Website-Texte schreiben lassen: Was kostet das und lohnt es sich?
Website-Texte schreiben lassen: Was Texter kosten, warum ein Rabatt für eigene Texte ein Warnsignal ist und woran du gute Texte und gute Texter erkennst.
Website-Texte schreiben zu lassen kostet bei freien Textern im Schnitt 65 € pro Stunde. Für eine kleine Handwerker-Website kommen schnell 1.000 € und mehr zusammen. Das Geld ist meist gut angelegt, weil Texte entscheiden, ob Besucher anrufen. Wer dir die Texte gegen Rabatt überlässt, spart an der falschen Stelle.
In diesem Artikel
- Was kostet es, Website-Texte schreiben zu lassen?
- Lohnt es sich, Website-Texte schreiben zu lassen?
- Warum ist ein Rabatt für selbst geschriebene Texte ein Warnsignal?
- Was macht einen guten Text für eine Handwerker-Website aus?
- Wie läuft das Texten mit einem Profi ab?
- Kann KI die Texte für deine Website schreiben?
- Woran erkennst du einen guten Texter für deine Website?
- Häufige Fragen
Was kostet es, Website-Texte schreiben zu lassen?
Freie Texter verlangen laut freelancermap im Schnitt 65 € pro Stunde. Für eine kleine Handwerker-Website kommen so schnell rund 1.000 € zusammen.
Der Durchschnittswert stammt von der Freelancer-Plattform freelancermap, abgerufen am 4. November 2026, und beruht auf 841 Profilen mit angegebenem Stundensatz. Es sind Angebotspreise, keine abgerechneten Beträge.
Rechenbeispiel: Texte für eine kleine Handwerker-Website
| Seite | Annahme Aufwand | Bei 65 € pro Stunde |
|---|---|---|
| Startseite | 4 Stunden | 260 € |
| 3 Leistungsseiten | je 3 Stunden | 585 € |
| Über uns | 2 Stunden | 130 € |
| Interview und Vorbereitung | 3 Stunden | 195 € |
| Summe | 18 Stunden | 1.170 € |
Das klingt nach viel Geld für ein paar Absätze. Rechne aber dagegen: Ein einziger zusätzlicher Auftrag im Jahr deckt bei vielen Gewerken diese Summe. Und ein schlechter Text kostet dich jeden Monat Anfragen, ohne dass du es merkst.
Lohnt es sich, Website-Texte schreiben zu lassen?
Meistens ja. Texte entscheiden, ob Besucher anrufen oder weiterklicken. Als Inhaber steckst du zu tief im Betrieb, um zu sehen, was Kunden wirklich hören wollen.
Du weißt alles über Dachdämmung, Elektroinstallation oder Möbelbau. Genau das ist das Problem. Du schreibst über das, was dich begeistert, nicht über das, was den Kunden nachts wach hält. Ein guter Texter fragt so lange nach, bis die echten Sorgen deiner Kunden auf dem Tisch liegen.
Bei der Manufaktur Mücke in Detmold war genau das der Knackpunkt: Auf der alten Seite war schwer zu erkennen, wofür die Tischlerei steht und was sie im Einzelnen anbietet. Die ganze Geschichte steht bei den Fallstudien.
Die neue Botschaft der Tischlerei passt in einen Satz: „Wir bauen keine Möbel. Wir gestalten Wirkung.“ Solche Sätze entstehen nicht beim Ausfüllen eines Formulars, sondern im Gespräch.
Warum ist ein Rabatt für selbst geschriebene Texte ein Warnsignal?
Weil er die schwerste Arbeit zu dir verschiebt. Der Webdesigner spart Zeit, du sparst ein paar hundert Euro, und die Seite bringt später weniger.
Auf meiner Preisseite steht dieser Punkt bei den sieben Warnsignalen. Gute Texte kennen die Einwände deiner Kunden und entkräften sie. Wer dir die Texte überlässt, liefert dir am Ende nur eine hübsche Hülle. Mehr Warnsignale findest du in Webdesign-Angebot prüfen: 12 Punkte, bevor du unterschreibst.
Was macht einen guten Text für eine Handwerker-Website aus?
Er beginnt beim Problem des Kunden, nennt konkrete Zahlen und Orte, beantwortet Einwände und sagt am Ende klar, was der Besucher als Nächstes tun soll.
Fünf Merkmale guter Website-Texte
- Problem zuerst: Die feuchte Kellerwand, nicht die Firmengeschichte.
- Konkret statt schwammig: Statt schnell lieber Termin innerhalb von fünf Werktagen, wenn das stimmt.
- Einwände beantworten: Was kostet das ungefähr, wie lange dauert es, wie viel Dreck macht es?
- Ort nennen: Für welches Gebiet bist du da? Kunden und Google wollen das wissen.
- Ein klarer nächster Schritt: Anrufen, Formular oder Termin buchen, nicht alles gleichzeitig.
Beispiele mit Vorher und Nachher findest du in Website-Texte für Handwerker: So schreibst du, dass Kunden anrufen.
Wie läuft das Texten mit einem Profi ab?
Meist mit Fragebogen oder Interview, dann einem Entwurf und einer Runde Feedback. Dein Aufwand liegt bei wenigen Stunden über zwei bis drei Wochen.
So entstehen gute Texte
- Fragebogen oder Interview
Was machst du, für wen, wo, zu welchem Preis? Was fragen Kunden immer wieder? Was ist der größte Einwand?
- Nachbohren
Ein guter Texter fragt nach Zahlen und echten Situationen, nicht nur nach Schlagworten.
- Entwurf
Erst Aufbau und Kernaussagen, dann die ausformulierten Seiten.
- Feedback
Du prüfst Fakten und Ton. Klingt das nach dir?
- Feinschliff
Überschriften, Handlungsaufforderungen und Suchbegriffe werden angepasst.
So lief es bei der Kanzlei Webersberger in Fürth: Die Inhalte kamen über Fragenkataloge, statt Kanzleisprache gibt es jetzt verständliche Texte.
„Ich hab wenig Arbeit gehabt und das war für mich einfach auch ganz wichtig.“
Wie du dich auf so ein Gespräch vorbereitest, steht in Website-Briefing: Was du vor dem Start vorbereiten solltest. Wie eine Kanzlei-Website mit klarem Schwerpunkt aussieht, zeigt Website für Kanzleien.
Kann KI die Texte für deine Website schreiben?
KI kann beim Formulieren, Kürzen und Gliedern helfen. Ohne dein eigenes Material, also echte Zahlen, Fälle und Kundenfragen, entstehen aber austauschbare Texte, die niemanden überzeugen.
Ein Satz wie „Dein kompetenter Partner rund ums Bad“ steht auf tausend Websites. KI produziert genau solche Sätze, wenn sie nichts Besseres bekommt. Die Grundregel lautet deshalb: Kein Text ohne eigenes Material darunter. Wie du KI sinnvoll nutzt, steht in Website-Texte mit KI schreiben: Wo es hilft und wo nicht.
Woran erkennst du einen guten Texter für deine Website?
Er fragt mehr, als er erzählt, zeigt Beispiele mit Ergebnis, kennt sich mit Suchbegriffen aus und schreibt so, wie deine Kunden reden.
Warnsignale bei Textern
- Kein Gespräch vorab: Wer ohne Fragen loslegt, schreibt über irgendeinen Betrieb, nicht über deinen.
- Nur Wortzahl im Angebot: Der Preis pro Wort sagt nichts darüber, ob der Text verkauft.
- Keine Beispiele: Lass dir Seiten zeigen, die der Texter geschrieben hat, und frag, was sie gebracht haben.
- Floskeln im Angebot: Wer selbst nur in Schlagworten schreibt, schreibt sie auch für dich.
Bei mir gehören die Texte zur Website dazu und werden nicht als Rabatt-Posten an dich abgeschoben. Was das in den einzelnen Preisklassen bedeutet, siehst du auf Was kostet eine Website?.
Häufige Fragen
Für eine kleine Seite mit fünf bis acht Unterseiten solltest du zwei bis vier Wochen einplanen, inklusive Interview, Entwurf und Feedback. Am längsten dauert meist das Warten auf Antworten und Fotos.
Für Menschen, mit den Wörtern, die Menschen bei Google eingeben. Wer für einen Ort und eine Leistung gefunden werden will, muss beides klar nennen. Künstlich wiederholte Suchbegriffe schaden eher, als dass sie helfen.
Nein, Texte sind in der Regel urheberrechtlich geschützt. Abgesehen davon bringt dir ein kopierter Text nichts, weil er nicht von deinem Betrieb erzählt. Lass dich höchstens vom Aufbau inspirieren.
Das hängt vom Umfang und vom Rechercheaufwand ab. Manche Texter rechnen pauschal pro Seite, andere nach Stunden. Bei einem Stundensatz von 65 € und drei bis vier Stunden pro Seite landest du bei rund 200 bis 260 €.
Wenn sich Leistungen, Preise oder Einzugsgebiet ändern, sofort. Ansonsten lohnt sich ein kritischer Blick etwa einmal im Jahr: Stimmen die Aussagen noch, beantworten die Texte die Fragen, die Kunden heute stellen?
Quellen
- freelancermap: Freelancer für Texterstellung, durchschnittlicher Stundensatz, abgerufen am 04.11.2026
- Sellwerk: Was kostet eine Website für KMU?, Stand 17.08.2026, abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Was kostet eine Website? (Warnsignale), abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Fallstudien, abgerufen am 04.11.2026