Aufbau einer Handwerker-Website: Diese Seiten brauchst du wirklich
Welche Seiten braucht eine Handwerker-Website? Startseite, Leistungsseiten, Referenzen, Über uns, Kontakt und Karriere: der Aufbau, der Anfragen bringt.
Eine Handwerker-Website braucht eine Startseite, eine eigene Seite pro Leistung, Referenzen mit echten Projekten, eine Über-uns-Seite, eine Kontaktseite und, wenn du Leute suchst, eine Karriereseite. Dazu kommen Impressum und Datenschutz. Wichtiger als die Zahl der Seiten ist, dass jede Seite genau eine Frage deiner Kunden beantwortet.
In diesem Artikel
- Welche Seiten braucht eine Handwerker-Website?
- Warum braucht jede Leistung eine eigene Seite?
- Was bedeutet Leistung mal Gebiet bei der Seitenplanung?
- Wie sollte das Menü einer Handwerker-Website aussehen?
- Reicht ein Onepager für einen Handwerksbetrieb?
- In welcher Reihenfolge baust du die Seiten auf?
- Wohin gehören Über uns und Karriere?
- Häufige Fragen
Welche Seiten braucht eine Handwerker-Website?
Startseite, je eine Seite pro Leistung, Referenzen, Über uns, Kontakt und bei Personalbedarf eine Karriereseite. Dazu kommen Impressum und Datenschutzerklärung als Pflichtseiten.
Wenn deine Seite schön aussieht, aber kaum Anfragen bringt, liegt es selten am Design. Meist liegt es am Aufbau: Alles steht auf einer Seite, die Leistungen sind eine Aufzählung, und wer etwas Bestimmtes sucht, findet es nicht.
Die Faustregel, mit der ich jede Seitenstruktur plane: Jede Seite beantwortet genau eine Frage, die sich ein Kunde vor dem Anruf stellt. Die Tabelle zeigt, welche Frage zu welcher Seite gehört.
Die Grundausstattung im Überblick
| Seite | Frage des Kunden | Brauchst du sie? |
|---|---|---|
| Startseite | Bin ich hier richtig, und was mache ich jetzt? | Ja |
| Leistungsseiten | Macht ihr genau das, was ich brauche, bei mir in der Nähe? | Ja, eine pro Leistung |
| Referenzen | Können die das wirklich? | Ja |
| Über uns | Wer kommt da zu mir ins Haus? | Ja |
| Kontakt | Wie erreiche ich euch am schnellsten? | Ja |
| Karriere | Will ich da arbeiten? | Wenn du Leute suchst |
| Impressum, Datenschutz | Wer ist verantwortlich? | Pflicht |
Warum braucht jede Leistung eine eigene Seite?
Weil Google und Kunden pro Seite ein klares Thema erwarten. Eine Seite über Bad, Heizung und Notdienst zugleich wird für keines davon richtig gut gefunden.
Wer nachts ein Heizungsproblem hat, sucht nicht nach deinem Firmennamen. Er sucht nach Heizungsnotdienst und seinem Ort. Landet er auf einer Seite, auf der Heizung einer von zwölf Punkten ist, ist er wieder weg.
Eine eigene Leistungsseite sagt in der Überschrift, was du machst und wo. Darunter: für wen, wie es abläuft, was es ungefähr kostet, ein echtes Projekt als Beleg und ein klarer Weg zur Anfrage. Wie so eine Seite im Detail aussieht, steht in Leistungsseiten: Warum jede Leistung eine eigene Seite braucht.
Was bedeutet Leistung mal Gebiet bei der Seitenplanung?
Du planst Seiten nach dem, was Kunden eintippen: Leistung plus Ort. Für jede wichtige Kombination entsteht eine eigene Seite mit wirklich eigenem Inhalt.
Google rät selbst, an die Wörter zu denken, mit denen Menschen nach deinem Inhalt suchen. Für Handwerker heißt das fast immer: Leistung und Ort. Also Dachsanierung Bayreuth, Badsanierung Kulmbach, Elektriker Neumarkt.
Aber Vorsicht: Zehn Ortsseiten, auf denen nur der Ortsname wechselt, helfen niemandem. Jede Seite braucht eigene Projekte, eigene Fragen und eigene Fotos aus diesem Ort. Wann sich das lohnt, erkläre ich in Brauchst du für jede Stadt eine eigene Seite?
Das gehört auf jede Leistungsseite
- Überschrift mit Leistung und Ort: Zum Beispiel Badsanierung in Kulmbach und Umgebung.
- Für wen: Privat oder Gewerbe, Altbau oder Neubau. Ein Satz reicht.
- Ablauf in Schritten: Vom Anruf bis zur Abnahme, damit keiner rätselt.
- Preisrahmen: Eine ehrliche Spanne oder wovon der Preis abhängt.
- Ein echtes Projekt: Foto, Ort, was gemacht wurde.
- Die drei häufigsten Fragen: Mit kurzen Antworten.
- Ein Kontaktweg: Telefon zum Antippen und ein kurzes Formular.
Wie sollte das Menü einer Handwerker-Website aussehen?
Kurz und eindeutig: Leistungen, Referenzen, Über uns, Kontakt. Die Telefonnummer ist immer sichtbar, und ein Knopf sagt genau, was nach dem Klick passiert.
Ein häufiger Fehler: Das Menü besteht nur aus Sprungmarken auf einer einzigen langen Seite. Das ist keine Website, sondern eine Landingpage. Für Google gibt es dann nur eine Adresse, und die kann nicht für zehn Leistungen gleichzeitig passen. Weitere typische Fehler stehen in 15 Fehler, die Handwerker-Websites Anfragen kosten.
Leistungen gehören in ein Untermenü, jede mit eigener Adresse wie /badsanierung oder /heizung. Auf dem Handy muss das Menü mit einem Daumen bedienbar sein, und die Nummer gehört als Klick zum Anrufen in den Kopf.
Reicht ein Onepager für einen Handwerksbetrieb?
Für den Start oft ja, für Google selten. Ein Onepager zeigt alles auf einer Seite, wird aber meist nur für ein Thema richtig gut gefunden.
Ein Onepager ist schneller fertig und günstiger. Für einen Gründer, der erstmal seriös auftreten will, ist das ein guter Anfang. Plan ihn aber so, dass du später Leistungsseiten ergänzen kannst, ohne alles neu zu bauen.
Was das Ganze kostet, hängt vor allem an Texten, Fotos und Technik, nicht an der Seitenzahl. Die Preisklassen findest du auf Was kostet eine Website?
In welcher Reihenfolge baust du die Seiten auf?
Zuerst die Leistung, mit der du am meisten verdienst. Dann Startseite, Kontakt und Referenzen. Weitere Leistungs- und Ortsseiten folgen, sobald die erste gefunden wird.
So gehst du vor
- Leistungen aufschreiben
Alle Arbeiten, die du anbietest. Dann markieren: Was bringt die beste Marge, was willst du mehr machen?
- Gebiet festlegen
In welchem Umkreis willst du Aufträge? 20 Kilometer, 50 Kilometer, eine bestimmte Stadt?
- Seitenplan zeichnen
Ein Blatt Papier reicht: Startseite oben, darunter je eine Seite pro wichtiger Leistung, dazu Referenzen, Über uns, Kontakt.
- Mit der Top-Leistung starten
Diese Seite bekommt die besten Fotos und die meiste Sorgfalt.
- Messen, dann erweitern
Wird die Seite gefunden und kommen Anfragen, folgt die nächste Leistung. Nicht umgekehrt.
Wohin gehören Über uns und Karriere?
Über uns kommt nach dem Angebot, nicht davor. Kunden wollen zuerst wissen, ob du ihr Problem löst. Die Karriereseite bekommt eine eigene Adresse im Menü.
Die Firmengeschichte seit 1987 auf der Startseite ganz oben ist gut gemeint, beantwortet aber keine Kundenfrage. Zeig zuerst, was du machst, dann wer du bist. Warum Kunden trotzdem den Chef sehen wollen, liest du in Die Über-uns-Seite.
Suchst du Leute, ist eine eigene Karriereseite Pflicht. Bewerber wollen Lohn, Arbeitszeiten und Team sehen, nicht deine Leistungen für Kunden.
Websites für einzelne Gewerke
- Website für Elektriker: Welche Leistungsseiten ein Elektrobetrieb braucht, damit das Telefon klingelt.
- Website für Kfz-Werkstätten: Wie Kunden ihren Termin online buchen, statt anzurufen.
- Website für Lackierer und Karosseriebetriebe: Wie Vorher-Nachher-Bilder deine Arbeit belegen.
- Website für Schreiner und Tischler: Wie du zeigst, was Handarbeit wert ist, getrennt für Privat- und Geschäftskunden.
- Website für Maler: Wie ein Malerbetrieb in seiner Region mehr Aufträge gewinnt.
- Website für Dachdecker: Was Kunden sehen wollen, bevor sie wegen ihres Dachs anrufen.
- Website für SHK-Betriebe: Wie du Heizung, Bad und Notdienst auf eigenen Seiten zeigst.
- Website für Zimmereien: Wie du Holzbau-Projekte für Bauherren und Bewerber sichtbar machst.
- Website für Fliesenleger: Wie du mit echten Bildern Badkunden online gewinnst.
- Website für Garten- und Landschaftsbau: Wie du saisonal planst und trotzdem das ganze Jahr gefunden wirst.
- Website für Metallbau und Schlosserei: Warum Privat- und Gewerbekunden eigene Wege auf der Website brauchen.
- Website für Bauunternehmen: Wie du Vertrauen aufbaust, bevor es um den großen Auftrag geht.
- Website für Fenster- und Türenbauer: Wie Beratung, Förderung und Montage auf der Website zusammenpassen.
- Website für Smart Home und Gebäudeautomation: Wie du eine Spezialisierung so zeigst, dass Bauherren sie verstehen.
- Website für Raumausstatter: Wie du Stoffe, Polster und Sonnenschutz online zeigst.
- Website für Steinmetze: Wie du würdevoll auftrittst und trotzdem gut gefunden wirst.
- Website für Gebäudereinigung: Wie du Gewerbekunden zur Angebotsanfrage bringst.
- Website für Friseure: Wie Online-Termine und echte Bilder zusammenspielen.
- Website für Bäckereien und Metzgereien: Wie du Filialen, Öffnungszeiten und offene Stellen übersichtlich zeigst.
- Website für DJs und Event-Dienstleister: Wie Anfragen gleich mit allen Infos reinkommen.
- Website für Kanzleien: Wie du deinen Schwerpunkt zeigst statt nur einen Telefonbucheintrag.
- Website für Ofen- und Kaminbauer: Wie du Wärme verkaufst, bevor der Winter kommt.
Das Impressum muss nach § 5 DDG leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein. In der Praxis heißt das: ein Link im Fußbereich jeder Seite. Gleiches gilt für die Datenschutzerklärung.
Häufige Fragen
So viele, wie du Leistungen hast, die Kunden gezielt suchen, plus Startseite, Referenzen, Über uns, Kontakt und Pflichtseiten. Bei kleinen Betrieben sind das oft 8 bis 15 Seiten. Die Zahl ist kein Ziel, die Fragen deiner Kunden sind es.
Nicht als Erstes. Erst müssen deine Leistungsseiten stehen. Ein Ratgeberbereich lohnt sich, wenn Kunden immer wieder dieselben Fragen stellen, etwa zu Kosten oder Förderung. Dann beantwortest du sie einmal gut und verlinkst auf die passende Leistung.
Ja, wenn beide Gruppen andere Fragen haben. Ein Hausbesitzer will Ablauf und Preisrahmen sehen, ein Gewerbekunde Termintreue und Referenzen aus seiner Branche. Zwei Einstiege auf der Startseite und getrennte Leistungsseiten lösen das sauber.
Ein Preisrahmen hilft fast immer. Er filtert Anfragen, die nicht passen, und nimmt Kunden die Angst vor dem Anruf. Wenn eine Spanne nicht seriös möglich ist, schreib, wovon der Preis abhängt.
Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Einzugsgebiet, Links zu Impressum und Datenschutzerklärung und gern die wichtigsten Leistungen. Dieselben Firmendaten sollten überall gleich geschrieben sein, auch im Google-Profil.
Quellen
- Google Search Central: SEO-Startleitfaden, abgerufen am 04.11.2026
- § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), Allgemeine Informationspflichten, abgerufen am 04.11.2026
- Armin Franz: Fallstudien und Kundenstimmen, abgerufen am 04.11.2026