Website für Steinmetze: Würdevoll, klar und gut auffindbar
Wie Steinmetze Trauernde einfühlsam ansprechen, Fragen zu Friedhofsregeln und Herkunft der Steine beantworten und Naturstein fürs Haus getrennt zeigen.
Die Website eines Steinmetzes spricht zwei völlig verschiedene Menschen an: Angehörige, die ein Grabmal suchen, und Bauherren, die Naturstein für Küche, Treppe oder Bad wollen. Für Trauernde zählen ein ruhiger Ton, klare Antworten zu Friedhofsregeln, Ablauf und Kosten und kein Verkaufsdruck. Naturstein im Haus bekommt einen eigenen Bereich.
In diesem Artikel
- Was braucht die Website eines Steinmetzes?
- Wie spricht eine Website Trauernde an, ohne aufdringlich zu wirken?
- Welche Fragen haben Angehörige vor dem Kauf eines Grabmals?
- Was müssen Steinmetze in Bayern zur Herkunft der Grabsteine beachten?
- Wie zeige ich Grabmale, ohne pietätlos zu wirken?
- Wie gewinne ich über die Website Kunden für Naturstein im Haus?
- Welche Fehler machen Steinmetz-Websites am häufigsten?
- Häufige Fragen
Was braucht die Website eines Steinmetzes?
Zwei getrennte Bereiche: einen ruhigen für Angehörige mit Fragen zum Grabmal und einen für Naturstein im Haus. Beide Zielgruppen brauchen völlig andere Worte und Bilder.
Wer ein Grabmal sucht, hat gerade einen Menschen verloren. Diese Leute wollen nicht beworben werden. Sie wollen verstehen, was erlaubt ist, wie lange es dauert und was es kostet, und sie wollen spüren, dass sie bei dir gut aufgehoben sind. Gleichzeitig sucht ein Bauherr nach einer Granit-Arbeitsplatte und erwartet Fotos, Maße und Preise. Eine Startseite für beide wirkt entweder kalt oder seltsam.
Wie spricht eine Website Trauernde an, ohne aufdringlich zu wirken?
Mit ruhiger Gestaltung, einfachen Worten und Antworten statt Angeboten. Kein Rabatt, kein Countdown, kein Pop-up. Die Telefonnummer gut sichtbar, aber ohne Druck.
Ton und Gestaltung für den Grabmal-Bereich
- Ruhige Farben und viel Weißraum: nichts blinkt, nichts springt.
- Einfache Sprache: "Wir nehmen uns Zeit für Sie" ist hier ausnahmsweise richtig, wenn deine Kunden Sie erwarten.
- Ablauf in Schritten: vom ersten Gespräch bis zum Setzen des Steins.
- Zeit lassen: klar sagen, dass niemand sofort entscheiden muss.
- Persönlicher Kontakt: Foto und Name von dir oder der Person, die berät.
Ein Beispiel aus einem ganz anderen, aber ähnlich sensiblen Fach: Für die Kanzlei Webersberger in Fürth, Schwerpunkt Betreuungsrecht, habe ich bewusst verständliche Texte statt Kanzleisprache geschrieben. Wer in einer belastenden Lage sucht, braucht Klarheit, keine Fachbegriffe. Die Geschichte steht bei den Fallstudien. Wie Kanzleien das umsetzen, steht im Ratgeber Website für Kanzleien.
Welche Fragen haben Angehörige vor dem Kauf eines Grabmals?
Was auf dem Friedhof erlaubt ist, wann der Stein stehen kann, was er kostet, wer die Genehmigung einholt und ob später eine Inschrift dazukommen kann.
Fragen und Antworten für den Grabmal-Bereich
| Frage der Angehörigen | Was auf deiner Website stehen sollte |
|---|---|
| Was ist auf unserem Friedhof erlaubt? | Dass jede Friedhofssatzung eigene Regeln hat und du sie für die Friedhöfe in deiner Region kennst |
| Wann kann der Stein stehen? | Dass das vom Friedhof und vom Boden abhängt, mit einer ehrlichen typischen Spanne |
| Wer kümmert sich um die Genehmigung? | Dass du den Antrag beim Friedhofsträger übernimmst, wenn das stimmt |
| Was kostet ein Grabstein? | Spannen für Urnengrab, Einzelgrab, Doppelgrab mit Beispielbildern |
| Kann später eine Inschrift dazukommen? | Wie das abläuft, ob der Stein dafür in die Werkstatt muss |
Was müssen Steinmetze in Bayern zur Herkunft der Grabsteine beachten?
Friedhofsträger in Bayern dürfen per Satzung verlangen, dass Grabsteine nachweislich ohne schlimmste Formen von Kinderarbeit hergestellt wurden. Das gehört offen auf die Website.
So steht es in Art. 9a des Bayerischen Bestattungsgesetzes. Als Nachweis nennt das Gesetz eine lückenlose Dokumentation, dass der Stein in der EU, im EWR oder in der Schweiz hergestellt wurde, oder die Erklärung einer unabhängigen Organisation mit unangemeldeten Kontrollen vor Ort. Ist das nicht zumutbar, kann eine Erklärung des Letztverkäufers reichen.
Mach daraus einen eigenen Abschnitt "Woher unsere Steine kommen". Viele Angehörige haben davon gehört und sind unsicher. Wer offen sagt, woher seine Steine stammen und welche Nachweise er liefert, schafft Vertrauen, das sich kein Billiganbieter ehrlich erkaufen kann.
Dieser Abschnitt gibt einen allgemeinen Überblick, Stand 4. November 2026. Er ersetzt keine Beratung durch eine Anwältin oder einen Anwalt. Ob und wie ein Friedhof den Nachweis verlangt, steht in der jeweiligen Friedhofssatzung. Außerhalb Bayerns gelten andere Landesgesetze.
Wie zeige ich Grabmale, ohne pietätlos zu wirken?
Mit Fotos aus Werkstatt und Ausstellung oder von Steinen, deren Inschrift unkenntlich ist. Fotos echter Gräber nur mit Zustimmung der Familie und ohne lesbare Namen.
Die stärksten Bilder sind oft die aus der Werkstatt: ein Rohblock, Hände beim Schriftschlagen, ein fertiger Stein vor dem Transport. Sie zeigen Handwerk und Sorgfalt, ohne die Privatsphäre einer Familie zu berühren. Dazu passen Gestaltungsbeispiele nach Grabart, jeweils mit Material und Bearbeitung. Wie du Referenzen grundsätzlich aufbaust, steht im Ratgeber Referenzen zeigen.
Vorsicht bei Dankesschreiben von Angehörigen: Nur mit ausdrücklicher Zustimmung und lieber ohne vollen Namen. Was bei Kundenstimmen erlaubt ist, steht im Ratgeber Werbung mit Kundenstimmen.
Wie gewinne ich über die Website Kunden für Naturstein im Haus?
Mit einem eigenen Bereich in anderem Ton: Küchenarbeitsplatten, Treppen, Fensterbänke und Bäder, jeweils mit echten Projekten, Materialien zum Vergleichen und einem Formular mit Maßen.
Leistungsseiten für Naturstein im Haus
- Küchenarbeitsplatten: Granit, Quarzit, Marmor im Vergleich, mit Pflegehinweisen.
- Treppen innen und außen: Belag, Stufen, Frostsicherheit.
- Fensterbänke: oft ein kleiner Einstiegsauftrag, aus dem mehr wird.
- Bäder und Waschtische: Naturstein als Gegenstück zur Fliese.
- Außenbereich: Terrassen, Mauern, Brunnen, oft zusammen mit dem Garten- und Landschaftsbau.
Welche Fehler machen Steinmetz-Websites am häufigsten?
Grabmale und Küchenplatten auf derselben Seite, laute Gestaltung, keine Preisorientierung, Fotos von Gräbern mit lesbaren Namen und keine Antwort zu Friedhofsregeln.
- Aktionsangebote für Grabsteine: wirkt auf Trauernde kalt und unpassend.
- Lesbare Namen auf Fotos: verletzt Familien und Privatsphäre.
- Keine Herkunftsangaben: gerade in Bayern eine verpasste Chance.
- Alles auf einer Startseite: Trauer und Küchenrenovierung direkt nebeneinander.
Wenn du wissen willst, wie du beide Bereiche sauber trennst: Im Erstgespräch schauen wir auf deine Seite und klären, welche Schritte du wirklich brauchst.
Häufige Fragen
Ja, als Spannen nach Grabart mit Beispielbildern. Angehörige sind oft unsicher und trauen sich nicht zu fragen. Eine ehrliche Orientierung nimmt ihnen diese Hürde.
Für den Grabmal-Bereich meist Sie, weil viele Angehörige älter sind und eine respektvolle Ansprache erwarten. Im Naturstein-Bereich kann das Du passen. Richte dich danach, wie deine Kunden mit dir sprechen.
Mit einer eigenen Grabmal-Seite, die die Friedhöfe und Orte nennt, an denen du arbeitest, und einem gepflegten Google-Profil mit echten Fotos und Bewertungen.
Eine Partnerseite mit Bestattern aus der Region kann Angehörigen helfen. Nenn nur Partner, die zugestimmt haben, und vermeide den Eindruck, dass Empfehlungen gekauft sind.
Quellen
- Art. 9a Bayerisches Bestattungsgesetz (BayBestG), abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Fallstudie Kanzlei Webersberger, abgerufen am 04.11.2026