Günstige Website erstellen lassen: Was du für 500 Euro bekommst
Günstige Website für 500 Euro: Was drin ist, was fehlt, wann sie völlig reicht und woran du unseriöse Billigangebote erkennst. Ehrlich und mit Rechner.
Für 500 € bekommst du meist eine Vorlage mit wenigen Seiten, in die deine eigenen Texte und Fotos kommen. Das ist eine ordentliche digitale Visitenkarte. Was fehlt, sind verkaufende Texte, eigene Fotos, eine Seite pro Leistung und Betreuung. Für Empfehlungsbetriebe und Gründungen kann das trotzdem völlig reichen.
In diesem Artikel
- Was bekommst du für eine Website für 500 Euro?
- Was fehlt bei einer Website für 500 Euro meistens?
- Wann reicht eine günstige Website für deinen Betrieb?
- Was kostet eine günstige Website über drei Jahre?
- Wie holst du das Beste aus einem kleinen Budget?
- Ist eine billige Website rechtlich riskanter?
- Woran erkennst du ein unseriöses Billigangebot?
- Häufige Fragen
Was bekommst du für eine Website für 500 Euro?
Meist eine Vorlage mit wenigen Seiten, in die deine vorhandenen Texte und Fotos eingesetzt werden. Das ist eine digitale Visitenkarte, kein Werkzeug für mehr Anfragen.
Das ist keine Abwertung. Für 500 € kann niemand Interviews führen, Texte schreiben, Fotos machen, eine Struktur für Google planen und danach erreichbar bleiben. Die Rechnung geht einfach nicht auf. Was du bekommst, ist ehrliche Handarbeit im kleinen Rahmen: eine ordentliche Hülle für die Inhalte, die du mitbringst.
Was in welcher Preisklasse realistisch ist
| Preisklasse | Was du bekommst | Bringt Anfragen? |
|---|---|---|
| um 500 € | Vorlage, wenige Seiten, deine Inhalte | selten, eher Visitenkarte |
| 1.000 bis 3.000 € | fertige Seite, je nach Anbieter mit eigenen Texten | kann, wenn Inhalte für dich gemacht sind |
| ab 3.000 € | eigene Texte, Struktur nach Suchbegriffen, Betreuung | ja, wenn das Ziel klar ist |
Was fehlt bei einer Website für 500 Euro meistens?
Texte, die verkaufen, eigene Fotos, eine Seite pro Leistung, ein Plan für Google und jemand, der sich nach dem Start um die Seite kümmert.
Was bei sehr günstigen Websites typischerweise fehlt
- Texte: Du schreibst sie selbst, oder es werden allgemeine Sätze eingesetzt, die auf jeden Betrieb passen.
- Fotos: Bilder aus dem Katalog statt deiner Arbeit und deines Teams.
- Struktur: Alle Leistungen auf einer Seite. Eine Seite über sechs Dinge rankt für keines davon.
- Auffindbarkeit: Kein Plan, für welche Suchbegriffe in welchem Ort du gefunden werden willst.
- Betreuung: Nach dem Start ist niemand mehr zuständig, Änderungen kosten extra oder passieren gar nicht.
Viele Gründer merken das erst nach ein paar Wochen: Die Seite ist online, sieht ordentlich aus, aber das Telefon klingelt nicht. Das liegt selten an der Technik, sondern an den fehlenden Teilen oben. Was den Preis einer Website wirklich macht, steht auf Was kostet eine Website?. Die häufigsten Lücken im Detail stehen in 15 Fehler, die Handwerker-Websites Anfragen kosten.
Wann reicht eine günstige Website für deinen Betrieb?
Wenn du hauptsächlich über Empfehlungen arbeitest, gerade gründest und erst mal online auffindbar sein willst oder dein Kalender ohnehin voll ist.
Hier ist eine günstige Seite völlig in Ordnung
- Empfehlungsbetrieb: Kunden kennen dich schon und wollen nur Telefonnummer und Adresse prüfen.
- Gründung mit kleinem Budget: Erst mal sichtbar sein, später ausbauen.
- Volle Auftragsbücher: Du brauchst keine neuen Anfragen, nur einen seriösen Auftritt.
- Nebengewerbe: Wenig Umsatz, wenig Leistungen, wenig Konkurrenz.
Für eine Gründung ist das oft der richtige Start, solange du weißt, was die Seite kann und was nicht. Welche Reihenfolge am Anfang sinnvoll ist, steht in Website zur Gründung im Handwerk: Was am Anfang wirklich reicht.
Was kostet eine günstige Website über drei Jahre?
Mit Beispielwerten: die 500-Euro-Seite mit Hosting rund 680 €, ein selbst gebauter Baukasten rund 360 €. Ein Einsteiger-Paket vom Profi mit Betreuung rund 3.440 €.
Rechner: Günstige Website über die Jahre
Schieb den Regler und vergleiche die Gesamtkosten.
Alle Werte sind Beispielannahmen, keine Preise bestimmter Anbieter: 500 € als Beispielpreis, Hosting und Baukasten-Tarif als Werte aus der üblichen Spanne. Einsteiger-Paket: Mitte der Spanne von meiner Preisseite und Mitte der Freelancer-Spanne für laufende Kosten laut Sellwerk. Deine eigene Arbeitszeit ist nicht eingerechnet.
Die günstige Seite gewinnt beim Preis. Die Frage ist, was sie in drei Jahren bringt. Eine Seite für 680 €, die keine Anfrage bringt, ist teurer als eine für 3.440 €, die jeden Monat eine bringt. Wie du das für deinen Betrieb ausrechnest, steht in Ab wann hat sich eine Website bezahlt gemacht?.
Wie holst du das Beste aus einem kleinen Budget?
Steck das Geld zuerst in ein vollständiges Google-Profil, eigene Fotos und eine klare Startseite mit antippbarer Telefonnummer. Diese drei Dinge bringen am schnellsten Anrufe.
Mit kleinem Budget richtig starten
- Google-Unternehmensprofil
Laut Google kostenlos. Kategorie, Leistungen, Fotos, Öffnungszeiten. Anleitung: Google-Unternehmensprofil erstellen.
- Eigene Fotos
Zehn gute Handyfotos deiner Arbeit schlagen jedes Katalogbild.
- Klare Startseite
Was machst du, wo, und wie erreicht man dich? In zwei Sekunden erkennbar.
- Telefon und WhatsApp antippbar
Am Handy muss ein Fingertipp reichen.
- Pflichtangaben
Impressum und Datenschutzerklärung, aktuell und vollständig.
Ist eine billige Website rechtlich riskanter?
Nicht automatisch. Riskant wird es, wenn Pflichtangaben fehlen, fremde Bilder ohne Lizenz genutzt werden oder Dienste wie Karten und Schriften ohne Prüfung eingebunden sind.
Gerade bei sehr günstigen Angeboten wird hier gern gespart, weil es Zeit kostet. Die Verantwortung für deine Seite trägst aber du. Was du prüfen solltest, steht in Website rechtssicher machen: Die Checkliste für Betriebe.
Woran erkennst du ein unseriöses Billigangebot?
Wenn die Domain auf den Anbieter läuft, ein günstiger Einstieg an eine lange Laufzeit gekoppelt ist oder die monatlichen Kosten erst im Kleingedruckten stehen.
Warnsignale bei Billigangeboten
- Domain beim Anbieter: Dann gehört dir deine Adresse im Netz nicht.
- Billig rein, teuer drin: Niedriger Einstieg, dann Jahre mit hohen Monatsraten.
- Keine Angabe zu laufenden Kosten: Was ab Jahr zwei passiert, steht nirgends.
- Keine Beispiele: Keine einzige Seite, die du dir ansehen kannst.
- Druck zum Abschluss: Angebot nur heute gültig.
Ein Beispiel, was der Unterschied zwischen hübsch und wirksam ausmacht: Bei einer Anmeldeseite aus meinen Projekten stieg die Quote nach dem Neuaufbau von 8,11 % auf 23,45 %. Ob ein Baukasten oder WordPress besser zu dir passt, steht in WordPress oder Baukasten.
Häufige Fragen
Oft ja, wenn das System das zulässt und dir Domain und Inhalte gehören. Ein Ausbau ist aber nicht immer billiger als ein Neustart, weil Struktur und Texte meist ganz neu gedacht werden müssen.
Für eine einfache Visitenkarte kann das funktionieren. Prüf vorher, wer Domain und Hosting besitzt, wer die Rechtstexte verantwortet und wer dir nach dem Start hilft, wenn etwas nicht läuft.
Als Start ja, für mehr Anfragen über Google selten. Wer für mehrere Leistungen gefunden werden will, braucht für jede eine eigene Seite. Ein Onepager kann später zur größeren Seite wachsen.
Für private Zwecke vielleicht, für einen Betrieb kaum. Kostenlose Tarife zeigen oft Werbung des Anbieters oder haben keine eigene Domain. Das wirkt auf Kunden schnell unprofessionell.
Quellen
- Armin Franz: Was kostet eine Website?, abgerufen am 04.11.2026
- trusted.de: Website-Kosten, Stand 15.04.2024, abgerufen am 04.11.2026
- Sellwerk: Was kostet eine Website für KMU?, Stand 17.08.2026, abgerufen am 04.11.2026
- Google Unternehmensprofil, abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Fallstudien, abgerufen am 04.11.2026