Was kostet eine Website für Handwerker wirklich?
Website für Handwerker: Kosten von 1.000 bis über 5.000 €, laufende Kosten, Rechner über 5 Jahre und Warnsignale im Angebot. Ehrlich, Stand 2026.
Eine Website für Handwerker kostet einmalig meist 1.000 bis 3.000 € als Einsteiger-Paket und ab 3.000 € maßgeschneidert. Dazu kommen etwa 20 bis 120 € im Monat für Hosting, Domain und Betreuung. Ein Baukasten ist billiger, kostet dich aber Abende und bringt selten Anfragen.
In diesem Artikel
- Was kostet eine Website für Handwerker?
- Woraus setzt sich der Preis einer Handwerker-Website zusammen?
- Welche laufenden Kosten hat eine Handwerker-Website?
- Was kostet eine Handwerker-Website über fünf Jahre?
- Was muss auf einer Handwerker-Website drin sein?
- Reicht ein Homepage-Baukasten für einen Handwerksbetrieb?
- Woran erkennst du ein schlechtes Angebot für eine Website?
- Ab wann hat sich die Website für einen Handwerker bezahlt gemacht?
- Häufige Fragen
Was kostet eine Website für Handwerker?
Ein Einsteiger-Paket kostet meist 1.000 bis 3.000 € einmalig, eine maßgeschneiderte Website ab 3.000 €. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Domain und Betreuung.
Die vier Preisklassen im Überblick
| Preisklasse | Einmalig | Was du bekommst | Bringt Anfragen? |
|---|---|---|---|
| Selbst gebaut | unter 1.000 € | Vorlage aus dem Baukasten, selbst befüllt | selten |
| Einsteiger-Paket | 1.000 bis 3.000 € | fertige Seite, oft mit Vorlage | nur mit Inhalten, die für dich gemacht sind |
| Maßgeschneidert | ab 3.000 € | eigene Texte, eigener Aufbau, Betreuung danach | ja, wenn Ziel und Suchbegriffe klar sind |
| Klassische Agentur | 5.000 bis 20.000 € | viel Abstimmung, oft großes Team | kann, du zahlst aber den Apparat mit |
Die Spanne ist groß, weil hinter dem Wort Website völlig verschiedene Dinge stecken. Für 800 € bekommst du eine digitale Visitenkarte. Für 4.000 € bekommst du im besten Fall eine Seite, die gezielt Aufträge in deinem Umkreis holt.
Die Zahl der Unterseiten treibt den Preis übrigens kaum. Viel teurer wird es, wenn Bilder, Texte und Auffindbarkeit wirklich für deinen Betrieb gemacht werden. Genau das ist aber der Teil, der später Anrufe bringt.
Woraus setzt sich der Preis einer Handwerker-Website zusammen?
Aus drei Posten: Bilder und Video, Werbetexte, Technik mit Auffindbarkeit und Betreuung. Die Anzahl der Seiten macht dagegen wenig aus.
Die drei Posten, die den Preis machen
- Bilder und Video: Echte Fotos von dir, deinem Team und deinen Baustellen. Fotoshooting, Video oder Erklärfilm liegen zusammen schnell bei einer niedrigen vierstelligen Summe.
- Werbetexte: Texte, die die Einwände deiner Kunden kennen und beantworten. Hier wird am häufigsten gespart, und genau hier verlieren viele Seiten ihre Wirkung.
- Technik, Auffindbarkeit, Betreuung: Saubere Darstellung am Handy, Formulare oder Terminbuchung, eigene Seiten für deine Leistungen und jemand, der sich nach dem Start kümmert.
Mehr dazu, was Fotos kosten und wann Handyfotos reichen, steht in Was kostet ein Fotograf für die Firmenwebsite?. Die ausführliche Aufschlüsselung mit allen Preisklassen findest du auf meiner Seite Was kostet eine Website?.
Welche laufenden Kosten hat eine Handwerker-Website?
Rechne mit etwa 20 bis 120 € im Monat für Hosting, Domain, Postfach und Betreuung. Die genaue Summe hängt von Technik und Service ab.
Ein Ratgeber von Sellwerk nennt als Netto-Richtwerte für laufende Kosten 20 bis 60 € im Monat beim Freelancer und 40 bis 120 € bei einer kleinen Agentur. Sellwerk verkauft selbst Websites, die Zahlen sind also eine Orientierung. Welche Posten genau dahinterstecken, zeige ich dir in Welche laufenden Kosten hat eine Website im Monat?.
Die Richtwerte von Sellwerk stammen aus dem Ratgeber vom 17.08.2026, abgerufen am 4. November 2026. Sie sind eine Orientierung, keine Statistik. Frag vor dem Abschluss immer nach einem schriftlichen Angebot.
Was kostet eine Handwerker-Website über fünf Jahre?
Im Rechenbeispiel liegt ein Baukasten über fünf Jahre bei rund 600 €, ein Einsteiger-Paket bei etwa 4.400 € und eine maßgeschneiderte Seite bei rund 11.400 €.
Rechner: Gesamtkosten nach Jahren
Schieb den Regler und sieh, wie sich Einmalpreis und laufende Kosten über die Jahre addieren.
Baukasten: Beispielannahme aus der üblichen Spanne, kein Preis eines bestimmten Anbieters. Einsteiger-Paket: Mitte der Spanne von meiner Preisseite (1.000 bis 3.000 €) und Mitte der Freelancer-Spanne von Sellwerk (20 bis 60 € netto im Monat). Maßgeschneidert: Rechenbeispiel für einen Handwerksbetrieb aus dem Sellwerk-Ratgeber vom 17.08.2026, netto. Alles Beispiele, kein Angebot.
Der Baukasten gewinnt beim Preis klar. Die Rechnung lässt aber zwei Dinge weg: deine Abende für Texte, Fotos und Pflege. Und die Frage, ob die Seite überhaupt Aufträge bringt. Eine Seite für 600 €, die niemand findet, ist teurer als eine für 5.000 €, die jeden Monat zwei Anfragen holt.
Was muss auf einer Handwerker-Website drin sein?
Eine klare Aussage, was du machst und wo, eine eigene Seite pro Leistung, echte Fotos, Referenzen und ein einfacher Weg zur Anfrage.
- Klare Startseite: In zwei Sekunden muss klar sein, was du machst, wo du arbeitest und was der Besucher als Nächstes tun soll.
- Eine Seite pro Leistung: Eine Seite über sechs Leistungen wird für keine davon gut gefunden.
- Echte Fotos: Du, dein Team, deine Arbeit. Keine Bilder aus dem Katalog.
- Referenzen mit Ergebnis: Vorher, nachher und ein Satz vom Kunden.
- Kurzer Weg zur Anfrage: Anrufen per Fingertipp, Formular mit wenigen Feldern oder Online-Termin.
- Pflichtangaben: Impressum und Datenschutzerklärung, aktuell gehalten.
Wie viel das bringen kann, zeigt die Manufaktur Mücke aus Detmold. Die neue Seite hat 25 Unterseiten, getrennt nach Privat- und Geschäftskunden. Laut Fallstudie nennt ChatGPT die Tischlerei heute als erste Adresse für Premium-Möbel in Detmold. Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis stehen bei den Fallstudien.
Reicht ein Homepage-Baukasten für einen Handwerksbetrieb?
Für eine digitale Visitenkarte ja. Sollen Kunden dich über Google finden und anfragen, fehlen meist passende Texte, echte Fotos und eine durchdachte Seitenstruktur.
Ein Baukasten ist ein Werkzeug, kein Webdesigner. Die Technik ist meist solide. Was fehlt, ist der Blick von außen auf deinen Betrieb. Worauf du bei Baukasten-Tarifen und Aktionspreisen achtest, steht in WordPress oder Baukasten. Was du bei sehr günstigen Angeboten bekommst, liest du in Website für 500 Euro: Was du bekommst und was fehlt.
Woran erkennst du ein schlechtes Angebot für eine Website?
Wenn nur über Design geredet, nach Seitenzahl abgerechnet wird oder du die Texte selbst schreiben sollst. Auch fehlende Betreuung danach ist ein Warnsignal.
Warnsignale im Angebot
- Nur Design, keine Ergebnisse: Viel über Animationen, kein Wort über Anfragen oder Bewerber.
- Preis nach Seitenzahl: Niemand fragt, wie viele Seiten bei dir überhaupt sinnvoll sind.
- Texte selbst schreiben, gegen Rabatt: Du steckst zu tief im Tagesgeschäft, um zu wissen, was Interessenten hören müssen.
- Referenzen ohne Ergebnis: Schöne Bilder, aber keine Fallstudie mit Ausgangslage und Ergebnis.
- Nach dem Start Funkstille: Kein Angebot für Betreuung, kein Ansprechpartner.
Mit der vollständigen Checkliste gehst du jedes Angebot in zehn Minuten durch: Webdesign-Angebot prüfen: 12 Punkte, bevor du unterschreibst.
Ab wann hat sich die Website für einen Handwerker bezahlt gemacht?
Sobald sie genug zusätzliche Aufträge oder gesparte Arbeitszeit bringt. Bei Auftragswerten von einigen tausend Euro reichen oft wenige Aufträge im Jahr.
Sellwerk rechnet in seinem Beispiel vor: Bringt die Seite drei zusätzliche Aufträge im Jahr mit je 2.500 €, ist eine Investition von 6.000 € im ersten Jahr gedeckt. Ob das bei dir realistisch ist, hängt von deinem Gewerk und deiner Region ab.
Gespart wird hier nicht nur über neue Aufträge, sondern über Stunden im Büro. Wie du das für deinen Betrieb durchrechnest, zeige ich in Ab wann hat sich eine Website bezahlt gemacht?.
Häufige Fragen
Ein Onepager dauert bei mir typischerweise vier bis sechs Wochen, eine Website mit mehreren Unterseiten sechs bis zehn Wochen. Dein Aufwand bleibt gering: ein kurzes Formular am Anfang und ein bis zwei Gespräche.
Ja, als betriebliche Ausgabe. Die Erstellung wird laut Finanzverwaltung in der Regel über drei Jahre abgeschrieben, laufende Kosten wie Hosting sind meist sofort Betriebsausgabe. Klär die Details mit deinem Steuerberater.
Nein. Es gibt teure Seiten, die nichts bringen, weil niemand gefragt hat, welche Aufträge du überhaupt willst. Es kommt darauf an, ob Texte, Fotos und Aufbau auf deine Kunden zugeschnitten sind.
Beim Baukasten ja, dort machst du Texte, Fotos und Aufbau selbst. Beim Profi solltest du nur wenige Stunden brauchen: Fragen beantworten, Fotos freigeben, Entwurf prüfen.
Quellen
- Armin Franz: Was kostet eine Website?, abgerufen am 04.11.2026
- Sellwerk: Was kostet eine Website für KMU?, Stand 17.08.2026, abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Fallstudien, abgerufen am 04.11.2026
- OFD Frankfurt zur Nutzungsdauer einer Homepage (IWW), abgerufen am 04.11.2026