Was kostet ein Fotograf für die Firmenwebsite?
Was kostet ein Fotograf für die Firmenwebsite? Preisspannen mit Stand, wann Handyfotos reichen, welche Nutzungsrechte du brauchst, wie du planst.
Ein Fotograf für die Firmenwebsite kostet laut Richtwerten meist 150 bis 600 € pro Shooting, ein halber Tag 400 bis 900 €. Für Baustellen und Vorher-Nachher-Bilder reicht oft das Handy. Für Chef, Team und Startseite lohnt sich ein Profi. Kläre vorher schriftlich, wo du die Bilder nutzen darfst.
In diesem Artikel
- Was kostet ein Fotograf für die Firmenwebsite?
- Wovon hängt der Preis für ein Firmenfotoshooting ab?
- Wann reichen Handyfotos für die Website?
- Wann lohnt sich ein professioneller Fotograf?
- Welche Nutzungsrechte brauchst du an den Fotos?
- Wie bereitest du ein Fotoshooting für die Website vor?
- Brauchst du die Einwilligung deiner Mitarbeiter für Fotos?
- Häufige Fragen
Was kostet ein Fotograf für die Firmenwebsite?
Laut Richtwerten eines Vergleichsportals kostet Unternehmensfotografie meist 150 bis 600 € pro Shooting, ein halber Tag 400 bis 900 €. Nutzungsrechte entscheiden mit.
Die Preisspannen stammen vom Vergleichsportal Trustlocal, Stand 13.05.2026, abgerufen am 4. November 2026. Es sind unverbindliche Richtwerte, keine Statistik. Frag immer nach einem schriftlichen Angebot.
Richtwerte für Fotografen
| Art des Shootings | Preisspanne | Typisch für |
|---|---|---|
| Business-Porträt | 150 bis 350 € | Foto vom Chef für Über-uns und Google-Profil |
| Unternehmensfotografie | 150 bis 600 € | Team, Werkstatt, Fahrzeuge |
| Firmenfotografie, halber Tag | 400 bis 900 € | Porträts, Team und Arbeit auf der Baustelle |
| Stundensatz | 70 bis 250 € | kurze Termine, Nachshootings |
Die Spanne ist groß, weil ein Fotograf nicht nur auf den Auslöser drückt. Anfahrt, Vorbereitung, Bildauswahl und Bearbeitung kosten oft mehr Zeit als das Shooting selbst. Auf meiner Preisseite steht deshalb: Fotoshooting, Video oder Erklärfilm liegen zusammen schnell bei einer niedrigen vierstelligen Summe. Mehr dazu auf Was kostet eine Website?.
Wovon hängt der Preis für ein Firmenfotoshooting ab?
Von Dauer, Anzahl der fertigen Bilder, Anfahrt und Bildbearbeitung. Und vor allem davon, wo und wie lange du die Bilder nutzen darfst.
Die Preistreiber
- Dauer: Eine Stunde für Porträts oder ein halber Tag für Team und Baustelle.
- Anzahl der Bilder: Zehn bearbeitete Bilder kosten weniger als fünfzig.
- Anfahrt: Gerade auf dem Land kann die Anfahrt ein eigener Posten sein.
- Bearbeitung: Farbkorrektur ist üblich, aufwendige Retusche kostet extra.
- Nutzungsrechte: Nur Website, oder auch Fahrzeug, Flyer und Anzeigen?
Wann reichen Handyfotos für die Website?
Für Baustellen, Projekte und Vorher-Nachher-Bilder reichen gute Handyfotos meist. Für das Bild vom Chef und vom Team lohnt sich oft ein Profi.
Ein Kunde, der wissen will, ob du sein Bad sanieren kannst, will deine Arbeit sehen. Dafür reicht ein aktuelles Handy, wenn Licht und Ordnung stimmen. Echte, ungeschliffene Bilder wirken oft glaubwürdiger als durchgestylte. Bei Alpha Lackierungen zum Beispiel erzählen Vorher-Nachher-Bilder der Arbeiten die Geschichte der Website.
Wie du mit dem Handy gute Fotos machst, steht in Fotos für die Website: So gelingen sie mit dem Handy. Wie du Vorher-Nachher-Bilder richtig einsetzt, in Vorher-Nachher-Bilder: Die stärkste Werbung für Handwerker.
Wann lohnt sich ein professioneller Fotograf?
Wenn das Foto den ersten Eindruck macht: Startseite, Über-uns-Seite, Team und Google-Profil. Dort entscheidet ein Bild, ob Besucher dir vertrauen oder weiterklicken.
Ohne echte Bilder halten Besucher einen Betrieb schnell für unseriös. Ein gutes Porträt vom Chef und ein Teamfoto nutzt du jahrelang: auf der Website, im Google-Profil, auf Stellenanzeigen und im Angebot. Auf fünf Jahre gerechnet sind 400 bis 900 € für einen halben Tag oft gut angelegt.
Ein Profi lohnt sich auch, wenn deine Arbeit selbst schwer zu fotografieren ist, etwa Möbel, Fassaden oder Innenausbau in schwierigem Licht. Bei der Manufaktur Mücke in Detmold sollte der ganze Auftritt zum Qualitätsniveau der Tischlerei passen. Bei hochwertigen Möbeln zeigt ein Profi Material und Licht meist besser als ein Handy. Dasselbe gilt für Stoffe und Polster, mehr dazu in Website für Raumausstatter.
Welche Nutzungsrechte brauchst du an den Fotos?
Mindestens das Recht, die Bilder dauerhaft auf Website, Google-Profil und Social Media zu nutzen. Lass dir das schriftlich geben, bevor du das Shooting buchst.
Der Fotograf ist Urheber der Bilder. Er räumt dir nach § 31 UrhG Nutzungsrechte ein, die zeitlich, räumlich und inhaltlich begrenzt sein können. Steht nichts Genaues im Vertrag, entscheidet der Vertragszweck. Und nach § 13 UrhG hat er ein Recht darauf, als Urheber genannt zu werden, also oft einen Bildnachweis auf der Website.
Für welche Kanäle darfst du die Bilder nutzen, wie lange, und musst du den Fotografen nennen? Bekommst du die Bilder in voller Auflösung? Diese drei Fragen gehören ins Angebot. Mehr zum Thema steht in Bilder auf der Website: Urheberrecht und Lizenzen.
Wie bereitest du ein Fotoshooting für die Website vor?
Mit einer Liste der Motive, aufgeräumten Räumen, sauberen Fahrzeugen, einheitlicher Arbeitskleidung und der Einwilligung aller Mitarbeiter, die aufs Bild sollen.
Shooting-Vorbereitung in fünf Schritten
- Motivliste schreiben
Chef-Porträt, Team, zwei bis drei typische Arbeiten, Werkstatt, Fahrzeug. Pro Leistungsseite mindestens ein passendes Bild.
- Ort vorbereiten
Werkstatt aufräumen, Fahrzeuge waschen, eine laufende Baustelle mit Kundenerlaubnis einplanen.
- Kleidung abstimmen
Saubere Arbeitskleidung mit Logo wirkt besser als bunt gemischt.
- Einwilligungen einholen
Jeder, der erkennbar aufs Bild kommt, sollte vorher schriftlich zustimmen.
- Format klären
Querformat für die Website, Hochformat für Handy und Social Media.
Brauchst du die Einwilligung deiner Mitarbeiter für Fotos?
In der Regel ja. Bildnisse von Personen dürfen nach dem Kunsturhebergesetz grundsätzlich nur mit Einwilligung veröffentlicht werden. Hol sie schriftlich ein.
Das gilt nach § 22 KUG auch für Mitarbeiter. Dazu kommt der Datenschutz, denn ein Foto ist ein personenbezogenes Datum. Wie eine Einwilligung aussehen kann und was beim Widerruf passiert, steht in Fotos von Kunden und Mitarbeitern zeigen.
Dieser Abschnitt gibt einen allgemeinen Überblick, Stand 4. November 2026. Er ersetzt keine Beratung durch eine Anwältin oder einen Anwalt. Im Zweifel frag deine Handwerkskammer oder einen Fachanwalt.
Häufige Fragen
Für Hintergründe vielleicht, für deinen Betrieb nicht. Kunden erkennen Katalogbilder schnell, und der Handwerker im Stockfoto bist nicht du. Echte Bilder deiner Arbeit schaffen mehr Vertrauen, auch wenn sie nicht perfekt sind.
Für eine Seite mit fünf Leistungen reichen oft 15 bis 25 gute Bilder: ein Porträt, ein Teamfoto, Werkstatt, Fahrzeug und pro Leistung zwei bis drei Arbeitsbilder. Wichtiger als die Menge ist, dass jedes Bild etwas zeigt.
Ein professionelles Shooting hält meist einige Jahre. Arbeitsbilder solltest du laufend ergänzen, am einfachsten mit dem Handy nach jedem gelungenen Projekt. Neue Teammitglieder brauchen ein eigenes Foto.
Ein Shooting für den betrieblichen Auftritt ist durch den Betrieb veranlasst und damit grundsätzlich eine Betriebsausgabe. Wie es genau verbucht wird und ob es zur Website-Erstellung zählt, klärt dein Steuerberater.
Frag den Kunden vorher. Auch wenn kein Mensch zu sehen ist, wollen viele nicht, dass ihr Haus erkennbar im Netz steht. Eine kurze schriftliche Zustimmung schützt dich und zeigt Respekt.
Quellen
- Trustlocal: Kosten Fotograf, aktualisiert am 13.05.2026, abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Was kostet eine Website?, abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Fallstudien, abgerufen am 04.11.2026
- § 31 UrhG, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 04.11.2026
- § 13 UrhG, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 04.11.2026
- § 22 KunstUrhG, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 04.11.2026