, ob die Wohnung erkennbar sein darf. Details findest du in Fotos von Kunden und Mitarbeitern zeigen. Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie bereitest du Handyfotos für die Website vor?

Verkleinern, in ein modernes Format wie WebP umwandeln, sinnvoll benennen und mit einem Alternativtext beschreiben. So lädt die Seite schnell, und Google versteht das Bild.

Fünf Handgriffe vor dem Hochladen

  1. Größe: Ein Handyfoto hat oft mehrere Megabyte. Für die Website reichen meist 1.600 bis 2.000 Pixel Breite.
  2. Format: Google unterstützt unter anderem WebP und AVIF. Laut Chrome-Entwicklerdoku komprimieren beide besser als JPEG.
  3. Dateiname: Google empfiehlt kurze, beschreibende Namen. Also badsanierung-kulmbach-dusche.webp statt IMG_4711.jpg.
  4. Alternativtext: Beschreibe, was zu sehen ist. Laut Google ist er die wichtigste Angabe für Bilder und hilft Menschen mit Screenreader.
  5. Platzierung: Bilder gehören neben den Text, um den es geht. Daraus liest Google ab, worum es im Bild geht.

Wann lohnt sich doch ein Fotograf?

Für das Hauptbild der Startseite, das Teamfoto und die Karriereseite. Diese Bilder sieht jeder Besucher zuerst, und dort lohnt die Investition am ehesten.

Mein Rat: Ein halber Tag mit einem guten Fotografen für die Schlüsselbilder, der Rest mit dem Handy. Projekte entstehen laufend, und kein Fotograf ist dabei, wenn du die Abnahme machst. Was ein Fotograf kostet, steht in Was kostet ein Fotograf für die Firmenwebsite?

Willst du wissen, welche Bilder deine Seite wirklich braucht? Im Erstgespräch gehen wir durch, für welche Arbeit dich Kunden finden sollen und was deine Seite davon schon zeigt.

Häufige Fragen

Armin Franz sitzt lächelnd an einem Holztisch vor einem hellen Sprossenfenster

Armin Franz

Webdesigner für Handwerksbetriebe in Bayern

Ich baue Websites für Handwerksbetriebe und sorge dafür, dass sie bei Google und in KI-Suchen gefunden werden. In diesem Ratgeber schreibe ich auf, was ich aus Kundengesprächen und eigenen Projekten weiß.

Mehr über mich

Quellen

  1. Google Search Central: Best Practices für Bilder, abgerufen am 04.11.2026
  2. Chrome for Developers: Bilder in modernen Formaten (WebP, AVIF), abgerufen am 04.11.2026
  3. § 22 Kunsturhebergesetz (KUG), Recht am eigenen Bild, abgerufen am 04.11.2026
  4. Armin Franz: Fallstudien und Kundenstimmen, abgerufen am 04.11.2026