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Website-Praxis

Referenzen auf der Website zeigen: So überzeugt dein Portfolio

Referenzen auf der Website, die überzeugen: Projektseiten mit Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis, echte Belege statt Logos. Mit Aufbau und Beispielen.

Armin FranzAktualisiert am 6 Min. Lesezeit
Webdesigner Armin Franz am Besprechungstisch mit Tablet und Kaffee im Büro
Kurz gesagt

Referenzen überzeugen, wenn sie eine Geschichte erzählen: Wie war es vorher, was hast du gemacht, was ist heute anders. Statt einer Bildergalerie ohne Text baust du für die besten Projekte eigene Projektseiten mit Fotos, Ort, Ablauf, einer echten Kundenstimme und einem Link zur passenden Leistung. Und du zeigst sie dort, wo Kunden zweifeln.

In diesem Artikel
  1. Wie zeigst du Referenzen auf der Website richtig?
  2. Warum wird ein Portfolio auf der Website oft nicht beachtet?
  3. Wie ist eine gute Projektseite aufgebaut?
  4. Welche Belege überzeugen Kunden am meisten?
  5. Wo gehören Referenzen auf der Website hin?
  6. Darfst du Kundennamen, Fotos und Zitate auf der Website zeigen?
  7. Wie bekommst du Kundenstimmen, die nicht nach Werbung klingen?
  8. Häufige Fragen

Wie zeigst du Referenzen auf der Website richtig?

Als kurze Projektgeschichten mit Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis, dazu echte Fotos und eine Kundenstimme. Eine Galerie ohne Text überzeugt kaum jemanden.

Ein Selbstständiger sagte mir nach vier Jahren am Markt, sein Portfolio werde einfach nicht gesehen. Oft liegt das nicht an der Arbeit, sondern daran, wie sie gezeigt wird: als Bildergalerie unter einem Menüpunkt namens Referenzen, ohne Text, ohne Ort, ohne Bezug zu einer Leistung.

Für einen Kunden ist das ein Stapel schöner Bilder. Er weiß nicht, was das Problem war, was du gelöst hast und ob das zu seiner Lage passt. Genau das muss eine Referenz beantworten.

Warum wird ein Portfolio auf der Website oft nicht beachtet?

Weil es versteckt ist und keine Fragen beantwortet. Bilder ohne Geschichte zeigen nicht, was du für einen Kunden in seiner Lage tun würdest.

Fünf Gründe, warum Referenzen untergehen

  • Galerie ohne Text: Hübsch, aber ohne Aussage. Weder Kunde noch Google versteht, worum es geht.
  • Nur unter einem Menüpunkt: Wer eine Leistungsseite liest, sieht das passende Projekt nie.
  • Logos statt Projekte: Ein Firmenlogo sagt nicht, was du dort gemacht hast.
  • Alles gleich gewichtet: Zwanzig Projekte nebeneinander, keines sticht heraus.
  • Uralte Projekte: Das neueste Bild ist von 2017. Läuft der Betrieb überhaupt noch?

Wie ist eine gute Projektseite aufgebaut?

Drei Teile: Ausgangslage, Vorgehen, Ergebnis. Dazu Fotos, Ort, Dauer, eine wörtliche Kundenstimme und am Ende ein Link zur passenden Leistung und zur Anfrage.

Projektseite in sieben Bausteinen

  1. Überschrift mit Ergebnis

    Zum Beispiel: Altes Bad in 15 Tagen barrierefrei umgebaut, Kulmbach.

  2. Ausgangslage

    Was war das Problem? Was hat den Kunden gestört oder beunruhigt?

  3. Vorgehen

    Was hast du gemacht, in welcher Reihenfolge, mit welchen Besonderheiten?

  4. Ergebnis

    Was ist heute anders? Am besten mit einer Zahl: Dauer, Fläche, Ersparnis.

  5. Bilder

    Vorher, während, nachher. Echte Fotos, keine Bilddatenbank.

  6. Stimme des Kunden

    Ein oder zwei Sätze, wörtlich und mit Erlaubnis.

  7. Nächster Schritt

    Link zur Leistungsseite und ein Knopf: Ähnliches Projekt anfragen.

Genau so sind meine eigenen Fallstudien aufgebaut: Ausgangslage, Vorgehen, Ergebnis, ein wörtliches Zitat aus dem Video-Interview und die echte Seite am Rechner und am Handy. Wie das für eine Tischlerei aussieht, steht in Website für Schreiner und Tischler.

„Es war schwierig, den Kunden zu vermitteln, was wir eigentlich machen und wer wir genau sind. […] Das Ziel wurde komplett erfüllt, also die Webseite ist super geworden.“
Maik Budwillat, Inhaber, Manufaktur Mücke

Welche Belege überzeugen Kunden am meisten?

Belege, die du nicht selbst formuliert hast: Bewertungen auf fremden Plattformen, echte Sprachnachrichten oder Handyvideos von Kunden, konkrete Zahlen und gezeigte Arbeit.

Vom stärksten zum schwächsten Beleg

Vom stärksten zum schwächsten Beleg
BelegartWarum sie wirktBeispiel
Bewertung auf fremder PlattformDu kannst sie nicht selbst schreibenGoogle-Bewertung mit Name und Datum
Rohmaterial vom KundenUngeschliffen und damit glaubwürdigHandyvideo oder Sprachnachricht, mit Erlaubnis
Konkrete ZahlNachprüfbar statt AdjektivBad in 15 Arbeitstagen fertig, Familie hat im Haus gewohnt
Gezeigte Arbeit mit AblaufMacht dein Können sichtbarVorher, während, nachher mit Erklärung
Selbst formulierte KundenstimmeWirkt schnell wie WerbungSuper Arbeit, gerne wieder
Eigene Einordnung aus dem Webdesign: Roher Beweis schlägt formulierte Referenz.

Der wichtigste Satz dazu: Je mehr jemand vor der Entscheidung sehen kann, desto ruhiger wird der Skeptiker. Wie du Vorher-Nachher-Paare dafür aufnimmst, steht in Vorher-Nachher-Bilder.

Wo gehören Referenzen auf der Website hin?

Direkt neben die Behauptung, die sie belegen. Das passende Projekt auf die Leistungsseite, zwei starke auf die Startseite, der Rest auf eine Referenzseite.

Schreibst du auf der Seite Badsanierung, dass ihr sauber und pünktlich arbeitet, gehört genau dort ein Badprojekt mit Dauer und Kundenstimme hin. Nicht drei Klicks weiter unter Referenzen.

Die Referenzseite selbst sortierst du nach Leistung und gern nach Ort. Ein Kunde aus Bayreuth sucht ein Projekt aus Bayreuth. Ein Gewerbekunde sucht Gewerbe, kein Einfamilienhaus.

Darfst du Kundennamen, Fotos und Zitate auf der Website zeigen?

Nur mit Einwilligung des Kunden. Und nur echte Stimmen: Erfundene oder geschönte Kundenstimmen sind irreführende Werbung und können teuer abgemahnt werden.

Echt, erlaubt, nachprüfbar

Hol dir die Erlaubnis für Name, Ort, Fotos und Zitat schriftlich. Nenn bei Privatkunden lieber nur Vorname und Ort, wenn dem Kunden das lieber ist. Was rechtlich bei Kundenstimmen gilt, steht in Werbung mit Kundenstimmen und Bewertungen. Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie bekommst du Kundenstimmen, die nicht nach Werbung klingen?

Stell konkrete Fragen, statt um Lob zu bitten. Frag nach der Lage vorher, der größten Sorge und dem, was heute anders ist.

Fünf Fragen für eine echte Kundenstimme

  1. Wie war es, bevor du uns angerufen hast?
  2. Was war deine größte Sorge vor dem Auftrag?
  3. Was hat dich überrascht?
  4. Was ist heute anders als vorher?
  5. Wem würdest du uns empfehlen und warum?

Am besten nimmst du die Antworten mit dem Handy als kurzes Video oder Sprachnachricht auf, mit Erlaubnis. Und bitte zufriedene Kunden zusätzlich um eine Google-Bewertung. Wie du die auf deiner Seite einbindest, steht in Bewertungen auf der Website zeigen.

Häufige Fragen

Armin Franz sitzt lächelnd an einem Holztisch vor einem hellen Sprossenfenster

Armin Franz

Webdesigner für Handwerksbetriebe in Bayern

Ich baue Websites für Handwerksbetriebe und sorge dafür, dass sie bei Google und in KI-Suchen gefunden werden. In diesem Ratgeber schreibe ich auf, was ich aus Kundengesprächen und eigenen Projekten weiß.

Mehr über mich

Quellen

  1. Google Search Central: Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, abgerufen am 04.11.2026
  2. § 5 UWG, Irreführende geschäftliche Handlungen, abgerufen am 04.11.2026
  3. § 22 Kunsturhebergesetz (KUG), Recht am eigenen Bild, abgerufen am 04.11.2026
  4. Armin Franz: Fallstudien und Kundenstimmen, abgerufen am 04.11.2026