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Gewerke

Website für Garten- und Landschaftsbau: Saisonal planen, ganzjährig gefunden werden

Wie eine GaLaBau-Website das ganze Jahr Anfragen bringt: Saisonkalender, Pflegeverträge, Gehölzschnitt im Winter und Gartenprojekte richtig zeigen.

Armin FranzAktualisiert am 6 Min. Lesezeit
Armin Franz steht nachdenklich vor bunten Häusern in der Altstadt
Kurz gesagt

Eine Website für Garten- und Landschaftsbau muss im Rhythmus der Saison denken. Im Winter verkauft sie Planung und Gehölzschnitt, im Frühjahr Pflaster und Bepflanzung, im Sommer Pflegeverträge. Die Seiten bleiben das ganze Jahr online, nur die Startseite wechselt den Schwerpunkt. So wirst du gefunden, bevor die Kunden anrufen.

In diesem Artikel
  1. Was braucht die Website eines Garten- und Landschaftsbauers?
  2. Wann suchen Kunden nach welchen Gartenleistungen?
  3. Darf man Hecken und Gehölze im Sommer schneiden?
  4. Wie verkaufe ich Pflegeverträge über die Website?
  5. Wie zeige ich Gartenprojekte, die erst nach Jahren richtig schön sind?
  6. Sollten Privatgärten und Gewerbekunden getrennte Seiten bekommen?
  7. Welche Fehler machen GaLaBau-Websites am häufigsten?
  8. Häufige Fragen

Was braucht die Website eines Garten- und Landschaftsbauers?

Im Frühjahr zu viele Anfragen, im Winter zu wenige? Dann braucht deine Website Saisonseiten, Pflegeverträge als feste Einnahme und Projekte, die das Wachstum zeigen.

Gartenkunden planen früher, als viele Betriebe denken. Wer im April eine neue Terrasse will, sucht oft schon im Januar nach Ideen und Betrieben. Steht deine Seite dann mit dem Herbstlaub vom letzten Jahr da, landet die Anfrage woanders.

Die Lösung ist kein ständiges Umbauen, sondern ein Saisonkalender: feste Leistungsseiten, die immer online sind, und eine Startseite, die viermal im Jahr den passenden Schwerpunkt zeigt. Das kostet dich pro Quartal eine Stunde. Dafür wirst du im Januar für Planung gefunden und im Juli für Pflege, statt nur im April für alles gleichzeitig.

Wann suchen Kunden nach welchen Gartenleistungen?

Planung und Gehölzschnitt im Winter, Pflaster, Rasen und Bepflanzung im Frühjahr, Pflege im Sommer, Pflanzung und Laub im Herbst. Deine Startseite folgt diesem Takt.

Saisonkalender für deine Startseite

Saisonkalender für deine Startseite
ZeitraumWas Kunden suchenWas vorne auf der Startseite steht
Dezember bis FebruarGartenplanung, Baumfällung, GehölzschnittJetzt Garten für das Frühjahr planen
März bis MaiTerrasse, Pflaster, Rasen, BepflanzungProjekte für dieses Jahr, freie Termine
Juni bis AugustBewässerung, Pflege, UrlaubsbetreuungPflegevertrag für den Rest des Jahres
September bis NovemberPflanzzeit, Laub, WinterdienstHerbstpflanzung und Winterdienst sichern
Beispielhafter Kalender. Passe ihn an deine Region und deine Schwerpunkte an.

Darf man Hecken und Gehölze im Sommer schneiden?

Starke Rückschnitte und das Entfernen von Hecken und Gebüschen sind vom 1. März bis 30. September verboten. Schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben erlaubt.

So steht es in § 39 Abs. 5 BNatSchG. Für dich ist das ein Verkaufsargument für den Winter: Wer im Februar die alte Hecke loswerden will, muss sich beeilen. Eine Seite "Gehölzschnitt und Rodung im Winter" mit dem Hinweis auf die Frist füllt genau die ruhigen Wochen. Schreib dazu, bis wann du Anfragen für diesen Winter noch annimmst.

Schreib die Regel in einfachen Worten hin und verlinke das Gesetz. Für Bäume gelten oft zusätzlich kommunale Baumschutzsatzungen. Sag deinen Kunden, dass du das vorab klärst. So wirst du zum Ansprechpartner, bevor jemand mit der Kettensäge selbst loslegt.

Wie verkaufe ich Pflegeverträge über die Website?

Mit klaren Paketen statt "Gartenpflege auf Anfrage". Leistungsumfang, Einsätze pro Jahr und ein Formular mit Gartengröße und Fotos machen den Vertrag greifbar.

So baust du die Pflegevertrag-Seite auf

  1. Zwei oder drei Pakete

    Etwa Grundpflege, Komplettpflege, Urlaubsbetreuung. Jedes mit einer Liste, was drin ist und wie oft ihr kommt.

  2. Für wen

    Berufstätige, ältere Hausbesitzer, Vermieter, Gewerbeflächen. Kunden sollen sich wiedererkennen.

  3. Anfrage mit Fotos

    Gartengröße, Ort, drei Fotos. Damit kannst du ein Angebot schreiben, ohne vorher hinzufahren.

  4. Fester Start

    Verträge beginnen im März. Wer im Winter anfragt, sichert sich seinen Platz.

Steuerbonus erwähnen, aber richtig

Privatkunden können Gartenarbeiten je nach Art als haushaltsnahe Dienstleistung (20 Prozent, höchstens 4.000 Euro im Jahr) oder als Handwerkerleistung (20 Prozent, höchstens 1.200 Euro) nach § 35a EStG absetzen, jeweils nur die Arbeitskosten. Was wohin gehört, klärt der Kunde mit seinem Steuerberater. Weise Arbeit und Material auf der Rechnung getrennt aus.

Wie zeige ich Gartenprojekte, die erst nach Jahren richtig schön sind?

Mit vier Fotos statt einem: vorher, Bauphase, direkt nach der Fertigstellung und ein Jahr später. Erst die letzte Aufnahme zeigt, was dein Garten wirklich kann.

Frisch gepflanzte Gärten sehen oft kahl aus. Wer nur dieses Bild zeigt, verschenkt den stärksten Beweis. Frag Kunden, ob du nach einem Jahr noch einmal vorbeikommen und fotografieren darfst. Die meisten freuen sich darüber, und du hast gleich einen guten Anlass, um eine Bewertung zu bitten. Schreib zu jedem Projekt außerdem die Gartengröße, die Bauzeit und welche Pflanzen du gewählt hast. Genau diese Angaben suchen Leute, die einen ähnlichen Garten planen.

Wie du Vorher-Nachher-Bilder baust, die wirklich überzeugen, steht im Ratgeber Vorher-Nachher-Bilder.

Sollten Privatgärten und Gewerbekunden getrennte Seiten bekommen?

Ja. Privatkunden kaufen Träume und Ruhe, Hausverwaltungen und Gewerbe kaufen Verlässlichkeit, feste Intervalle und Dokumentation. Beides auf einer Seite überzeugt keinen von beiden.

Was Gewerbekunden auf deiner Seite suchen

  • Feste Intervalle: Pflegeplan mit Terminen, schriftlich.
  • Winterdienst: Einsatzgebiet, Reaktionszeit, Dokumentation der Einsätze.
  • Ansprechpartner: eine Person mit Telefonnummer, nicht nur eine Info-Adresse.
  • Referenzen: Wohnanlagen, Firmengelände, öffentliche Flächen, wenn erlaubt.

Arbeitest du in mehreren Landkreisen, lies auch den Ratgeber Seiten für mehrere Orte. Dort steht, wann sich eigene Ortsseiten lohnen und wann nicht. Wenn du viel mit Naturstein arbeitest, findest du Anregungen im Ratgeber für Steinmetze.

Welche Fehler machen GaLaBau-Websites am häufigsten?

Eine Startseite, die das ganze Jahr gleich aussieht, Bilder nur vom Bautag, keine Pflegepakete und keine Antwort, wann der nächste Termin frei ist.

  • Sommerfoto im Januar: wirkt, als würde sich niemand um die Seite kümmern.
  • "Wir gestalten Ihren Traumgarten": sagt jeder, zeigt nichts.
  • Keine Termininfo: Kunden wollen wissen, ob dieses Jahr noch etwas geht.
  • Kein Winterangebot: Planung und Gehölzschnitt fehlen, und die Monate bleiben leer.

Wie du die Seite mit wenig Aufwand aktuell hältst, steht im Ratgeber Website aktuell halten. Und wenn du wissen willst, welche Seiten dir das meiste bringen: Im Erstgespräch klären wir, für welche Arbeiten dich Kunden finden sollen und was deine jetzige Seite davon schon schafft.

Häufige Fragen

Armin Franz sitzt lächelnd an einem Holztisch vor einem hellen Sprossenfenster

Armin Franz

Webdesigner für Handwerksbetriebe in Bayern

Ich baue Websites für Handwerksbetriebe und sorge dafür, dass sie bei Google und in KI-Suchen gefunden werden. In diesem Ratgeber schreibe ich auf, was ich aus Kundengesprächen und eigenen Projekten weiß.

Mehr über mich

Quellen

  1. § 39 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), abgerufen am 04.11.2026
  2. § 35a Einkommensteuergesetz (EStG), abgerufen am 04.11.2026